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Versorgungseinrichtungen für ältere Menschen

Von

Debra Bakerjian

, PhD, APRN, Betty Irene Moore School of Nursing, UC Davis

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2020| Inhalt zuletzt geändert Jul 2020
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Quellen zum Thema

Medizinische Fachkräfte und Ärzte können älteren Menschen die Versorgung in einer Reihe von Einrichtungen bereitstellen.

Praxis der medizinischen Fachkraft

Die meisten älteren Menschen werden in der Praxis ihres Hausarztes medizinisch versorgt. Die Praxis kann sich in einem Ärztehaus, einer Klinik, einem Krankenhaus oder an einem anderen Ort befinden. Diagnoseverfahren, wie z. B. Blutuntersuchungen oder Röntgenaufnahmen, erfolgen häufig in einer Arztpraxis. Manche Arztpraxen bieten Behandlungen, wie z. B. Physiotherapie, an.

Krankenhäuser

Die umfassendste medizinische Versorgung wird in Krankenhäusern bereitgestellt. Vor allem bei älteren Menschen besteht bei einem Krankenhausaufenthalt ein höheres Risiko für das Auftreten von Problemen wie Infektionen, Druckgeschwüren, Verwirrung und Inkontinenz. Aufgrund dieser Risiken sollten ältere Menschen nur in ein Krankenhaus eingewiesen werden, wenn sie sehr krank sind. Ältere Menschen können über die Notaufnahme oder per Überweisung durch einen Arzt im Krankenhaus aufgenommen werden.

Ein Arzt (dabei kann es sich um den Hausarzt des Patienten, einen Facharzt oder einen im Krankenhaus angestellten Arzt handeln) ist für die Versorgung des Patienten im Krankenhaus zuständig. Manchmal sind noch mehrere andere Ärzte mit eingebunden. Das Krankenpflegepersonal, das rund um die Uhr verfügbar ist, stellt einen Großteil der Versorgung bereit. Das Krankenpflegepersonal ist immer verfügbar, während Ärzte zu unregelmäßigen Zeiten zugegen sind.

Viele weitere Personen können in einem Krankenhaus bei der Bereitstellung der Versorgung helfen. Hierzu gehören

Die Dauer des Aufenthalts im Krankenhaus hängt teilweise davon ab, wie krank die Patienten sind, was die Diagnose ist und, sofern erforderlich, welche Vorkehrungen für eine kontinuierliche Versorgung nach der Entlassung getroffen werden können. Die beteiligten medizinischen Fachkräfte und Ärzte legen fest, ob und welche Art der kontinuierlichen Versorgung benötigt wird. Diese Versorgung kann in einer Reha-Klinik, in einer Langzeitpflegeeinrichtung oder zu Hause durch eine ambulante Krankenpflegekraft erfolgen.

Die Überwachung ist die Versorgung von Patienten im Krankenhaus, die nicht gesund genug sind, um nach Hause zu gehen, aber auch nicht krank genug, um die Anforderungen für eine tatsächliche Krankenhausaufnahme zu erfüllen. Mit Hilfe der Überwachung können die Ärzte Untersuchungen durchführen und Patienten ein oder zwei Tage lang behandeln, bevor sie entscheiden, ob ein Patient in ein Krankenhaus eingewiesen werden muss. Diese Patienten werden kurzzeitig in der Notaufnahme eines Krankenhauses, einer speziellen Abteilung zur Überwachung oder einem gewöhnlichen Krankenhauszimmer beobachtet, auch wenn sie genau genommen nicht in das Krankenhaus eingewiesen wurden. Der Unterschied zwischen einer Einweisung und einer Überwachung ist maßgeblich, da Medicare die Überwachung als ambulanten Dienst einstuft. Zudem deckt Medicare keine Kosten für Rehabilitationsdienste, wenn diese nach einer Überwachung erfolgten.

