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Pelvine Schmerzen

Von

David H. Barad

, MD, MS, Center for Human Reproduction

Inhalt zuletzt geändert Sep 2018
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Quellen zum Thema

Pleviner Schmerz ist ein Unbehagen im kleinen Becken, der bei Frauen häufig vorkommt. Er wird vom perinealen Schmerz abgegrenzt, der im äußeren Genital und im Bereich der perinealen Hautpartien auftritt.

Ätiologie

Plevine Schmerzen können von den inneren Geschlechtsorganen (Zervix, Uterus, Adnexe) oder anderen Organen ausgehen. Mitunter ist die Ursache unklar.

Gynäkologische Erkrankungen

Manche gynäkologischen Erkrankungen (siehe Tabelle Gynäkologische Ursachen für pelvinen Schmerz Gynäkologische Ursachen für pelvinen Schmerz Pleviner Schmerz ist ein Unbehagen im kleinen Becken, der bei Frauen häufig vorkommt. Er wird vom perinealen Schmerz abgegrenzt, der im äußeren Genital und im Bereich der perinealen Hautpartien... Erfahren Sie mehr ) verursachen zyklusabhängige Schmerzen (d. h. Schmerzen, die immer wieder in derselben Phase des Monatszyklus auftreten). In anderen Fällen tritt der Schmerz unabhängig vom Menstruationszyklus auf. Die Art des Schmerzbeginns (plötzlich oder allmählich) hilft, die beiden Arten zu unterscheiden.

Zu den häufigsten gynäkologischen Ursachen von pelvinen Schmerzen gehören

Myome Myome des Uterus Uterusmyome sind gutartige Tumoren des Uterus, die aus glattem Muskelgewebe entstanden sind. Sie führen oft zu abnormalen Blutungen aus dem Uterus, Schmerzen und Druckgefühl im Unterbauch, Harnwegs-... Erfahren Sie mehr  Myome des Uterus können Unterleibsschmerzen verursachen, wenn sie degenerieren oder wenn sie sich in der Gebärmutter befinden, was zu übermäßigen Blutungen oder Krämpfen führt. Die meisten Gebärmuttermyome verursachen keine Schmerzen.

Tabelle
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Nichtgynäkologische Erkrankungen

Nichtgyynäkologische Erkrankungen, die Beckenschmerzen verursachen können, können sein

Es ist schwierig, die häufigste Ursache zu benennen.

Abklärung

Eine Schwangerschaft sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter unabhängig von der aufgenommenen Anamnese ausgeschlossen werden.

Anamnese

Die Anamnese der aktuellen Erkrankung sollte eine gynäkologische Befragung (Schwangerschaften, Parität, Menstruationsbeschwerden, sexuell übertragbare Krankheiten) und den Beginn, Dauer, Ort und Charakter der Schmerzen umfassen. Qualität, Schärfe, Schwere und Ort des Schmerzes und seine Beziehung zum Menstruationszyklus werden notiert und können auf die wahrscheinlichsten Ursachen hinweisen. Wichtige assoziierte Symptome sind Vaginalblutung Vaginale Blutung Zu den anomalen vaginalen Blutungen gehören Eine zu starke (Menorrhagie oder Hypermenorrhö) oder zu häufige (Polymenorrhö) Regelblutung Blutungen ohne Bezug zur Regelblutung, die unregelmäßig... Erfahren Sie mehr oder Ausfluss Vaginaler Juckreiz und Ausfluss Vaginaler Juckreiz (Pruritus) und/oder Ausfluss sind Folge einer infektiösen oder nichtinfektiösen Entzündung der vaginalen Schleimhaut (Vaginitis), die häufig von einer Entzündung der Vulva... Erfahren Sie mehr und Zeichen einer hämodynamischen Instabilität (z. B. Schwindel, Benommenheit, Synkopen oder Präsynkopen).

