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Physiotherapie des Brustbereichs

(Physiotherapie des Brustbereichs)

Von

Jessica Bon Field

, MD, MS, University of Pittsburgh School of Medicine;


Andrea Levine

, MD, University of Pittsburgh Medical Center

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Quellen zum Thema

Atemtherapeuten nutzen verschiedene Methoden zur Behandlung von Lungenerkrankungen, darunter:

  • Drainagelagerung

  • Absaugen

  • Atemübungen

Die Auswahl der jeweiligen Therapie beruht auf der zugrunde liegenden Erkrankung und dem Allgemeinzustand des Patienten.

Drainagelagerung

Bei der Drainagelagerung wird der Patient in einem bestimmten Neigungswinkel gelagert, um den Abfluss von Sekreten aus der Lunge zu erleichtern. Brust und Rücken können zusätzlich mit der hohlen Hand abgeklopft werden, um die Sekrete zu lockern – diese Technik wird Thoraxperkussion genannt. Alternativ kann der Therapeut einen mechanischen Brust-Percussor oder einen Hochfrequenz-Brust-Percussor verwenden (eine aufblasbare Weste, die mit hoher Frequenz vibriert, um den Schleim zu lösen). Der Therapeut kann einem Familienmitglied beibringen, wie eines dieser Geräte anzuwenden ist.

Diese Techniken werden bei Erkrankungen wie Mukoviszidose, Bronchiektasen oder Lungenabszessen, bei denen sehr viel Auswurf produziert wird, in bestimmten Abständen angewendet. Sie werden auch bei Patienten eingesetzt, die ihren Schleim nicht gut abhusten können, beispielsweise bei älteren Menschen, Patienten mit Muskelschwäche, nach Operationen, Verletzungen oder bei schweren Krankheiten.

Die Drainagelagerung eignet sich nicht für Patienten, welche die dafür notwendige Position nicht einnehmen können, vor Kurzem Blut erbrochen, einen Rippen- oder Wirbelbruch erlitten oder schwere Osteoporose haben. Eine Drainagelagerung sollte auch bei Patienten, die keine Sekrete absondern können, nicht angewendet werden.

Absaugen

Durch Absaugen können Atemtherapeuten, Krankenpfleger und Familienangehörige, denen die Methode beigebracht worden ist, die Atemwege von Sekreten befreien. Dazu wird ein kleines Plastikröhrchen durch die Nase und ein paar Zentimeter in die Luftröhre (Trachea) geschoben. Mit sanftem Sog wird der Schleim, der nicht abgehustet werden kann, abgesaugt. Die Absaugmethode wird auch bei Patienten mit einer Tracheotomie (einer chirurgischen Eröffnung der Trachea zur Erleichterung der Atmung) und bei solchen, die über einen Schlauch durch Nase oder Mund beatmet werden (endotracheale Intubation), zur Entfernung von Sekreten angewendet.

Atemübungen

Atemübungen helfen, tiefe Atemzüge zu fördern, um die Lungenatelektase (Zusammenbruch der Alveolen oder kleinen Lungenbläschen) zu begrenzen oder umzukehren. Sie verbessern aber nicht die Lungenfunktion direkt. Allerdings verringern sie das Risiko von Lungenkomplikationen nach chirurgischen Eingriffen bei starken Rauchern und anderen Patienten mit Lungenerkrankungen. Die Übungen sind insbesondere hilfreich für häufig sitzende Menschen, die an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung leiden, sowie für Patienten, die an ein Beatmungsgerät angeschlossen waren.

Oftmals wird bei diesen Übungen ein sogenanntes Spirometer eingesetzt. Die betroffene Person atmet durch einen Schlauch, der an einer tragbaren Plastikkammer angebracht ist, so tief wie möglich ein. In der Kammer befindet sich ein Bällchen, und mit jedem Atemzug wird das Bällchen angehoben. Im Idealfall wird dieser Vorgang jede Stunde 5- bis 10-mal hintereinander wiederholt, solange die betroffene Person wach ist. Viele Krankenhäuser setzen dieses Gerät regelmäßig vor und nach chirurgischen Eingriffen ein. Allerdings können Übungen zur Tiefatmung, die von Krankenpflegern und Atemtherapeuten angeregt werden, wirksamer sein als selbst gesteuerte Atemübungen mit einem Spirometer.

Inzentiver Spirometer
Inzentiver Spirometer

Die sogenannte Lippenbremse ist eine Atemtechnik, die hilfreich sein kann, wenn es bei Personen mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung bei Panik, Anstrengung oder während einer Verkrampfung der Atemwege zu einer Überblähung der Lunge kommt. Sie kann aber auch von Patienten in pulmonalen Rehabilitationsprogrammen als zusätzliche Atemübung eingesetzt werden. Dabei atmen die betreffenden Personen bei fast geschlossenen (leicht gespitzten) Lippen aus, als wollten sie zu pfeifen beginnen. Dadurch erhöht sich der Druck in den Atemwegen, sodass es nicht zu einem Kollaps kommt. Die Übung hat keine schädlichen Wirkungen, und bei manchen Patienten wird diese Atmungstechnik auch ohne Anleitung zur Gewohnheit. Wenn man sich beim Üben der Lippenbremse vorbeugt, erhöht sich der Nutzen noch. In dieser Position sollte man sich mit ausgestreckten Armen und Händen hinstellen und den Körper an einen Tisch oder einen anderen Gegenstand lehnen. Dies unterstützt die Funktion des Zwerchfells (des wichtigsten Atemmuskels), wodurch sich die Kurzatmigkeit noch weiter verbessert.

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Dezember 2017 von Jessica Bon Field, MD, MS; Andrea Levine, MD
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