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Rehabilitation bei Herzkrankheiten

Von

Alex Moroz

, MD, New York University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2017| Inhalt zuletzt geändert Jul 2017
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Eine kardiale Rehabilitation ist für Menschen sinnvoll, die kürzlich einen Herzinfarkt, eine Herzinsuffizienz oder eine plötzlich aufgetretene oder schlimmer werdende koronare Herzkrankheit hatten. Auch nach einer Herzoperation ist eine kardiale Rehabilitation sinnvoll. Das Ziel ist das Aufrechterhalten oder Wiedererlangen der Eigenständigkeit, um innerhalb der Grenzen der abnormen Herzfunktion mindestens grundlegende Alltagsaufgaben bewältigen zu können. (Siehe auch Überblick über die medizinische Rehabilitation).

Mehr als 2 bis 3 Tage Bettruhe können Muskulatur und Herz schwächen (Dekonditionierung) und sogar zu Depressionen führen. Daher sollte die Herzrehabilitation erforderlichenfalls (z. B. nach einem Herzinfarkt) so früh wie möglich nach der Stabilisierung des Patienten und in der Regel bereits während des Krankenhausaufenthalts beginnen.

Rehabilitationsprogramme beginnen in der Regel mit leichter Aktivität, z. B. mit dem Transfer und dem Sitzen auf einem Stuhl. Sobald diese Aufgaben bequem bewältigt werden, was gewöhnlich am zweiten oder dritten Tag der Fall ist, werden mittelschwere Aufgaben angegangen, z. B. Anziehen, Körperpflege und kurze Strecken gehen.

In vielen Krankenhäusern werden die Patienten zu einem Physio-Therapiestudio gebracht. Dort können die Patienten Übungen wie das Gehen auf einem Laufband oder das Fahren auf einem stationären Fahrrad ausführen. Falls der Patient mit zunehmender Aktivität ermüdet oder sich unwohl fühlt, wird er angewiesen, sofort anzuhalten und sich auszuruhen, bis die Symptome verschwinden. Die Herztätigkeit des Patienten wird dann erneut untersucht, um zu ermitteln, ob der Patient mit der Rehabilitation fortfahren kann. Bevor der Patient aus dem Krankenhaus entlassen wird, wird er von den Ärzten beurteilt, damit diese eine geeignete Rehabilitation oder ein geeignetes Übungsprogramm empfehlen können.

Wussten Sie ...

  • Bei vielen schweren Störungen wie einem Herzinfarkt oder Hüftbruch beginnt die Rehabilitation frühzeitig nach der Anfangsbehandlung.

Nach der Entlassung werden Menge und Intensität der Aktivität langsam erhöht, und nach ca. 6 Wochen kann der Patient alle normalen Aufgaben bewältigen. Die meisten Patienten profitieren von einer etwa 12-wöchigen ambulanten Herzrehabilitation, weil sie Anleitungen bekommen und überwacht werden. Sie können z. B. beim Umgang mit der psychologischen Belastung infolge des Herzinfarkts oder der Herzoperation Hilfe bekommen.

Die Patienten lernen, weshalb sie ihre Lebensweise ändern müssen und wie dies vonstattengehen muss, damit sich die Risikofaktoren ändern. Die folgenden Änderungen des Lebensstils tragen dazu bei, das Fortschreiten der koronaren Herzerkrankung zu verhindern oder zu verlangsamen und das Risiko eines weiteren Herzinfarkts zu verringern:

  • Mit dem Rauchen aufhören

  • Gewichtsabnahme

  • Kontrolle von hohem Blutdruck

  • Senken der Cholesterinwerte im Blut durch Ernährung oder Arzneimittel

  • Tägliche Durchführung von Ausdauerübungen

Durch die Änderung der Risikofaktoren kann zudem das Fortschreiten eines Herzleidens verlangsamt werden.

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