Chirurgische Zentren

Chirurgische Zentren sind Orte, an denen chirurgische Eingriffe oder andere Maßnahmen am selben Tag durchgeführt werden können. Solche Maßnahmen umfassen Eingriffe, die normalerweise eine Anästhesie erfordern, die zu kompliziert sind, als dass sie in einer Arztpraxis durchgeführt werden können, die jedoch keinen Aufenthalt in einem Krankenhaus über Nacht erfordern. Häufige Beispiele sind Endoskopie, Koloskopie und die Entfernung von Katarakten. Chirurgische Zentren können sich in einem Krankenhaus befinden oder eine separate, frei stehende Einrichtung sein.

In vielen Gemeinden ohne Krankenhaus gibt es chirurgische Zentren. So können Menschen Maßnahmen in ihrer eigenen Gemeinde durchführen lassen, ohne zu einem weiter entfernten Krankenhaus fahren zu müssen.

Reha-Kliniken

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus müssen Patienten mit einer schweren Behinderung ihre Erholung eventuell in einer Reha-Klinik fortsetzen. Eine solche Einrichtung kann sich in einem Krankenhaus oder in einem Pflegeheim befinden. Diese Einrichtungen bieten qualifizierte Krankenpflege und Physio-, Ergo- und Sprachtherapie. In der Regel müssen die Patienten für mindestens drei Tage zur Behandlung im Krankenhaus aufgenommen werden, um einen Anspruch auf eine Deckung der Kosten der Reha-Klinik durch Medicare zu haben. In einigen Fällen, so auch bei einigen Medicare-Advantage-Versicherungen, ist ein Erlass der Drei-Tage-Regelung für Krankenhausaufenthalte möglich.

Wird ein Patient in eine Reha-Klinik eingewiesen, versucht ein interdisziplinäres Team, die Dauer seines Aufenthalts abzuschätzen. Bei älteren Menschen kann der Aufenthalt zwischen einigen Tagen bis einigen Monaten dauern. Ziele zur Überwachung des Fortschritts werden gesetzt und dieser wird täglich beurteilt. Auf diese Weise können die Art und der Umfang der Therapie bei Bedarf angepasst werden.

Manche ältere Menschen können unter Umständen zu Hause bleiben und als ambulante Patienten eine Rehabilitationstherapie in einer Reha-Klinik erhalten.

Häusliche medizinische Versorgung

Gebrechliche Patienten oder Patienten, die vor Kurzem aus einem Krankenhaus oder einer Reha-Klinik entlassen wurden, benötigen häufig eine Betreuung in ihrem Zuhause. Diese Betreuung wird oft von Familienmitgliedern und/oder Freunden übernommen. Ist solch eine Betreuung nicht möglich bzw. benötigen ältere Menschen mehr Hilfe, als von Angehörigen und Freunden geleistet werden kann, so haben sie unter Umständen Anspruch auf eine häusliche Krankenpflege von Heimpflegeeinrichtungen. Diese Einrichtungen schicken je nach den Bedürfnissen des Patienten und gemäß dessen Krankenversicherung „Registered Nurses“, Therapeuten, ambulante Pflegehelfer und/oder Sozialarbeiter zur Betreuung des Patienten.

Derzeit steigt die Anzahl der medizinischen Fachkräfte, die Patienten in ihrem Zuhause betreuen. Ein Hausbesuch kann sehr hilfreich sein, da dies für ältere Menschen angenehmer ist und medizinischen Fachkräften und Ärzten ermöglicht, zu beurteilen, wie die Person in ihrem alltäglichen Lebensumfeld zurechtkommt.

Die Versorgung am Lebensende (Hospizpflege) kann ebenfalls im Zuhause der Person bereitgestellt werden.

Soziale Dienste

In den USA ist das Seniorenzentrum eine Quelle für unterstützende Dienste und medizinische Versorgung in der Gemeinde. Diese Zentren stellen soziale, Freizeit- und Bildungsaktivitäten zur Verfügung und manche Seniorenzentren bieten Mahlzeiten an – ein wichtiger Dienst für Menschen, die ihre Mahlzeiten nicht selbst zubereiten können.

