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Störungen der Monozyten

Von

Mary Territo

, MD, David Geffen School of Medicine at UCLA

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2020| Inhalt zuletzt geändert Jan 2020
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Die Monozyten sind weiße Blutkörperchen, die bestimmte Infektionen bekämpfen und die andere weiße Blutkörperchen unterstützen, totes oder geschädigtes Gewebe zu beseitigen. Sie zerstören Krebszellen und regeln die Abwehr gegen fremde Stoffe.

Monozyten werden im Knochenmark gebildet und gelangen dann ins Blut, wo sie zwischen 1 und 10 Prozent der zirkulierenden weißen Blutkörperchen (200 bis 600 Monozyten pro Mikroliter Blut [0,2 bis 0,6 × 109 pro Liter]) ausmachen. Nach einigen Stunden im Blut dringen die Monozyten in Gewebe (wie Milz, Leber, Lunge und Knochenmarkgewebe) ein, wo sie zu Makrophagen heranreifen.

Diese sind die Hauptfresszellen des Immunsystems. Bestimmte genetisch bedingte Abweichungen beeinflussen die Funktionsfähigkeit der Monozyten und Makrophagen und verursachen fettreiche (Lipid-)Ablagerungen in den Zellen, wodurch die Fettspeicherkrankheiten entstehen (wie Gaucher-Krankheit und Niemann-Pick-Krankheit).

Geringe oder hohe Monozyt-Werte verursachen für gewöhnlich keine Symptome. Es können jedoch Symptome der Störung auftreten, die zur veränderten Zahl der Monozyten geführt hat.

Die Diagnose erfolgt mittels Blutuntersuchung (großes Blutbild), wenn eine Person Anzeichen oder Symptome einer Infektion oder Autoimmunerkrankung aufweist. Manchmal wird die Krankheit zufällig erkannt, wenn ein großes Blutbild während einer körperlichen Routineuntersuchung oder der Beurteilung einer anderen Störung erstellt wird.

Die Behandlung der Monozyt-Störungen hängt von deren Ursache ab.

Erhöhte Anzahl von Monozyten

Eine erhöhte Anzahl von Monozyten im Blut (Monozytose) kann eine Reaktion auf chronische Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Bluterkrankungen und gewisse Krebsarten sein. Eine erhöhte Anzahl von Makrophagen in anderen Bereichen des Körpers als dem Blut (z. B. Lunge, Haut und andere Organe) kann als Reaktion auf Infektionen, Sarkoidose und Langerhanszell-Histiozytose auftreten.

Geringe Anzahl von Monozyten

Eine geringe Anzahl von Monozyten im Blut (Monozytopenie) kann durch alles verursacht werden, was die Gesamtzahl der weißen Blutkörperchen sinken lässt (siehe auch Neutropenie und Lymphozytopenie), wie Infektionen im Blut, Chemotherapien oder eine Knochenmarkerkrankung.

MonoMAC-Syndrom

Eine seltene genetische Störung, die das Knochenmark betrifft, verursacht eine sehr geringe Anzahl von Monozyten und verringert zudem die Anzahl bestimmter Arten von Lymphozyten. Die Erkrankung erhöht das Risiko von Infektionen mit bestimmten Organismen, einschließlich einer Gruppe von Bakterien, die als Mycobacterium avium complex (MAC) bezeichnet werden und mit Tuberkulose, dem humanen Papillomavirus (HPV) und bestimmten Pilzen zusammenhängen. Zudem besteht das Risiko, an manchen Leukämie-Arten zu erkranken.

Die Symptome hängen vom spezifischen Mikroorganismus ab, der die Infektion verursacht. Oftmals betreffen sie jedoch die Lunge oder die Haut.

Die Diagnose erfolgt mittels Blutuntersuchung, die das Fehlen der Monozyten nachweist, sowie durch Gentests.

Zur Behandlung der Infektionen werden Antibiotika verabreicht und die Krankheit kann durch eine Stammzelltransplantation geheilt werden. Nicht geimpfte Menschen sollten eine HPV-Impfung erhalten.

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