Bei der Überprüfung der Organsysteme sollte nach Symptomen gesucht werden, die auf mögliche Ursachen hinweisen, einschließlich der Folgenden:

  • Morgenübelkeit, Brustschwellung oder Empfindlichkeit oder ausbleibende Menstruation: Schwangerschaft

  • Fieber und Schüttelfrost: Infektion

  • Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Veränderung der Stuhlgewohnheiten: GI-Störungen

  • Harnfrequenz, Dringlichkeit oder Dysurie: Harnstörungen

Die Anamnese sollte die Vorgeschichte der Unfruchtbarkeit, der ektopischen Schwangerschaft, der Entzündungskrankheiten des Beckens, der Harnsteine, der Divertikelentzündung und aller GI- oder GU-Krebsarten aufführen. Frühere operative Eingriffe am Abdomen oder im Bereich des Beckens sollten vermerkt werden.

Körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung werden zunächst die Vitalfunktionen auf Anzeichen einer Instabilität überprüft (z. B. Fieber, Hypotonie) und dann das Abdomen und der Beckenbereich untersucht.

Das Abdomen wird auf Druckempfindlichkeit, Raumforderungen und Peritonealzeichen abgetastet. Bei der rektalen Untersuchung wird auf Druckempfindlichkeit, Raumforderungen und okkultes Blut geachtet. Die Schmerzlokalisation sowie die Begleitbefunde können Hinweise auf die Ursache geben (siehe Tabelle Hinweise der Diagnose von pelvinen Schmerzen Hinweise der Diagnose von pelvinen Schmerzen Pleviner Schmerz ist ein Unbehagen im kleinen Becken, der bei Frauen häufig vorkommt. Er wird vom perinealen Schmerz abgegrenzt, der im äußeren Genital und im Bereich der perinealen Hautpartien... Erfahren Sie mehr ).

Die Untersuchung des Beckens umfasst eine Inspektion des äußeren Genitals, eine Spekulumuntersuchung und bimanuelle Tastuntersuchung. Die Zervix wird auf Ausfluss, Gebärmuttersenkung Uterus- und Apikalprolaps Uterusprolaps bedeutet die Senkung des Uterus in Richtung Introitus oder darüber hinaus. Der apikale Prolaps ist die Senkung des Vaginalgewölbes oder der Vaginalmanschette nach Hysterektomie... Erfahren Sie mehr Uterus- und Apikalprolaps und Zervixstenose Zervixstenose Unter Zervixstenose versteht man eine Verengung des inneren Muttermunds. Eine Zervixstenose kann angeboren oder erworben sein. Die häufigsten erworbenen Ursachen der Zervixstenose sind Menopause... Erfahren Sie mehr oder -läsionen untersucht. Die bimanuelle Tastuntersuchung sollte den zervikalen Bewegungsschmerz, Adnextumoren oder Druckempfindlichkeit der Adnexe und Vergrößerung und Empfindlichkeit des Uterus umfassen.

Warnzeichen

Die folgenden Befunde sind von besonderer Bedeutung:

  • Synkope oder hämorrhagischer Schock (z. B. Tachykardie, Hypotonie)

  • Peritonealzeichen (Loslassschmerz, Abwehrspannung, Schonhaltung)

  • Postmenopausale Vaginalblutungen

  • Fieber oder Schüttelfrost

  • Plötzlich einsetzende starke Schmerzen mit Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen oder Unruhe

Interpretation der Befunde

Tests

Alle Patienten mit Beckenschmerzen sollten Folgendes haben

  • Urinanalyse

  • Urin-Schwangerschaftstest

Die Urinanalyse ist ein schneller und einfacher Test, der viele häufige Ursachen für Schmerzen im Beckenbereich (z. B. Zystitis, Harnsteine) ausschließt. Die Urinprobe kann auch für einen Harnschwangerschaftstest verwendet werden. Is eine Patientin schwanger, wird eine ektope Schwangerschaft so lange angenommen, bis sie durch Sonographie oder, bei unklarem sonographischem Befund, durch andere Untersuchungen Tests Unterbauchschmerzen kommen häufig in der frühen Schwangerschaft vor und können schwere oder leichte Erkrankungen begleiten. Einige Störungen, die Unterbauchschmerzen hervorrufen, können auch... Erfahren Sie mehr ausgeschlossen werden kann. Ein Serum-Schwangerschaftstest sollte durchgeführt werden, wenn angenommen wird, dass sich die Patientin in der < 5. Schwangerschaftswoche befindet; ein Urin-Schwangerschaftstest ist möglicherweise nicht empfindlich genug, um eine frühe Schwangerschaftsphase auszuschließen.

