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Eitrige Labyrinthitis

Von

Lawrence R. Lustig

, MD, Columbia University Medical Center and New York Presbyterian Hospital

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Die eitrige (purulente oder suppurative) Labyrinthitis ist eine bakterielle Innenohrinfektion, die oft zu Taubheit und einem Verlust der Gleichgewichtsfunktion führt.

Eine eitrige Labyrinthitis entwickelt sich gewöhnlich im Verlauf einer akuten Mittelohrentzündung, einer eitrigen Meningitis, Trauma, das eine labyrinthische Fraktur mit nachfolgender Infektion verursacht, oder eines größer werdenden Cholesteatoms, wenn sich die Bakterien bis ins Innenohr ausbreiten.

Symptome und Beschwerden

Die Symptome der eitrigen Innenohrentzündung umfassen

  • Schwerer Schwindel und Nystagmus

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Tinnitus

  • Unterschiedlichen Schweregrade von Hörverlust.

kommt es häufig zu Schmerzen und Fieber.

Diagnose

  • Schläfenbein CT

  • möglicherweise MRT

Symptome wie Schwindel Benommenheit (dizziness) und Schwindel (vertigo) Benommenheit ist ein ungenauer Begriff, den Patienten oft verwenden, um verschiedene verwandte Empfindungen zu beschreiben: Ohnmacht (Gefühl einer bevorstehenden Synkope) Benommenheit Gefühl... Erfahren Sie mehr , Nystagmus Nystagmus Ein Nystagmus ist eine rhythmische Augenbewegung, die verschiedene Ursachen haben kann. Vestibuläre Störungen können aufgrund der Verbindung zwischen dem Vestibularsystem und den Augenmuskeln... Erfahren Sie mehr , ein sensorineuraler Hörverlust Pathophysiologie Weltweit leiden etwa eine halbe Milliarde Menschen (fast 8% der Weltbevölkerung) an Hörverlust (1). Mehr als 10% der Menschen in den USA haben einen gewissen Grad der Schwerhörigkeit, die ihre... Erfahren Sie mehr Pathophysiologie oder eine Kombination im Rahmen einer akuten Otitis media sind verdächtig auf eine eitrige Labyrinthitis. Durch eine CT-Untersuchung des Schläfenbereichs lassen sich knöcherne Erosionen der Ohrkapsel oder andere Komplikationen einer akuten Otitis media (z. B. einschmelzende Mastoiditis) feststellen. Bei Meningitis- oder Hirnabszess-Symptomen (Bewusstseinstrübung, Meningismus oder hohes Fieber) kann eine MRT indiziert sein; in dem Fall wird auch eine Lumbalpunktion durchgeführt, um eine Blutkultur anzulegen.

Therapie

  • i.v. Antibiotika

  • Myringotomie

  • Manchmal Tympanostomie

Die Therapie erfolgt mit meningitiswirksamen Antibiotika Antibiotika Die akute bakterielle Meningitis ist eine rasch fortschreitende bakterielle Infektion von Hirnhäuten und Subarachnoidalraum. Befunde sind typischerweise Kopfschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit... Erfahren Sie mehr (z. B. Ceftriaxon, 1-mal 50–100 mg/kg i.v. bis maximal 2 g/Tag) Ceftazidim ersetzt oft Ceftriaxon bei nosokomialen Infektionen, um P. aeruginosa abzudecken. Die Antibiotika werden später nach den Ergebnissen der Kultur und der Empfindlichkeitsprüfung eingestellt. Zur Ableitung des Eiters aus dem Mittelohr wird eine Myringotomie durchgeführt (manchmal mit Einlage eines Paukenröhrchens). Unter Umständen ist auch eine Mastoidektomie erforderlich.

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