Tageskliniken stellen eine weitere Form von gemeindenahen Diensten dar. Tageskliniken erheben Gebühren für ihre Leistungen. Sie können jedoch einspringen, wenn die Pflegekräfte während des Tages eine Pause benötigen, was diesen ermöglicht, ihren Arbeitsplatz zu behalten. Manche Tageskliniken bieten auch einige Dienstleistungen zur medizinischen Versorgung an. In diesen Zentren sind unter Umständen eine Pflegekraft und/oder Pflegehelfer verfügbar. Die Krankenpflegekraft kann den Blutdruck messen, sicherstellen, dass die Person ihre Arzneimittel wie verordnet einnimmt, und Gesundheitsinformationen bereitstellen. Pflegehelfer können dabei behilflich sein, sicherzustellen, dass älteren Menschen bei Toilettengängen geholfen wird und sie während des Tages mit der benötigten Nahrung versorgt werden. Bestehen medizinische Probleme, kann die Pflegekraft den Allgemeinarzt des Patienten oder Familienmitglieder kontaktieren. Einige Tagesstätten bieten Tagespflege für Personen mit leichter bis mittelschwerer Demenz und manche bieten zudem Physio- und Ergotherapie an.

Andere in der Gemeinde verfügbare Dienste umfassen Mahlzeitendienste (wie z. B. Essen auf Rädern), Transportdienste, Hilfe bei täglichen Aktivitäten, Selbsthilfegruppen und Entlastungspflege. Manche religiöse Gemeinden bieten viele dieser Dienste an. Diese Dienste sind in der Regel nicht teuer und manche sind sogar kostenfrei.

Die Patienten können Informationen über soziale Dienste, einschließlich Seniorenzentren, im Rahmen des Entlassungsplans vom Krankenhaus oder der Abteilung für Fallmanagement, bei Agenturen für ambulante häusliche medizinische Versorgung, lokalen Gesundheitsämtern und religiösen Gemeinschaften erhalten. Eine Auswahl an Seniorenzentren finden Sie auch im örtlichen Telefonbuch oder im Internet.

Wussten Sie ...

  • In manchen Seniorentagesstätten ist eine Pflegekraft vor Ort, die bestimmte Gesundheitsdienste bereitstellt, z. B. Blutdruckmessungen.

Akutnachsorge und Langzeitpflege

Akutnachsorge ist die unmittelbar nach der Entlassung aus dem Krankenhaus bereitgestellte Pflege für Personen, die noch nicht zu Hause versorgt werden können, aber auch keine Langzeitpflege benötigen. Einrichtungen zur Akutnachsorge erbringen verschiedene Gesundheitsleistungen wie Krankenpflege sowie Physio- und Ergotherapie zur Rehabilitation, damit Betroffene ihre Kraft und Funktionsfähigkeit wiedererlangen. Meistens können sie nachher wieder nach Hause gehen. Wer jedoch nicht alle Funktionen wiedererlangt, benötigt möglicherweise Langzeitpflege.

Die Aussicht, auf Langzeitpflege angewiesen zu sein, beunruhigt viele ältere Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, auf Langzeitpflege angewiesen zu sein, steigt im Alter stark an, da bei älteren Menschen ein höheres Risiko für chronische Erkrankungen und Probleme hinsichtlich der Funktionsfähigkeit besteht. Wie lange die Pflege benötigt wird, kann von Wochen über Jahre bis zeitlich unbegrenzt reichen.

