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Nicht-suizidale Selbstverletzung bei Kindern und Jugendlichen

Von

Josephine Elia

, MD, Sidney Kimmel Medical College of Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2019| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2019
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Kurzinformationen

Unter nicht-suizidaler Selbstverletzung versteht man eine absichtliche Verletzung, die nicht zum Tode führen soll, Beispiele dafür sind oberflächliches Ritzen, Schneiden oder Verbrennen der Haut (mit Zigaretten oder Lockenstab) sowie Stechen, Schlagen und wiederholtes Schaben der Haut mit einem Radierer.

Jugendliche, die Medikamente/Drogen oder andere Substanzen missbrauchen, haben ein erhöhtes Risiko, sich selbst zu verletzen.

In manchen Gemeinschaften wird die Selbstverletzung in der High-School plötzlich zu einer Modeerscheinung, die viele Jugendliche nachahmen. In solchen Fällen nehmen die Selbstverletzungen im Verlauf der Zeit schrittweise ab.

Selbstverletzung legt nahe, dass der Jugendliche sehr leidet. Bei vielen Jugendlichen deutet die Selbstverletzung aber nicht darauf hin, dass ein Selbstmordrisiko besteht. Stattdessen kann es sich vielmehr um eine Selbstbestrafung handeln, die die Jugendlichen verdient zu haben meinen. Auch kann die Selbstverletzung eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit von Eltern und/oder anderen wichtigen Personen zu gewinnen, Wut auszudrücken oder sich mit einer Gruppe zu identifizieren. Bei anderen Jugendlichen (solche mit schwereren psychischen Erkrankungen und ohne soziale Unterstützung) ist das Selbstmordrisiko erhöht.

Andere Faktoren, die das Selbstmordrisiko erhöhen können, sind:

  • Häufige Selbstverletzungen

  • Mehrere Methoden der Selbstverletzung

  • Sich sozial weniger mit anderen Menschen, insbesondere den Eltern, verbunden fühlen

  • Gefühl, dass das Leben wenig oder keine Bedeutung hat

  • Häufig psychiatrische Versorgung in Anspruch nehmen

  • Selbstmordgedanken haben

Alle Jugendlichen, die sich absichtlich selbst verletzen, sollten von einem erfahrenen Arzt untersucht werden. Der Arzt versucht festzustellen, ob ein Selbstmordrisiko besteht und das zugrundeliegende Problem zu erfassen, das dazu geführt hat.

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