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Infektion der Speiseröhre

Von

Kristle Lee Lynch

, MD, Perelman School of Medicine at The University of Pennsylvania

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2020| Inhalt zuletzt geändert Okt 2020
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Quellen zum Thema

Eine Infektion der Speiseröhre tritt meist bei Personen auf, deren Abwehrmechanismen zum Schutz der Speiseröhre vor Infektionen beeinträchtigt sind. Die Hauptursachen sind Candida albicans, das Herpes-simplex-Virus und das Zytomegalievirus.

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein hohler Schlauch, der vom Rachen (Pharynx) bis zum Magen führt. (Siehe auch Übersicht über die Speiseröhre.)

Es gibt mehrere Abwehrmechanismen, die die Speiseröhre vor einer Infektion schützen. Diese Abwehrmechanismen umfassen Speichel, die normale Bewegung (Motilität) der Speiseröhre und die Zellen des Immunsystems. Für eine Infektion anfällig sind somit Menschen mit AIDS, einem transplantierten Organ, einer alkoholbedingten Erkrankung, Diabetes, einem geschwächten oder gestörten Immunsystem, Unterernährung, einer Krebserkrankung oder Motilitätsstörungen der Speiseröhre. Zusätzlich können Kortikosteroide zum Einnehmen oder Inhalieren ein erhöhtes Risiko für eine Infektion der Speiseröhre bedeuten. Eine Candida-Infektion kann bei all diesen Menschen auftreten. Infektionen mit dem Herpes-simplex-Virus und eine Infektion mit dem Zytomegalievirus treten hauptsächlich bei Personen mit AIDS oder mit einem transplantierten Organ auf, die Immunsuppressiva einnehmen.

Wussten Sie ...

  • Speichel unterstützt den Schutz der Speiseröhre vor einer Infektion.

Schmerzen beim Schlucken (Odynophagie) sind das typische Symptom. Manche Menschen bemerken auch eine Schluckstörung (Dysphagie). Diese Infektionen verursachen auch Geschwüre (wunde Stellen), Reizungen und eine Schwellung der Speiseröhre (Ösophagitis).

Diagnose

  • Endoskopie

Manchmal kann der Arzt Zeichen einer Candida-Infektion im Mund (Soor) bei Personen erkennen, die eine Candida-Infektion in der Speiseröhre haben. Im Normalfall gibt es bei Personen mit Infektionen mit dem Herpes-simplex-Virus oder einer Infektion mit dem Zytomegalievirus keine Auffälligkeiten im Mund.

Um eine Speiseröhreninfektion zu diagnostizieren, sieht der Arzt normalerweise mit einem biegsamen Beobachtungsschlauch in die Speiseröhre (Endoskopie). Während der Endoskopie entnimmt der Arzt in der Regel auch Gewebe, um dieses unter dem Mikroskop zu untersuchen (Biopsie).

Behandlung

  • Bei einer Candida-Infektion: Antipilzmittel

  • Bei Infektionen mit dem Herpes-simplex-Virus oder dem Zytomegalievirus: Antivirenmittel

Personen mit Candida erhalten ein Antipilzmittel wie z. B. Fluconazol. Das Medikament wird als Tablette verabreicht, kann bei Personen mit Schluckproblemen aber auch in eine Vene gespritzt werden.

Mit dem Herpes-simplex-Virus infizierte Personen erhalten Virostatika wie Acyclovir zur Einnahme oder als Injektion in eine Vene. Mit dem Zytomegalievirus infizierte Personen erhalten Virostatika wie Ganciclovir, die als Injektion in eine Vene verabreicht werden.

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