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Zika-Virusinfektion

Von

Thomas M. Yuill

, PhD, University of Wisconsin-Madison

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2018| Inhalt zuletzt geändert Jul 2018
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Beim Zika-Virus handelt es sich um eine durch Mücken übertragene Virusinfektion. Normalerweise verursacht sie zwar keine Symptome, aber sie kann auch zu Fieber, Ausschlag, Gelenkschmerzen oder einer Infektion der Membran führen, die das Weiße der Augen bedeckt (Konjunktivitis oder auch infektiöse Bindehautentzündung genannt). Bei Schwangeren kann eine Infektion mit dem Zika-Virus zu einer Mikrozephalie (einem schweren Geburtsfehler) und Fehlbildungen der Augen des Kindes führen.

  • Das Zika-Virus wird von Mücken übertragen, doch es kann auch durch Geschlechtsverkehr und Vollbluttransfusionen übertragen werden. Schwangere können das Virus auch vor oder während der Geburt an ihr Kind weitergeben.

  • Falls Symptome des Zika-Virus auftreten, sind sie in der Regel leicht.

  • Zika wird aufgrund der Symptome des Patienten und seines aktuellen Reiseverhaltens vermutet, und die Bestätigung der Diagnose gründet sich auf den Ergebnissen von Blut- oder Urintests.

  • Am besten verhindert man eine Infektion mit dem Zika-Virus, indem man sich nicht von Mücken stechen lässt und ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem Partner vermeidet, der sich infiziert hat oder sich infiziert haben könnte.

  • Es gibt keine bestimmte Behandlung für diese Infektion, doch Ruhe, viel Flüssigkeit und Paracetamol zur Senkung des Fiebers und Linderung der Schmerzen können helfen.

Wie die Viren, die Dengue-Fieber, Gelbfieber und Chikungunya-Fieber verursachen, ist auch das Zika-Virus ein Arbovirus, das durch eine bestimmte Mückenart der Gattung Aedes verbreitet wird. Diese Mücken brüten in Gebieten mit stehenden Gewässern. Sie ziehen es vor, Menschen zu stechen, und leben in deren Nähe. Dabei können sie in geschlossenen Räumen oder im Freien vorkommen. Tagsüber stechen sie in geschlossenen Räumen und in schattigen Außenbereichen aggressiv zu. Am aktivsten sind sie während der Stunden nach dem Sonnenaufgang und vor dem Sonnenuntergang. Sie stechen auch nachts.

Im Jahr 1947 wurde das Zika-Virus erstmals bei Affen im Zika-Wald in Uganda festgestellt. Bis zum ersten großen Ausbruch auf den südpazifischen Inseln 2007 war das Virus relativ unbekannt. Im Mai 2015 wurde eine lokale Übertragung in Südamerika berichtet, dann in Mittelamerika und in der Karibik, worauf Ende November 2015 Mexiko erreicht wurde (siehe auch die Website der CDC zu Gebieten mit Zika-Risiko). Lokale Übertragung bedeutet, dass Menschen an ihrem Wohnort oder Arbeitsplatz von einer infizierten Mücke gestochen wurden, anstatt sich auf Reisen oder beim Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner anzustecken.

In den Vereinigten Staaten informieren die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) jeden, der über eine Reise in ein Gebiet nachdenkt, in dem es häufig zu Infektionen mit dem Zika-Virus kommt (siehe Zika-Reiseinformationen).

Bis Mai 2017 wurden Fälle einer lokal übertragenen Zika-Virusinfektion in Miami-Dade County im Südosten Florida und in Brownsville, Texas, gemeldet. Bis Juni 2018 wurden in den kontinentalen Vereinigten Staaten keine neuen Fälle von lokal übertragenen Zika-Viren gemeldet. Zudem wurde die Infektion mit dem Zika-Virus auch bei Reisenden nachgewiesen, die nach einer Reise in Länder, in denen das Virus lokal übertragen wird, in die Vereinigten Staaten zurückkehrten.

Übertragung des Zika-Virus

Das Zika-Virus ist während der ersten Woche der Infektion im Blut vorhanden. Wenn eine Mücke eine infizierte Person sticht, nimmt sie das mit dem Virus versetzte Blut auf und überträgt das Virus, wenn sie danach eine andere Person sticht.