Der Fokus der Langzeitpflege liegt darauf, den Menschen dabei zu helfen, ihre Funktionsfähigkeit zu erhalten. Sie hilft ihnen dabei, die für die Eigenversorgung notwendigen Aktivitäten auszuführen und so unabhängig wie möglich zu leben. Diese Aktivitäten schließen grundlegende tägliche Aktivitäten ein (wie z. B. Essen, Anziehen, Baden, Körperpflege und Gehen) sowie andere Aktivitäten (wie z. B. Einkaufen, Verwaltung der Finanzen, Wäsche waschen und Haushaltsreinigung). Die Langzeitpflege umfasst Hilfe bei der medizinischen Versorgung wie der Messung von Vitalzeichen, der Überwachung des Gewichts und der Verabreichung von Medikamenten. Die meisten Langzeitpflegeeinrichtungen bieten auch soziale und Freizeitaktivitäten.

Tabelle
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Unterschiedliche Arten der Langzeitpflege

Art

Dienste

Übliche Wohnsituation

Finanzierung

Mahlzeiten (in einem gemeinsamen Speisesaal oder im eigenen Zimmer der Person)

Soziale und Freizeitaktivitäten

Hilfe bei täglichen Aktivitäten

In einigen Einrichtungen Überwachungsgeräte für Notfälle (wie z. B. Gegensprechanlagen und persönliche Notfallsysteme), Dienste durch Krankenpflegekräfte und Physiotherapeuten sowie Aufsicht rund um die Uhr, sofern erforderlich

Apartments oder gelegentlich nur ein Schlafzimmer mit eigenem Badezimmer

Größtenteils aus privaten Mitteln oder durch eine Langzeitpflege-Versicherung

In einigen US-Bundesstaaten Unterstützung durch Medicaid

Mahlzeiten (in einem gemeinsamen Speisesaal oder im eigenen Zimmer der Person)

Transport zu Arztterminen oder zu Läden

Soziale Aktivitäten

Hilfe bei der Körperpflege und manchmal Hilfe bei der Einnahme von Arzneimitteln (z. B. Erinnerung an die Einnahme)

Zimmer auf einem Gemeinschaftsflur

Größtenteils aus privaten Mitteln

Mahlzeiten (normalerweise in einem Speisesaal, außer für Bewohner, die mehr Pflege benötigen und ihre Mahlzeiten auf ihrem Zimmer einnehmen)

Transport

Soziale und Freizeitaktivitäten

So viel Hilfe bei täglichen Aktivitäten und medizinischer Versorgung wie nötig

Unterschiedliche Wohnsituationen je nach persönlichen Bedürfnissen

Größtenteils aus privaten Mitteln

Unterstützung durch Medicare und Medicaid für qualifizierte Krankenpflege, sofern erforderlich

Mahlzeiten

Hilfe bei täglichen Aktivitäten

Qualifizierte Krankenpflege rund um die Uhr

Rehabilitation (Physio-, Ergo-, Atem- und Sprachtherapie)

Hospizpflege

Beaufsichtigung durch einen Arzt

Zimmer auf einem Gemeinschaftsflur

Aus privaten Mitteln

Medicaid

Medicare für qualifizierte Pflege über einen kurzen Zeitraum in zertifizierten Pflegeheimen, wenn nach einem Krankenhausaufenthalt von mindestens drei Tagen tägliche Pflege benötigt wird (eine Befreiung von der Drei-Tage-Regelung für Krankenhausaufenthalte ist in einigen Fällen möglich, so auch bei einigen Medicare-Advantage-Versicherungen)

Viele Menschen machen ihre ersten Erfahrungen mit Akutnachsorge und Langzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt. Während einer Krankheit oder nach einer Verletzung verlieren die meisten älteren Menschen manche oder alle ihre Fähigkeiten, für sich selbst zu sorgen. Das heißt, obwohl es ihnen gut genug geht, um aus dem Krankenhaus entlassen zu werden, müssen sie zur Rehabilitation und Erholung eventuell in eine Akutnachsorge- und Langzeitpflegeeinrichtung gehen. Dieser Wechsel kann sowohl für den Körper als auch die Psyche belastend sein. Die Menschen müssen sich an viele neue Gesichter und an neue Routinen beim Schlafen, Baden, Anziehen, Essen und andere tägliche Aktivitäten gewöhnen. Der Wechsel erfolgt schnell, ohne viel Zeit, um sich darauf einzustellen.