Eine weitergehende Abklärung richtet sich nach der klinischen Verdachtsdiagnose. Wenn die Patientin nicht ausreichend untersucht werden kann (z. B. wegen Schmerzen oder mangelnder Kooperationsfähigkeit) oder ein Tumor vermutet wird, ist eine Beckensonographie erforderlich. Bleibt die Ursache von starken oder anhaltenden Schmerzen unklar, ist eine Laparoskopie angebracht.

Die Beckensonographie mit einer vaginalen Sonde kann eine sinnvolle Ergänzung zur Beckenuntersuchung sein; mit ihr lassen sich Raumforderungen besser definieren oder eine Schwangerschaft nach der 5. Schwangerschaftswoche feststellen (d. h. 1 Woche nach einer ausbleibenden Periode). So kann eine ektope Schwangerschaft durch freie pelvine Flüssigkeit und positivem Schwangerschaftstest sowie fehlendem Beweis für eine intrauterine Schwangerschaft bestätigt werden.

Behandlung

Wenn möglich, wird die Grunderkrankung behandelt.

Bei Beckenschmerzen gibt man zuerst orale nichtsteroidale Antiphlogistika bzw. Antirheumatika. Spricht eine Patientin auf ein nichtsteroidales Antiphlogistikum nicht an, ist nicht auszuschließen, dass ein anderes womöglich besser wirkt.

Sollten nichtsteroidale Antiphlogistika nicht ausreichen, kann man andere Analgetika oder Hypnose versuchen.

Muskel- und Knochenschmerzen sprechen oft auf Ruhe, Wärme, Physiotherapie oder – bei Fibromyalgie – Schmerzpunktinjektionen mit 0,5% Bupivacain oder 1% Lidocain an.

Wenn Patienten hartnäckige Schmerzen haben, kann eine Hysterektomie durchgeführt werden, aber sie kann unwirksam sein.

Geriatrische Aspekte

Pelvine Schmerzen bei älteren Frauen können unbestimmt sein. Eine sorgfältige Überprüfung der Organsysteme mit Berücksichtigung der Darm- und Blasenfunktion ist unerlässlich.

Bei älteren Frauen können die häufigsten Ursachen für Unterleibsschmerzen unterschiedlich sein, da einige Störungen, die Unterleibsschmerzen verursachen, häufiger auftreten, wenn Frauen älter werden, insbesondere nach der Menopause. Zu diesen Erkrankungen gehören

Eine Sexualanamnese sollte durchgeführt werden; Ärzte sind sich oft nicht bewusst, dass viele Frauen während ihres gesamten Lebens sexuell aktiv bleiben. Vor der Befragung zur sexuellen Aktivität sollte geklärt werden, ob der Partner einer noch Frau lebt. Bei älteren Frauen können vaginale Reizung, Juckreiz, Beschwerden beim Wasserlassen oder Blutungen als Folge des Geschlechtsverkehrs auftreten. Solche Probleme vergehen oft nach einigen Tagen der Schonung des Beckens.

Akute Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Dyspepsie oder eine plötzliche Änderung der Stuhleigenschaften können Zeichen eines Ovarial- oder Uteruskarzinoms sein und erfordern eine gründliche klinische Untersuchung.

Wichtige Punkte

  • Pelvine Schmerzen kommen häufig vor und können eine gynäkologische oder nichtgynäkologische Ursache haben.

  • Eine Schwangerschaft sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter ausgeschlossen werden.

  • Die Qualität, Schärfe, Ausprägung und Lokalisation des Schmerzes und sein Bezug zum Zyklus geben wichtige Hinweise auf die Ursache.

  • Dysmenorrhö ist eine häufige Ursache von pelvinen Schmerzen, ist aber eine Ausschlussdiagnose.

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