Wenn Personen von Reisen aus Gebieten, in denen das Zika-Virus verbreitet ist, nach Hause zurückkehren, kann das Zika-Virus in ihrem Blut sein. Personen, die in Gebieten mit der Aedes-Mücke leben, können von ihr gestochen worden sein und so das Virus auf andere Menschen in diesem Gebiet übertragen, was zu einer lokalen Übertragung des Zika-Virus führt.

Obwohl das Zika-Virus in der Regel durch Mücken übertragen wird, gibt es auch andere Übertragungswege:

  • Durch Geschlechtsverkehr (vaginal, anal oder oral) und das Teilen von Sexspielzeug

  • Von einer infizierten Schwangeren vor oder während der Geburt auf ihr ungeborenes Kind

  • Durch Bluttransfusionen oder Organtransplantate

  • Durch eine versehentliche Exposition in einem Labor

In vielen Fällen können Personen mit einer Zika-Virusinfektion das Virus durch Geschlechtsverkehr übertragen:

  • Wenn die Infektion nie Symptome verursacht

  • Bevor die Symptome bei ihnen einsetzen

  • Während die Symptome bei ihnen auftreten

  • Nachdem ihre Symptome abgeklungen sind

Das Zika-Virus verbleibt länger in Samenflüssigkeit als im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. Es kann von infizierten Männern durch ungeschützten vaginalen, analen und oralen Geschlechtsverkehr (ohne Kondom) an ihre Sexualpartner (Männer oder Frauen) weitergegeben werden (siehe auch Zika: Sexuelle Übertragung und Vorbeugung).

Selbst nachdem das Zika-Virus aus dem Blut oder Urin verschwunden ist, ist es noch in der Scheidenflüssigkeit vorhanden. Infizierte Frauen können das Virus während des Geschlechtsverkehrs an ihre männlichen Partner weitergeben.

In Brasilien wurde eine Übertragung durch eine Vollbluttransfusion berichtet. Bisher wurden in den Vereinigten Staaten jedoch keine Fälle einer Übertragung durch Vollbluttransfusionen bestätigt.

Das Zika-Virus kann während der Schwangerschaft oder um den Zeitpunkt der Geburt herum von der Mutter auf das Kind übertragen werden.

Aktuell gibt es keine Berichte über Säuglinge, die sich mit Zika ansteckten, als sie gestillt wurden. Obwohl man Erbinformationen des Zika-Virus in Muttermilch fand, überwiegen die Ernährungsvorteile der Muttermilch für den Säugling das dadurch bestehende Übertragungsrisiko.

Symptome

Die meisten Menschen, die sich mit dem Zika-Virus anstecken, haben keine Symptome. Viele wissen gar nicht, dass sie sich angesteckt haben. Wenn es zu Symptomen kommt, sind diese meist leicht. Infektionen, die schwerwiegend genug sind, um einen Krankenhausaufenthalt zu benötigen, sind selten. Todesfälle aufgrund eines Zika-Virus sind selten.

Wussten Sie ...

  • Die meisten Menschen mit Zika-Virus haben keine Symptome. Viele wissen gar nicht, dass sie sich angesteckt haben.

Zu den Symptomen einer Zika-Virusinfektion gehören Fieber, Konjunktivitis (infektiöse Bindehautentzündung), Gelenk- und Muskelschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, Kopfschmerzen und ein roter, unebener Ausschlag. Die Symptome dauern 4 bis 7 Tage an.

In seltenen Fällen kommt es nach einer Zika-Virusinfektion zum Guillain-Barré-Syndrom. Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine Nervenerkrankung, die zu Muskelschwäche und zu einem kribbelnden oder stechenden Gefühl oder zu einem Verlust des Gefühls führt.

Mikrozephalie und andere Fehlbildungen bei Kindern

Eine Zika-Virusinfektion während der Schwangerschaft kann beim Kind zu einer Mikrozephalie führen. Der Begriff Mikrozephalie bezeichnet einen abnorm kleinen Kopf. Dies liegt daran, dass das Gehirn nicht normal entwickelt und klein ist.

Betroffene Kinder können viele Probleme haben:

  • Entwicklungsverzögerungen (z. B. haben die Kinder möglicherweise Probleme mit dem Sprechen und sitzen, stehen und laufen möglicherweise später als erwartet)

  • Intellektuelle Behinderung

  • Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen

  • Probleme beim Füttern, wie Schwierigkeiten beim Schlucken

  • Schwerhörigkeit

  • Sehprobleme

In den Vereinigten Staaten wurden mehrere Fälle von Mikrozephalie mit dem Zika-Virus in Verbindung gebracht. Die Mütter der betroffenen Kinder haben sich wahrscheinlich angesteckt, als sie in ein Land reisten, in dem das Zika-Virus verbreitet ist.

