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Erythrodermie

(Exfoliative Dermatitis)

Von

Thomas M. Ruenger

, MD, PhD, Georg-August University of Göttingen, Germany

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2021| Inhalt zuletzt geändert Apr 2021
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Quellen zum Thema

Erythrodermie ist eine schwere Entzündung, die dazu führt, dass sich ein Großteil der Hautoberfläche rötet.

Mehrere Hauterkrankungen können zu einer Erythrodermie führen:

Eine Erythrodermie kann sich bei Menschen entwickeln, die an Hauterkrankungen wie den oben aufgeführten leiden, kann aber auch spontan entstehen, wenn bisher keine Hauterkrankung vorlag.

Ein älterer Begriff für Erythrodermie ist exfoliative Dermatitis. Dieser Begriff wird heute selten verwendet.

Symptome einer Erythrodermie

Eine Erythrodermie kann rasch oder langsam auftreten. Zunächst rötet sich die gesamte Hautoberfläche und beginnt zu glänzen. Dann kann sie schuppen und sich verdicken, gelegentlich auch verkrusten. Die Haut juckt häufig und kann schmerzhaft sein.

Obwohl viele Patienten zwar Fieber haben, frieren sie dennoch, weil sie durch die entzündete Haut so viel Wärme verlieren.

Diagnose einer Erythrodermie

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Möglicherweise eine Hautbiopsie

Die Diagnose einer Erythrodermie stützt sich auf die Krankengeschichte des Patienten und die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung.

Eine Haut biopsie Biopsie Ärzte können zahlreiche Hauterkrankungen allein mit dem Auge diagnostizieren. Eine komplette Hautuntersuchung umfasst eine Untersuchung der Kopfhaut, der Nägel und der Schleimhäute. Manchmal... Erfahren Sie mehr Biopsie wird manchmal durchgeführt, obwohl die Diagnose dadurch nicht unbedingt bestätigt werden kann. Die Bestimmung der Ursache einer Erythrodermie erfordert möglicherweise viele Tests, die darauf ausgerichtet sind, welche Ursache vermutet wird.

Prognose bei einer Erythrodermie

Die Erythrodermie kann lebensbedrohlich sein, die Prognose hängt jedoch von der Ursache ab.

Behandlung einer Erythrodermie

  • Als unterstützende Therapiemaßnahme häufig stationäre Aufnahme

  • Hautpflege

  • Behandlung der zugrunde liegenden Ursache

  • Manchmal Kortikosteroide

  • Eventuell Absetzen oder Wechseln von Medikamenten, die möglicherweise die Ursache sind

Eine frühe Diagnose und unterstützende Behandlung der Erythrodermie sind wichtig, um Infektionen zu verhindern und den Flüssigkeits- und Eiweißverlust zu begrenzen, bevor er lebensbedrohlich wird.

Menschen mit Erythrodermie müssen oftmals stationär behandelt werden, um intravenös mit Antibiotika (gegen Infektionen), Flüssigkeit und Salzen (um die über die Haut verlorenen Stoffe zu ersetzen) und zusätzlichen Nährstoffen versorgt zu werden. Die Pflege kann die Verwendung von Medikamenten und Heizdecken zur Kontrolle der Körpertemperatur umfassen. Feuchtigkeitscremes (Emollienzien) können helfen, die Haut zu beruhigen.

Oft werden Kortikosteroide verabreicht, die auf die Haut aufgetragen werden (z. B. eine Hydrocortison-Salbe). Patienten mit schwerer Erythrodermie werden oft Kortikosteroide (wie Prednison) oral verabreicht.

Letztlich hängt die Behandlung der Erythrodermie von der jeweiligen Ursache ab. Wenn die Erythrodermie beispielsweise durch eine Arzneimittelreaktion verursacht wurde, sollten die Patienten dieses Medikament absetzen. Wenn die Erythrodermie eine Manifestation eines Hautlymphoms darstellt, sollten die Betroffenen sich einer Behandlung für das Lymphom unterziehen.

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