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Übersicht zu Störungen des Wasserhaushalts

Von

James L. Lewis III

, MD, Brookwood Baptist Health and Saint Vincent’s Ascension Health, Birmingham

Inhalt zuletzt geändert Sep 2018
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Der Nahrungsgehalt an Natrium und die renale Ausscheidung regulieren die Gesamtkörpermenge an Natrium. Wenn die Gesamtkörpermenge an Natrium und das Volumen der Extrazellularflüssigkeit niedrig sind, verstärken die Nieren die Natriumkonservierung. Wenn die Gesamtkörpermenge an Natrium und das Volumen der Extrazellularflüssigkeit hoch sind, wird die Natriumausscheidung (Natriurese) verstärkt, sodass das Volumen abnimmt.

Die renale Natriumausscheidung kann in einem beträchtlichen Ausmaß an die Natriumaufnahme angepasst werden. Die renale Natriumausscheidung erfordert einen Transport von Natrium in die Nieren und ist somit abhängig vom renalen Blutfluss und von der glomerulären Filtrationsrate. Somit kann eine ungenügende Natriumausscheidung im Rahmen eines reduzierten renalen Blutflusses, wie z. B. bei chronischen Nierenerkrankungen Chronische Nierenkrankheiten Als chronische Nierenkrankheit (CKD) bezeichnet man eine lang währende progrediente Verschlechterung der Nierenfunktion. Die Symptome entwickeln sich langsam und in fortgeschrittenen Stadien... Erfahren Sie mehr Chronische Nierenkrankheiten oder Herzinsuffizienz Herzinsuffizienz (HF) Die Herzinsuffizienz (HI) ist ein Syndrom der ventrikulären Dysfunktion. Die Linksherzinsuffizienz führt zu Kurzatmigkeit und Müdigkeit, das rechtsventrikuläre Versagen fü... Erfahren Sie mehr Herzinsuffizienz (HF) , auftreten.

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Achse

Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ist der wichtigste Regulationsmechanismus der renalen Natriumausscheidung. Im Zustand des Volumenmangels nehmen die glomeruläre Filtrationsrate und der Natriumtransport zum distalen Nephron ab, was zur Ausschüttung von Renin führt. Renin spaltet Angiotensinogen (ein Reninsubstrat), um Angiotensin I zu bilden. ACE (Angiotensin-converting-Enzym) spaltet dann Angiotensin I zu Angiotensin II. Angiotensin II bewirkt Folgendes:

  • Erhöhte die Natriumretention durch eine Senkung der Filtrationsrate für Natrium und eine Erhöhung der Natriumrückresorption im proximalen Tubulus.

  • Erhöhten Blutdruck (hat blutdrucksteigernde Wirkung)

  • Erhöhtes Durstgefühl

  • Direkt beeinträchtigt Wasserausscheidung

  • Stimuliert die Nebennierenrinde zur Sekretion von Aldosteron, welches über renale Mechanismen zu einer Erhöhung der renalen Natrium-Rückresorption führt.

Angiotensin I kann ebenfalls in Angiotensin III überführt werden, welches die Aldosteronausschüttung im selben Maß wie Angiotensin II stimuliert, jedoch eine niedrigere vasopressorische Aktivität aufweist. Die Aldosteronausschüttung wird auch durch eine Hyperkaliämie stimuliert.

Andere natriuretische Faktoren

Weitere verschiedene natriuretische Faktoren wurden identifiziert. Dazu gehören atriales natriuretisches Peptid, zerebrales (brain) natriuretisches Peptid (BNP) und das C-Typ-natriuretische Peptid (CNP).

ANP wird aus dem atrialen Gewebe des Herzens ausgeschieden. Die Konzentration steigt bei einer Volumenüberladung der Extrazellularflüssigkeit (z. B. beim Herzversagen Herzinsuffizienz (HF) Die Herzinsuffizienz (HI) ist ein Syndrom der ventrikulären Dysfunktion. Die Linksherzinsuffizienz führt zu Kurzatmigkeit und Müdigkeit, das rechtsventrikuläre Versagen fü... Erfahren Sie mehr Herzinsuffizienz (HF) , chronischen Nierenerkrankungen Chronische Nierenkrankheiten Als chronische Nierenkrankheit (CKD) bezeichnet man eine lang währende progrediente Verschlechterung der Nierenfunktion. Die Symptome entwickeln sich langsam und in fortgeschrittenen Stadien... Erfahren Sie mehr Chronische Nierenkrankheiten , Zirrhose Leberzirrhose Die Leberzirrhose ist ein Spätstadium der Leberfibrose, die zu einer weit verbreiteten Zerstörung der normalen Leberarchitektur geführt hat. Die Zirrhose ist gekennzeichnet durch... Erfahren Sie mehr mit Aszites), beim primären Aldosteronismus Primärer Hyperaldosteronismus Ein primärer Hyperaldosteronismus ist eine erhöhte autonome Aldosteronproduktion in der Nebennierenrinde, welche durch eine Hyperplasie, ein Adenom oder ein Karzinom verursacht sein... Erfahren Sie mehr und bei einigen Patienten mit einer primären arteriellen Hypertonie Übersicht zu Hypertonie Hypertonie ist die anhaltende Erhöhung des systolischen Blutdrucks in Ruhe (≥130 mmHg), des diastolischen Blutdrucks (≥80 mmHg) oder von beidem. Hypertonie ohne bekannte Ursache (primä... Erfahren Sie mehr Übersicht zu Hypertonie . Verminderte Werte sind bei einigen Patienten mit nephrotischem Syndrom und vermuteter Abnahme des Volumens der Extrazellularflüssigkeit beobachtet worden. Hohe Konzentrationen verstärken die Natriumausscheidung und erhöhen die glomeruläre Filtrationsrate, auch wenn der Blutdruck niedrig ist.

BNP wird vorwiegend in den Vorhöfen und im linken Ventrikel synthetisiert und hat ähnliche Trigger und Effekte wie ANP. BNP-Assays sind verfügbar Eine hohe BNP-Konzentration wird verwendet, um eine Volumenüberlastung zu diagnostizieren.

CNP, im Gegensatz zu ANP und BNP, wirkt in erster Linie vasodilatierend.

Natriummangel und -überschuss

Ein Natriummangel entsteht durch eine unzureichende Natriumaufnahme und erhöhte Verluste über die Haut, den Gastrointestinaltrakt oder die Nieren (gestörte renale Natriumkonservierung). Eine gestörte renale Natriumkonservierung kann durch eine Krankheit der Nieren selbst, durch eine Nebenniereninsuffizienz oder durch eine Diuretikatherapie verursacht werden.

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