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Tinea inguinalis

(Jock Itch)

Von

Denise M. Aaron

, MD, Dartmouth-Hitchcock Medical Center

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Quellen zum Thema

Die Tinea inguinalis ist eine Dermatophyteninfektion der Leiste.

Die Tinea cruris ist eine Dermatophytose, die üblicherweise durch Trichophyton rubrum oder T. mentagrophytes verursacht wird. Die primären Risikofaktoren werden mit einer feuchten Umgebung assoziiert (z. B. warme Witterung, nasse und beengende Kleidung, Adipositas, die zum Dauerkontakt von Hautfalten führt). Aufgrund der engen Lage von Skrotum und Oberschenkel sind Männer häufiger betroffen als Frauen.

Typischerweise entsteht eine juckende, ringförmige Läsion, die sich von der Leistenbeuge über die angrenzende Oberschenkelinnenseite ausdehnt. Die Infektion kann bilateral sein. Die Läsionen können durch Mazeration, Miliaria, sekundäre bakterielle oder Candidainfektion sowie Reaktionen auf die Behandlung verkompliziert werden. Außerdem treten gelegentlich ein Kratzekzem und Lichenifikation auf. Rezidive sind häufig, weil die Pilze wiederholt empfindliche Menschen oder solche mit Onychomykose oder Tinea pedis, die als Dermatophytenreservoir dienen kann, infizieren können. Ein erneutes Aufflackern ist in den Sommermonaten häufiger.

Diagnose

  • Klinische Bewertung

  • Manchmal Kaliumhydroxid-Nativpräparat

Zu den Differenzialdiagnosen einer Tinea cruris gehören

Das Skrotum ist meist ausgespart oder allenfalls leicht betroffen, anders als beim Candidaintertrigo oder Lichen simplex chronicus, bei denen das Skrotum oft entzündet ist. Wenn das Bild nicht diagnostisch ist, ist ein Kaliumhydroxid-Nativpräparat hilfreich.

Behandlung

  • Topische antimykotische Creme, Lotion oder Gel

Die antimykotischen Möglichkeiten umfassen Terbinafin, Miconazol, Clotrimazol, Ketoconazol, Econazol, Naftifin und (seltener) Ciclopirox, die jeweils 2-mal täglich für 10–14 Tage aufgetragen werden.

Bei Patienten mit therapierefraktärer, entzündeter oder ausgedehnter Infektion kann Itraconazol 200 mg p.o. einmal täglich oder Terbinafin 250 mg p.o. einmal täglich für 3–6 Wochen erforderlich sein.

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