Die Infektion mit dem Zika-Virus kann andere Fehlbildungen im Gehirn und den Augen verursachen (einschließlich Katarakte). Infizierte Babys können überschüssige Haut auf der Kopfhaut und in seltenen Fällen Gelenke mit eingeschränkter Beweglichkeit haben (wie z. B. einen Klumpfuß).

Diagnose

  • Blut- und Urintests

Ein Zika-Virus wird aufgrund der Symptome und der Reiseorte und -daten vermutet. Die Symptome einer Zika-Virusinfektion ähneln jedoch denen vieler tropischer Krankheiten (wie Malaria, Dengue-Fieber und andere Virusinfektionen, die von Mücken übertragen werden), und sie tritt in den gleichen Gebieten wie diese anderen Infektionen auf. Aus diesem Grund werden Tests benötigt, um eine Zika-Virusinfektion zu bestätigen.

Das Virus kann mit Blut- oder Urintests festgestellt werden, wenn diese innerhalb einer oder zwei Wochen nach Ausbruch der Symptome durchgeführt werden. Diese Tests können die Methode der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zu Hilfe nehmen. Sie erhöht die Konzentration des viralen Erbguts, was den Virus erkennbarer macht. Außerdem werden Tests durchgeführt, um das Blut auf Antikörper gegen das Zika-Virus zu prüfen.

Zurzeit werden Männer, die mit dem Zika-Virus in Kontakt gekommen sein könnten, nicht getestet, um zu prüfen, ob sie sich angesteckt haben, und somit besteht das Risiko, dass sie das Virus durch Geschlechtsverkehr übertragen. Stattdessen werden Maßnahmen zur Verhinderung einer Übertragung (wie Kondome) empfohlen, wenn Personen, die mit dem Zika-Virus in Kontakt gekommen sein könnten, Geschlechtsverkehr haben (einschließlich vaginalem, analem oder oralem Geschlechtsverkehr).

Untersuchung schwangerer Frauen

Wenn Schwangere in Gebiete gereist sind, in denen das Zika-Virus verbreitet ist, werden in der Regel Bluttests auf das Zika-Virus durchgeführt – ungeachtet dessen, ob die Schwangere die Symptome eines Zika-Virus aufweist oder nicht. Zudem wird ein Ultraschall erstellt, wenn eine Schwangere mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnte. Damit soll bestimmt werden, ob der Fetus sich normal entwickelt.

Wenn Schwangere in Gebieten leben, in denen das Zika-Virus verbreitet ist, besteht während der ganzen Schwangerschaft dieses Infektionsrisiko. Wenn sie an Symptomen leiden, die eine Zika-Virusinfektion nahelegen, werden während der ersten Woche der Krankheit Tests durchgeführt. Wenn sie keine Symptome aufweisen, führt der Arzt in der Regel während der ersten Schwangerschaftsuntersuchung einen Test auf das Zika-Virus durch. Sollte dieser negativ ausfallen, wird ein weiterer Test in der Mitte des 2. Trimesters durchgeführt, um erneut eine Infektion zu überprüfen. Während der 18. bis 20. Schwangerschaftswoche wird ein Ultraschall durchgeführt, um die Entwicklung des Fetus zu überprüfen.

Untersuchung von Babys

Ob das Kind auf das Zika-Virus getestet werden sollte, wenn die Mutter während der Schwangerschaft in Gebiete gereist ist, in denen eine Infektion mit diesem Virus häufig ist, oder in solchen Gebieten lebt, hängt von Folgendem ab:

  • Ergebnisse des Zika-Virus-Tests der Mutter

  • Ob das Kind Mikrozephalie, andere Fehlbildungen des Gehirns und/oder der Augen hat

Bei einem positiven Zika-Virus-Test der Mutter wird das Kind auf das Zika-Virus getestet.

Wenn das Testergebnis negativ ausfällt oder die Mutter nicht auf das Virus getestet wurde und das Kind keine Mikrozephalie oder andere Fehlbildungen aufweist, ist keine Untersuchung notwendig.

Wenn das Kind an Mikrozephalie oder anderen Fehlbildungen des Gehirns leidet, wird es auf das Zika-Virus untersucht. Hierbei sind die Testergebnisse der Mutter egal.

