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Fruchtwasserembolie

Von

Julie S. Moldenhauer

, MD, Children's Hospital of Philadelphia

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2020| Inhalt zuletzt geändert Jan 2020
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Eine Fruchtwasserembolie tritt auf, wenn ein Teil des Fruchtwassers (die Flüssigkeit, die den Fötus in der Gebärmutter umgibt), das Zellen oder Gewebe des Fötus enthält, in den Blutkreislauf der Mutter gerät und eine ernstzunehmende Reaktion der Mutter hervorruft. Diese Reaktion kann zu einer Schädigung von Lunge und Herz führen und eine übermäßige Blutung verursachen.

Eine Fruchtwasserembolie tritt nur sehr selten auf. Meistens kommt es in der Spätschwangerschaft dazu, es ist aber auch möglich, wenn im 1. oder 2. Trimester ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wird.

Unter folgenden Umständen besteht ein erhöhtes Risiko:

Die Flüssigkeit oder das Gewebe kann eine ernstzunehmende Reaktion bei der Frau auslösen. Diese Reaktion tritt in der Regel während oder kurz nach Wehen und Entbindung auf. Es kann zu Herzrasen, einem unregelmäßigen Herzschlag, niedrigem Blutdruck und Atembeschwerden bei der Mutter kommen. Ihre Atmung kann aussetzen (respiratorische Insuffizienz) oder ihr Herz kann zu schlagen aufhören (Herzstillstand). Ungefähr 20 Prozent der Frauen mit einer Fruchtwasserembolie sterben.

Die disseminierte intravasale Gerinnung gehört zu den häufigsten Komplikationen. Bei dieser Störung treten überall in den Blutbahnen kleine Blutgerinnsel auf, was zu weit verbreiteten Blutungen und einem hohen Blutverlust führt. Eine ärztliche Notversorgung ist erforderlich.

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der Fruchtwasserembolie ist unerlässlich. Auf Basis der Symptome erstellen die Ärzte die Diagnose für dieses Problem, insbesondere wenn eine Frau die folgenden drei Symptome aufweist:

  • Plötzliche Atembeschwerden

  • Niedriger Blutdruck

  • Weit verbreitete, unkontrollierte Blutungen

Unter Umständen erhalten die Frauen eine Transfusion von Blut und Blutbestandteilen. Die Injektion von Blutgerinnungsfaktoren (die die Blutgerinnung fördern) kann sich als lebensrettend erweisen. Die Frauen benötigen gegebenenfalls Unterstützung beim Atmen oder Medikamente zur Kontraktion des Herzens.

Das Baby kann umgehend mithilfe einer Geburtszange oder eines Vakuumextraktors oder auch per Kaiserschnitt entbunden werden. Die Entbindung scheint sich weder positiv noch negativ auf die betroffene Frau auszuwirken. Hingegen kann dadurch das Leben des Kindes gerettet werden, wenn der Fötus alt genug ist, um außerhalb der Gebärmutter überleben zu können.

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