Die meisten Menschen assoziieren Langzeitpflege mit einem Wohnungswechsel:

Ältere Menschen sind häufig besonders über den Wohnungswechsel in eine Einrichtung besorgt. Menschen leben aus verschiedenen sozialen und ökonomischen Gründen in einer Einrichtung. Der häufigste Grund sind körperliche Probleme und/oder Probleme mit der geistigen Funktion (Kognition) sowie ein Mangel an ausreichender sozialer Unterstützung.

Welche Art der Unterbringung möglich ist, hängt teilweise auch von den (medizinischen, funktionalen, sozialen und emotionalen) Bedürfnissen der jeweiligen Person und den finanziellen und sozialen Ressourcen (wie z. B. Langzeitpflege-Versicherung, Verfügbarkeit von State-Waiver-Programmen und Bereitschaft und Möglichkeiten der Familie, Unterstützung zu bieten) ab. Manche Personen können eventuell mit der Hilfe des Ehepartners zu Hause leben. Andere Personen mit ähnlichen Problemen, aber ohne familiäre Unterstützung, müssen eventuell in ein Pflegeheim gehen. Wenn Menschen sich mehr über die unterschiedlichen Arten der Langzeitpflege informieren, kann dies ihnen helfen, den richtigen Zeitpunkt und Ort für diese auszuwählen. Die verschiedenen Langzeit-Pflegeeinrichtungen bieten verschiedene Dienste und Niveaus der Gesundheitsversorgung.

Nachdem die Art der benötigten Unterbringung festgelegt wurde, muss eine geeignete Einrichtung sorgfältig ausgewählt werden. Die verschiedenen Einrichtungen unterscheiden sich erheblich in Bezug auf Umfeld, Dienste (einschließlich medizinischer Versorgung), Aktivitäten, Wohnsituation und Regeln. Manchmal besteht der Unterschied einfach nur darin, was sich Menschen finanziell leisten können, jedoch schwankt die Qualität selbst innerhalb einzelner Preiskategorien.

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Verzögerung des erforderlichen Wechsels in eine Langzeitpflegeeinrichtung

Die Vorstellung, in eine Langzeitpflegeeinrichtung und insbesondere in ein Pflegeheim zu gehen, ist für die meisten Menschen wenig reizvoll. Die folgenden Probleme sind häufige Gründe für einen Wechsel in eine Langzeitpflegeeinrichtung. Manchmal können Probleme jedoch auch gelöst werden und der nötige Wechsel in eine Langzeitpflegeeinrichtung kann verzögert oder vermieden werden.

Harninkontinenz: Menschen mit Harninkontinenz lassen sich zu Hause eventuell nur schlecht pflegen. Harninkontinenz kann jedoch auch durch eine Erkrankung verursacht werden, die behandelt werden kann. Die Behandlung dieser Erkrankung kann die Inkontinenz möglicherweise heilen. Menschen mit Harninkontinenz, ihre Familienangehörigen oder ihre Betreuungspersonen sollten mit einem Arzt sprechen, um herauszufinden, ob eine Behandlung möglich ist.

Probleme bei der Ausführung täglicher Aktivitäten: Bestimmte Geräte können die Funktionsfähigkeit von Menschen verbessern. Ein Physio- oder Ergotherapeut oder eine ambulante Pflegekraft kann Menschen in ihrem Zuhause beobachten und ihnen manchmal helfen, angemessene Geräte auszuwählen, die es ihnen ermöglichen, die täglichen Aktivitäten daheim weiterhin sicher auszuführen.