Vorbeugung

Bis mehr darüber bekannt ist, empfehlen die CDC, dass Schwangere eine Reise in Gebiete verschieben sollten, in denen das Zika-Virus verbreitet ist (siehe auch Zika: Schwangere). Wenn sich Frauen dafür entscheiden, dorthin zu reisen, sollten sie mit ihrem Arzt über die entsprechenden Infektionsrisiken sowie über die Maßnahmen sprechen, die getroffen werden sollten, um Mückenstiche während der Reise zu vermeiden.

Obwohl die Forschung zur Entwicklung eines Impfstoffs Fortschritte macht, gibt es derzeit keine Impfung, die eine Infektion mit dem Zika-Virus verhindert.

Vorbeugung der Übertragung des Zika-Virus durch Mücken

Die Vorbeugung einer Zika-Virusinfektion hängt von der Mückenkontrolle in den Gebieten mit Zika-Virus und von der Vorbeugung von Mückenstichen ab, wenn man in solche Gebiete reist.

Zur Vorbeugung von Mückenstichen sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • Langärmelige Hemden und lange Hosen tragen

  • Aufhalten an Orten mit Klimaanlage oder mit Fliegengittern an den Fenstern oder Türen, wodurch Mücken ferngehalten werden

  • Schlafen in einem Bett mit Moskitonetz, wenn Fliegengitter oder Klimaanlage nicht ausreichen

  • Anwendung von Insektenabwehrmitteln auf der Haut, die bei der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde registriert sind und z. B. DEET (Diethyltoluamid) oder andere zugelassene Wirkstoffe enthalten

  • Behandlung von Kleidung und Ausrüstung mit permethrinhaltigem Insektengift (nicht direkt auf die Haut auftragen)

Für Kinder werden die folgenden Maßnahmen empfohlen:

  • Bei Kindern unter 2 Monaten kein Insektenabwehrmittel anwenden

  • Bei Kindern unter 3 Jahren keine Produkte anwenden, die Zitroneneukalyptus-Öl (Para-Menthan-Diol) enthalten

  • Bei älteren Kindern sollten die Erwachsenen sich das Abwehrmittel auf die eigenen Hände sprühen und dann auf die Haut des Kindes auftragen

  • Kindern Kleidung anziehen, die ihre Arme und Beine bedeckt, oder Wiege, Kinderwagen oder Babytrage mit einem Moskitonetz bedecken

  • Insektenabwehrmittel bei Kindern nicht auf Hände, Augen oder Mund sowie auf Hautreizungen oder Verletzungen auftragen

Vorbeugung der sexuellen Übertragung des Zika-Virus

Das Zika-Virus kann von Männern an ihre Sexualpartner (Männer oder Frauen) und von Frauen auf Männer übertragen werden.

Für Schwangere sind die Maßnahmen zur Vorbeugung einer sexuellen Übertragung des Virus besonders wichtig. Wenn der Partner oder die Partnerin in einem Gebiet lebt, in dem das Zika-Virus verbreitet ist, oder dorthin gereist ist, sollte das Paar während der gesamten Schwangerschaft vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Sie sollten eines der folgenden Dinge tun:

  • Auf Geschlechtsverkehr (vaginal, anal oder oral) verzichten

  • Während des Geschlechtsverkehrs (vaginal, anal oder oral) eine Barrieremethode zur Empfängnisverhütung durchgehend und korrekt anwenden

Diese Empfehlung trifft ungeachtet dessen zu, ob der Partner Symptome aufweist oder nicht, da die meisten Zika-Virusinfektionen keine Symptome verursachen. Kommt es zu Symptomen, sind diese meist leicht.

Zu den Barrieremethoden gehören Kondome (für den Mann und die Frau) sowie Lecktücher (für Oralverkehr). Diese Barrieren können das Risiko senken, sich während des Geschlechtsverkehrs mit dem Zika-Virus anzustecken. Damit Kondome und Lecktücher schützen, müssen sie korrekt angewendet werden. Sie sollten vor dem Geschlechtsverkehr übergezogen bzw. angelegt und erst danach entfernt werden (siehe Randleiste zur Anwendung eines Kondoms). Sie sollten jedes Mal während des vaginalen, analen und oralen Geschlechtsverkehrs angewendet werden.

Sexuelle Instrumente nicht zu teilen kann ebenfalls das Risiko einer sexuellen Übertragung senken.

