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Probleme durch Bettlägerigkeit

Von

Oren Traub

, MD, PhD, Pacific Medical Centers

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Quellen zum Thema

Bettlägerigkeit über einen langen Zeitraum ohne regelmäßige körperliche Aktivität, zu der es durch einen Krankenhausaufenthalt kommen kann, kann viele Probleme verursachen. (Siehe auch Durch den Krankenhausaufenthalt verursachte Probleme.)

Blutgerinnsel

Eine Beinverletzung, ein chirurgischer Eingriff am Bein oder Bettruhe können verhindern, dass Patienten ihre Beine bewegen. Werden die Beine nicht aktiv, bewegt sich Blut aus den Beinvenen sehr langsam zum Herzen. Blutgerinnsel bilden sich eher in langsam fließendem Blut. Manchmal wandern Blutgerinnsel aus den Beinvenen in die Lunge und blockieren dort ein Blutgefäß (eine sogenannte Lungenembolie). Diese Gerinnsel können lebensbedrohlich sein.

Zur Vorbeugung können pneumatische Kompressionsstrümpfe verwendet werden. Mit einer elektrischen Pumpe betrieben, pressen diese Strümpfe immer wieder die Waden und befördern so Blut in und durch die Venen.

Personen mit einem hohen Risiko für Blutgerinnsel können Antikoagulanzien, wie beispielsweise Heparin, als Injektion unter die Haut des Bauches oder des Arms erhalten. Manchmal werden Antikoagulanzien über den Mund verabreicht. Antikoagulanzien helfen, Blutgerinnsel zu verhindern.

Wussten Sie ...

  • Die meisten stationär aufgenommenen Patienten erhalten ein unter die Haut gespritztes Antikoagulans, um die Bildung von Blutgerinnseln in den Beinen zu verhindern, da diese in die Lunge wandern und dort ein Blutgefäß blockieren könnten.

Verstopfung

Sind Patienten bettlägerig oder wenig aktiv, wird Stuhl (Fäzes) sehr langsam durch den Darm und das Rektum aus dem Körper transportiert. So tritt mit größerer Wahrscheinlichkeit Verstopfung auf. Patienten in Krankenhäusern nehmen außerdem möglicherweise Medikamente (wie beispielsweise bestimmte Schmerzmittel) ein, die Verstopfung auslösen.

Das Pflegepersonal hält Patienten an, viel zu trinken, um einer Verstopfung vorzubeugen. Außerdem werden Ballaststoffe in Mahlzeiten integriert oder als Nahrungsergänzungsmittel verabreicht. Auch können Stuhlweichmacher oder Laxanzien (Abführmittel) verordnet werden.

Depression

Viele Patienten, die an einer schweren Krankheit leiden und lange Zeit bettlägerig sind, werden depressiv. Mangelnder Kontakt mit anderen Personen und das Gefühl der Hilflosigkeit können ebenfalls Depressionen verursachen.

Druckgeschwüre

Durch das Verweilen in einer Liegeposition für längere Zeit entsteht Druck auf die Hautstellen, die das Bett berühren. Der Druck schneidet diese Bereiche von der Blutversorgung ab. Bleibt die Versorgung mit Blut zu lange aus, wird das Gewebe zerstört. Es entsteht ein Druckgeschwür (auch als Druckulkus oder Dekubitus bezeichnet). Druckgeschwüre können sich bereits nach zwei Stunden bilden.

Sie entwickeln sich am ehesten bei Patienten,

  • die unterernährt sind

  • bei denen unfreiwillig Urin abgeht (die inkontinent sind)

Eine Unterernährung führt zu dünner, trockener, wenig elastischer Haut, die leichter reißt oder bricht. Zusätzliche Inkontinenz setzt die Haut dem Kontakt mit Harn aus, der die Haut aufweicht und aufbrechen lässt.

Druckgeschwüre bilden sich meist am unteren Rücken, am Steißbein, den Fersen, Ellbogen und an den Hüften. Sie können schwerwiegende Folgen haben und zu Infektionen führen, die sich in die Blutbahn ausbreiten (Sepsis).

Haben Patienten Mühe, sich zu bewegen, verändert das Pflegepersonal in regelmäßigen Abständen deren Liegeposition im Bett, damit sich keine Druckgeschwüre entwickeln. Die Haut wird dabei auf Zeichen eines Dekubitus untersucht. Haftplatten können zum Schutz an Körperteilen angebracht werden, die auf dem Bett aufliegen, z. B. an den Fersen. Falls eine Person bereits Druckgeschwüre hat, kann ein Spezialbett zum Einsatz kommen, das mithilfe von Luft den Druck anders verteilt, damit der Druck nicht zu lange auf die gleiche Stelle einwirkt.

Knochenschwäche

Wenn auf Knochen nicht regelmäßig Gewicht lastet (d. h. Personen zu wenig stehen oder laufen), werden Knochen schwach und neigen stärker dazu zu brechen.

Muskelschwäche und Gelenksteifigkeit

Arbeiten Muskeln nicht, werden sie schwach. Bettruhe kann Gelenke – auch Muskeln und das umgebende Gewebe (Sehnen und Bänder) – versteifen. Im Lauf der Zeit können Muskeln dauerhaft verkürzt und steife Gelenke dauerhaft gebeugt und unbeweglich bleiben, was als Kontraktur bezeichnet wird.

Daraus ergibt sich ein Teufelskreis: Aufgrund einer Krankheit oder eines chirurgischen Eingriffs sind Patienten bettlägerig. Dies führt zu Muskelschwäche und Gelenksteifigkeit, was Stehen und Umherlaufen wiederum erschwert.

Vorbeugung von Problemen aufgrund von Bettlägerigkeit

Schritte zur Vorbeugung von Problemen im Zusammenhang mit Bettruhe scheinen vielleicht mühsam oder zu anstrengend, doch sind sie für eine gute Genesung notwendig.

Sich so bald und so viel wie möglich zu bewegen, beugt den meisten Problemen, auch Verstopfung vor. Patienten sollten, sobald sie dazu imstande sind, aus dem Bett aufstehen. Falls sie nicht aufstehen können, sollten sie sich aufsetzen, sich bewegen oder Übungen im Bett durchführen. Ein Beugen und Entspannen der Muskulatur im Bett kann einer Muskelschwäche entgegenwirken.

Wenn Patienten Übungen nicht selbst durchführen können, bewegen ein Physiotherapeut oder Pflegekräfte die Gliedmaßen für sie. Hilfsmittel wie Geländer, Griffe im Bad, erhöhte Toilettensitze, niedrige Betten und geeignete Bodenbeläge können Bewegung erleichtern.

Für Kinder stehen in Krankenhäusern oft Spielzimmer zur Verfügung, um Aktivitäten zu fördern und Langeweile und Stimmungstiefs vorzubeugen.

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