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Mikrozephalie

Von

Stephen J. Falchek

, MD, Nemours/Alfred I. duPont Hospital for Children

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2019| Inhalt zuletzt geändert Apr 2019
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Die Mikrozephalie bezeichnet einen abnorm kleinen Kopf. Dies liegt häufig daran, dass das Gehirn klein und nicht normal entwickelt ist.

  • Eine Mikrozephalie kann durch viele Erkrankungen verursacht werden, u. a. durch genetische Fehlbildungen, Infektionen und Gehirndefekte.

  • Daher zeigen Neugeborene mit ausgeprägter Mikrozephalie häufig Symptome eines Hirnschadens.

  • Vor der Geburt erfolgt die Diagnose per Ultraschall und nach der Geburt durch Messen des Kopfumfangs.

  • Der Arzt untersucht anhand von bildgebenden Verfahren auf Hirnanomalien und erforscht die Ursachen manchmal mithilfe von Bluttests.

  • Da die Mikrozephalie leicht bis stark ausgeprägt sein kann, gibt es auch unterschiedliche Behandlungsoptionen.

  • Eine frühzeitige Behandlung ist besonders hilfreich.

Die Größe des Kopfes wird typischerweise von der Größe des Gehirns bestimmt. Daher ist ein verlangsamtes Wachstum des Gehirns oder eines Gehirnteils die Ursache für die Mikrozephalie. Eine Mikrozephalie kann allein oder in Kombination mit anderen schweren Geburtsfehlern auftreten und bei Geburt vorliegen oder sich erst später in der frühen Kindheit entwickeln.

Eine Mikrozephalie tritt nicht häufig auf. Er kommt in geschätzten 2 bis 12 von 10.000 Lebendgeburten in den USA vor. Eine normale Kopfgröße für ein bestimmtes Alter ist jedoch in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich, daher ist das Auftreten einer echten Mikrozephalie weltweit schwer zu schätzen.

Ursachen

Viele Erkrankungen können eine Mikrozephalie verursachen, unter anderem

Symptome

Die Symptome variieren, je nachdem wie schwer das Gehirn geschädigt oder unterentwickelt ist. Einige der Probleme, die Säuglinge mit ausgeprägter Mikrozephalie haben können, sind Krampfanfälle, Entwicklungsverzögerungen, Ernährungsprobleme, Gehör- oder Sehprobleme, Probleme mit der Bewegung oder dem Gleichgewicht, Hyperaktivität und intellektuelle Behinderungen.

Diagnose

  • Vor der Geburt: Ultraschalluntersuchung

  • Nach der Geburt: ärztliche Untersuchung und gelegentlich bildgebende Untersuchungen und Bluttests

Vor der Geburt wird eine Mikrozephalie manchmal anhand einer pränatalen Ultraschalluntersuchung zum Ende des zweiten Trimesters oder zu Anfang des dritten Trimesters entdeckt.

Nach der Geburt wird der Kopfumfang eines Kindes (Messung des Kopfes an der breitesten Stelle) bei Vorsorgeuntersuchungen gemessen. Mikrozephalie wird diagnostiziert, wenn der Kopfumfang deutlich kleiner als der Normalbereich für Kinder des gleichen Geschlechts, Alters und der gleichen ethnischen Gruppe in der Region ist, wo das Baby lebt. Gelegentlich wird die Diagnose dann gestellt, wenn der Kopfumfang des Säuglings anfänglich normal war, aber nun nicht entsprechend mitwächst. Bei der Diagnose beziehen die Ärzte auch den Kopfumfang der Eltern des Säuglings mit ein, weil leicht kleinere Kopfgrößen vererbbar sind (ein Zustand der als benigne familiäre Mikrozephalie bezeichnet wird).

Liegt eine Mikrozephalie vor, wird gewöhnlich eine Computer- (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes eingesetzt, um nach Hirnanomalien zu suchen. Die Ärzte untersuchen das Neugeborene sowie die Eltern auch auf mögliche Ursachen der Mikrozephalie und testen sie anschließend auf alle vermuteten Ursachen. Manchmal können Blutuntersuchungen vorgenommen werden, um die Ursache besser bestimmen zu können.

Behandlung

  • Behandlung der Symptome

  • Intervention bei körperlichen und geistigen Problemen

Die Mikrozephalie ist ein lebenslanger Zustand und es gibt keine Heilung oder Standardbehandlung.

Die durch den Hirnschaden hervorgerufenen Symptome werden behandelt. Manche Erkrankungen, die zu einer Mikrozephalie führen, sind behandelbar.

Regelmäßige Untersuchungen und Nachsorge durch ein Ärzteteam sind sehr wichtig. Entwicklungsdienstleistungen, die als frühe Interventionen bekannt sind, helfen Säuglingen mit Mikrozephalie oft ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu maximieren.

Weitere Informationen

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