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Rechtsherzkatheterisierung durch die Pulmonalarterie

Von

Michael J. Shea

, MD, Michigan Medicine at the University of Michigan ;


Thomas Cascino

, MD, MSc, University of Michigan

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Die Pulmonalarterie ist die Arterie, die das Blut von der rechten Seite des Herzens in die Lungen bringt. Bei einer Katheterisierung der Lungenarterie wird ein Katheter durch den rechten Vorhof und die rechte Herzkammer in die Pulmonalarterie eingeführt. Dieses Verfahren kann hilfreiche Daten über die Herzfunktion bei schwerkranken Patienten liefern, insbesondere, wenn diese intravenöse Infusionen erhalten. Zu dieser Gruppe zählen Menschen mit schweren Herz- und Lungenerkrankungen (wie Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und Lungenembolie, wenn Komplikationen hinzugekommen sind), Patienten kurz nach einer Herzoperation, nach einem Kreislaufschock und nach schweren Verbrennungen.

Eine Katheterisierung der Pulmonalarterie wird auch durchgeführt, um den Blutdruck in den rechten Herzkammern zu messen, sowie um den Druck in den linken Kammern, die vom Herz pro Minute gepumpte Blutmenge (Herzzeitvolumen), die Resistenz gegen den Blutfluss in den Arterien, die Blut vom Herzen wegtransportieren (periphere Resistenz), und um das Blutvolumen zu schätzen. Dieses Verfahren kann hilfreiche Daten darüber liefern, warum der Blutdruck des Betroffenen so niedrig ist (wie bei einer Herzbeuteltamponade), oder dabei helfen, zu bestimmen, warum der Betroffene Atemprobleme hat (wie bei einer Herzinsuffizienz oder pulmonalen Hypertonie).

Das Verfahren kann Komplikationen verursachen, diese sind allerdings selten. Unter anderem kann Luft in die Pleurahöhle gelangen (Pneumothorax), außerdem können Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), Infektionen, Verletzungen und Verschlüsse der Pulmonalarterie und Verletzungen anderer Arterien oder Venen auftreten.

So funktioniert ein Swan-Ganz-Katheter

Wie bei der Rechtsherzkatheterisierung wird ein Katheter mit einem Ballon an der Spitze in eine Vene, meist im Hals, unter dem Schlüsselbein, in der Leiste oder im Arm, eingeführt und dann weiter zum Herzen vorgeschoben. Die Katheterspitze kann durch die obere (Vena cava superior) oder die untere Hohlvene (Vena cava inferior) geschoben werden, die das Blut aus den oberen und unteren Körperteilen zum Herzen zurückbefördern, dann durch den rechten Vorhof und den rechten Ventrikel zur Pulmonalarterie. Der Ballon an der Katheterspitze wird in der Pulmonalarterie platziert. Mithilfe eines Bruströntgens oder einer Fluoroskopie (eines kontinuierlichen Röntgenverfahrens) kann die richtige Platzierung der Katheterspitze überprüft werden.

Der Ballon wird aufgeblasen, um vorübergehend die Pulmonalarterie zu blockieren, damit der Druck in den Kapillaren der Lunge gemessen werden kann (pulmonalkapillärer Verschlussdruck, Wedge-Druck). Auf diese Weise wird indirekt der Druck im linken Vorhof gemessen. Es können dabei auch Blutproben entnommen werden, um den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt im Blut zu bestimmen.

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