Msd Manual

Please confirm that you are a health care professional

honeypot link

Cluster-Kopfschmerz

Von

Stephen D. Silberstein

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
Zur Patientenaufklärung hier klicken.
Quellen zum Thema

Cluster-Kopfschmerzen verursachen quälende einseitige periorbitale oder temporale Schmerzen mit ipsilateralen autonomen Symptomen (Ptosis, Tränenfluss, Rhinorrhö, verstopfte Nase). Die Diagnose wird klinisch gestellt. Akute Behandlung mit parenteralen Triptanen, Dihydroergotamin oder Sauerstoff. Vorbeugend wird Verapamil, Lithium, Topiramat, Divalproex oder eine Kombination davon eingesetzt.

Cluster-Kopfschmerzen betreffen vorwiegend Männer, der typische Manifestationszeitpunkt liegt zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr, die Prävalenz in den USA liegt bei 0,4%. Meist tritt der Cluster-Kopfschmerz episodisch auf; 1–3 Monate lang erleben die Patienten 1 Attacke pro Tag, gefolgt von einer Remission über Monate bis Jahre. Einige Patienten leiden an nichtremittierendem Cluster-Kopfschmerz.

Die Pathophysiologie ist unbekannt, aber die Periodizität lässt eine hypothalamische Funktionsstörung vermuten.

Die Alkoholaufnahme triggert den Cluster-Kopfschmerz im Zeitraum der Attacken, nicht jedoch während der Remission.

Symptome und Beschwerden

Die Symptomevon Clusterkopfschmerz sind unverwechselbar. Die Attacken ereignen sich oft täglich zur gleichen Zeit, häufig wecken sie die Patienten aus dem Schlaf auf. Wenn Attacken auftreten, ist der Schmerz immer einseitig und tritt auf der gleichen Seite des Kopfes in einer orbitotemporalen Verteilung auf. Er ist extrem quälend, erreicht sein Maximum innerhalb von Minuten und verschwindet meist spontan innerhalb von 30–60 min. Patienten mit Cluster-Kopfschmerzen sind aufgeregt und gehen ruhelos auf und ab, im Gegensatz zu Migränepatienten, die vorzugsweise ruhig in einem abgedunkelten Raum liegen. Die Unruhe ist so stark, dass sie zu bizarrem Verhalten führt (z. B. den Kopf an die Wand hämmern).

Die autonomen Merkmale sind deutlich und auf derselben Seite wie der Kopfschmerz; sie beinhalten eine verstopfte Nase, Rhinorrhö, Tränenfluss, Gesichtsrötung und ein Horner-Syndrom.

Diagnose

  • Klinische Beurteilung

Die Diagnose von Clusterkopfschmerzen basiert auf dem typischen Symptommuster und dem Ausschluss intrakranieller Anomalien.

Andere einseitige primäre Kopfschmerzsyndrome mit autonomen Symptomen, die manchmal zusammen mit Cluster-Kopfschmerz als Trigeminus autonome cephalgias gruppiert sind, sollten ausgeschlossen werden:

Chronische paroxysmale Hemikranie und Hemicrania continua sprechen, anders als SUNCT-Syndrom und Cluster-Kopfschmerz (sowie Migräne Migräne Migräne ist eine chronische episodische primäre Kopfschmerzerkrankung. Die Symptome dauern typischerweise 4–72 h an und können heftig sein. Der Schmerz ist oft einseitig, pulsierend... Erfahren Sie mehr ), eindrucksvoll auf Indometacin an, jedoch nicht auf andere nichtsteroidale Antiphlogistika.

Behandlung

  • Zur Kupierung von Schmerzattacken: parenterale Triptane, Dihydroergotamin oder 100% Sauerstoff

  • Zur Langzeitprophylaxe: Verapamil, Lithium, Topiramat, Divalproex oder eine Kombination davon

Akute Attacken von Cluster-Kopfschmerz können entweder durch ein parenterales Triptan oder Dihydroergotamin ( siehe Tabelle: Medikamente für Cluster-Kopfschmerz* Medikamente für Cluster-Kopfschmerz* Medikamente für Cluster-Kopfschmerz* ) und/oder 100% Sauerstoff, der über eine Gesichtsmaske (keine Beatmungsmaske) gegeben wird, kupiert werden. Akute Anfälle können auch mit einer nichtinvasiven Vagusnervstimulation behandelt werden (1 Behandlungshinweise Cluster-Kopfschmerzen verursachen quälende einseitige periorbitale oder temporale Schmerzen mit ipsilateralen autonomen Symptomen (Ptosis, Tränenfluss, Rhinorrhö, verstopfte Nase)... Erfahren Sie mehr ).

Alle Patienten benötigen prophylaktische Medikamente, weil der Cluster-Kopfschmerz häufig auftritt, schwer und sehr behindernd ist. Prednison (z. B. 60 mg p.o. einmal täglich) oder eine Blockade des N. occipitalis major (mit einem Lokalanästhetikum und einem Kortikosteroid) können unmittelbar eine vorläufige Prävention herstellen, während vorbeugende Medikamente mit langsamerem Wirkungseintritt (z. B. Verapamil, Lithium, Topiramat, Divalproex) angesetzt werden.

Tabelle
icon

Behandlungshinweise

  • 1. Silberstein SD, Mechtler LL, Kudrow DB, et al: Non-invasive vagus nerve stimulation for the acute treatment of cluster headache: Findings from the randomized, double-blind, sham-controlled ACT1 study. Headache 56 (8):1317–1332, 2016. doi: 10.1111/head.12896.

Wichtige Punkte

  • Cluster-Kopfschmerz verursacht typischerweise quälende einseitige periorbitale oder temporale Schmerzen mit ipsilateraler Ptosis, Tränenfluss, Rhinorrhö und/oder verstopfter Nase bei Männern im Alter von 20–40 Jahren.

  • Normalerweise erleiden die Patienten 1–3 Monate lang ≥ 1 Schmerzattacke pro Tag, gefolgt von einer Remission über Monate bis Jahre.

  • Die Diagnose Cluster-Kopfschmmerz wird anhand von klinischen Befunden gestellt.

  • Geben Sie zum Kupieren der Schmerzattacken ein parenterales Triptan oder Dihydroergotamin (siehe Tabelle: Medikamente für Cluster-Kopfschmerz* Medikamente für Cluster-Kopfschmerz* Medikamente für Cluster-Kopfschmerz* ) und/oder eine Inhalation von 100% Sauerstoff über eine Gesichtsmaske (keine Beatmungsmaske).

  • Setzen Sie zur Vorbeugung von Schmerzattacken Prednison ein oder eine Blockade des N. occipitalis major zur vorübergehenden Entlastung bzw. Verapamil, Lithium, Topiramat und/oder Divalproex zur langfristigen Linderung.

Zur Patientenaufklärung hier klicken.
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
Erfahren Sie

Auch von Interesse

NACH OBEN