Die CDC haben die folgenden allgemeinen Empfehlungen zur Vorbeugung einer Übertragung des Zika-Virus während des Geschlechtsverkehrs herausgegeben (CDC: Zika: Sexuelle Übertragung und Vorbeugung):

Männer, bei denen das Zika-Virus diagnostiziert wurde oder die Symptome haben/hatten:

  • Kondome anwenden oder mindestens 6 Monate nach der Diagnose der Infektion oder dem Ausbruch der Symptome auf Geschlechtsverkehr verzichten

Frauen, bei denen das Zika-Virus diagnostiziert wurde oder die Symptome haben/hatten:

  • Sie oder ihre Partner sollten Kondome anwenden oder mindestens 8 Wochen nach der Diagnose der Infektion oder dem Ausbruch der Symptome auf Geschlechtsverkehr verzichten.

Die Zeitspanne unterscheidet sich für Männer und Frauen, da das Zika-Virus länger in Samenflüssigkeit bleibt als in anderen Körperflüssigkeiten.

Reisende (Männer und Frauen), die in einem Gebiet waren, in dem das Zika-Virus verbreitet ist, aber keine Infektionssymptome aufweisen:

  • Reisende und Partner sollten ein Kondom anwenden oder für mindestens 8 Wochen nach der Heimkehr auf Geschlechtsverkehr verzichten.

Paare, die in Gebieten leben, in denen das Zika-Virus verbreitet ist:

  • Kondome anwenden oder so lange auf Geschlechtsverkehr verzichten, bis es im Gebiet keine Zika-Virusinfektion mehr gibt

  • Wenn bei einem der beiden Partner Symptome ausbrechen, sollte das Paar mit einer medizinischen Fachkraft sprechen

Vorbeugung der Übertragung des Zika-Virus durch Vollbluttransfusionen

Das Risiko einer Übertragung des Zika-Virus durch eine Vollbluttransfusion ist sehr gering. Dennoch werden Blutspender gebeten, 28 Tage zu warten, wenn aufgrund einer der folgenden Gründe das Risiko einer Zika-Virusinfektion für sie besteht:

  • Blutspender sind in ein Gebiet gereist oder leben in einem Gebiet, in dem das Zika-Virus verbreitet ist

  • Blutspender hatten in der Vergangenheit eine Zika-Virusinfektion (Spender sollten vor einer Blutspende 28 Tage warten, nachdem ihre Symptome abgeklungen sind)

  • Blutspender leiden innerhalb von 2 Wochen nach der Reise in ein Gebiet, in dem das Zika-Virus verbreitet ist, an Symptomen

  • Blutspender hatten sexuellen Kontakt mit einem Mann, bei dem das Zika-Virus diagnostiziert worden ist

  • Blutspender hatten sexuellen Kontakt mit einem Mann, der in den 3 Monaten vor diesem Kontakt in ein von Zika betroffenes Gebiet gereist ist oder in einem solchen Gebiet gelebt hat

Wenn Personen nach einer Blutspende Symptome einer Zika-Virusinfektion zeigen, sollten sie das Rote Kreuz kontaktieren, damit mögliche betroffene Spenden in Quarantäne gebracht werden können.

Behandlung

  • Unterstützende Versorgung

Es gibt kein bestimmtes antivirales Arzneimittel gegen das Zika-Virus.

Die Behandlung ist unterstützend. Hierzu zählt Folgendes:

  • Ruhe

  • Flüssigkeit, um eine Dehydratation zu verhindern

  • Paracetamol zur Senkung des Fiebers und Linderung der Schmerzen

Personen mit einer möglichen Zika-Virusinfektion sollten kein Aspirin oder andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) einnehmen, bis das Dengue-Fieber ausgeschlossen wurde. Wenn sie am Dengue-Fieber leiden und diese Arzneimittel anwenden, erhöht sich das Risiko übermäßiger Blutungen (Hämorrhagie). Die Blutgefäße werden durch Dengue-Fieber geschwächt, sodass sie leichter aufbrechen oder auslaufen, und NSRA hemmen die Blutgerinnung. Aufgrund des Risikos des Reye-Syndroms darf Kindern (unter 18 Jahren) auch kein Aspirin gegeben werden.

Wenn das Zika-Virus bei Schwangeren festgestellt wird, kann ein Ultraschall empfohlen werden, der alle 3 bis 4 Wochen durchgeführt wird, um die Entwicklung des Fetus zu überwachen. Die Frauen können vom Arzt an einen Spezialisten für Pränatalmedizin oder für Infektionskrankheiten mit Fachkenntnis im Bereich Schwangerschaft verwiesen werden.

Weitere Informationen

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