Demenz: Die Pflege von Menschen mit Demenz ist schwierig und frustrierend. Familienangehörige können jedoch Wege lernen, wie sie mit dem Verhalten der Person besser umgehen. Bei Personen, die zum Beispiel draußen umherirren, können Familienangehörige ein ID-Armband anlegen oder ein Überwachungsgerät kaufen oder leihen. Mehr darüber zu erfahren, wie man für einen Demenzkranken sorgt, kann den notwendigen Wechsel in eine Langzeitpflegeeinrichtung verzögern.

Betreuungsperson-Burnout: Hoch motivierte Familienangehörige können aufwendige und ausführliche Pflege bereitstellen. Die Bereitstellung dieser Pflege kann diese Personen jedoch körperlich und emotional auslaugen. Gespräche mit medizinischen Fachkräften und Ärzten können helfen. Diese können Informationen über Selbsthilfegruppen zum Thema Pflege bereitstellen sowie über Personengruppen, die vorübergehende Pflege (Entlastungspflege) bereitstellen.

Finanzielle Probleme: Die Patienten können eine Langzeitpflege-Versicherung abschließen, die die Kosten der Heimpflege abdeckt. Die Versorgung umfasst in der Regel die Hilfestellung bei der Körperpflege des Patienten, z. B. beim Baden, Kämmen und Essen. Eine solche Versicherung kann es Personen ermöglichen, den Wohnungswechsel in eine Langzeit-Pflegeeinrichtung hinauszuzögern.

Hospizpflege

Für Menschen, die an einer progressiven, unheilbaren Erkrankung leiden, bietet die Hospizpflege die Behandlungen und Dienste, die erforderlich sind, um die Symptome zu kontrollieren, Schmerzen zu lindern und den Menschen und ihren Familienangehörigen dabei zu helfen, sich auf den Tod vorzubereiten. Hospizpflege kann in den folgenden Situationen bereitgestellt werden:

  • Im Zuhause der betroffenen Person

  • Pflegeheim

  • Hospizeinrichtung

Die Hospizpflege umfasst in der Regel einen Allgemeinarzt, eine Pflegekraft, einen Sozialarbeiter und weitere Personen, die in der Versorgung von sterbenden Menschen ausgebildet sind. Beispielsweise können auch Apotheker, Berater, Physiotherapeuten, Ethiker und Freiwillige eingebunden sein. Diese medizinischen Fachkräfte und Ärzte sind erforderlich, um sicherzustellen, dass alle physischen und psychologischen Bedürfnisse der jeweiligen Person sowie die Bedürfnisse der Familienmitglieder und Betreuungspersonen bestmöglich erfüllt werden. Die meisten Menschen, die Hospizpflege erhalten, müssen vor ihrem Tod nicht in ein Krankenhaus gehen. Auf diese Weise können sie in einer angenehmeren, vertrauten Umgebung sterben, während häufig die Angehörigen zugegen sind. Bei der Hospizpflege wird den Angehörigen auch dabei geholfen, die körperlichen Anzeichen zu erkennen, die den Tod ankündigen. Sie werden darauf vorbereitet, was bei Eintritt des Todes zu tun ist und es wird Hilfestellung zur Überwindung des Verlusts geleistet.

Weitere Informationen

Im Folgenden handelt es sich um einige englischsprachige Hilfsmittel, die nützlich sein könnten. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quellen verantwortlich ist.

  • Essen auf Rädern: Informationen über den Zugang zu nahrhaften Mahlzeiten und die Überwachung von Personen, deren eingeschränkte Mobilität es schwer macht, Lebensmittel zu kaufen, Mahlzeiten zuzubereiten oder soziale Kontakte aufrechtzuerhalten

  • Eldercare-Suche: Datenbank der US-amerikanischen Administration on Aging mit Dienstleistungen für ältere Menschen und ihre Betreuungspersonen

  • Hospice Foundation of America, Inc.: Informationen für Laien und medizinische Fachkräfte über Tod, Sterben und Trauer

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
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