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Sinus-cavernosus-Thrombose

Von

James Garrity

, MD, Mayo Clinic College of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Apr 2019
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Die Sinus-cavernosus-Thrombose ist eine sehr seltene, typischerweise septische Thrombose des Sinus cavernosus, die meistens durch ein Nasenfurunkel oder eine bakterielle Sinusitis verursacht wird. Symptome und klinische Zeichen umfassen Schmerzen, Exophthalmus, Ophthalmoplegie, Sehverlust, Stauungspapille, und Fieber. Die Diagnose lässt sich mit CT oder MRT bestätigen. Die Behandlung erfolgt mit i.v. Antibiotika. Komplikationen sind häufig, und die Prognose ist schlecht.

Ätiologie

Die Sinus cavernosi sind trabekuläre Sinus im Bereich der Schädelbasis, in denen sich das venöse Blut aus den Gesichtsvenen sammelt. Die Sinus-cavernosus-Thrombose ist eine extrem seltene Komplikation von Gesichtsinfektionen, wie vor allem Nasenfurunkel (50%), Sinusitis Sinusitis Bei einer Sinusitis oder Nasennebenhöhlenentzündung kann es sich um eine virale, bakterielle oder Pilzinfektion bzw. um eine allergische Reaktion handeln. Als Symptome können Nasenschleimhautschwellung... Erfahren Sie mehr Sinusitis sphenoidalis oder ethmoidalis (30%), und Zahninfektionen (10%). Der häufigste Erreger ist Staphylococcus aureus (70%), gefolgt von Streptococcus sp.; anaerobe Bakterien sind häufiger, wenn Zahn- oder Nebenhöhleninfektionen zugrundeliegen.

Pathophysiologie

Symptome und Beschwerden

Erste Symptome einer kavernösen Sinusthrombose sind fortschreitend starke Kopfschmerzen oder Gesichtsschmerzen, meist einseitig und lokalisiert im retroorbitalen und frontalen Bereich. Hohes Fieber ist häufig. Ophthalmoplegie (typischerweise des VI. Hirnnervs im Anfangsstadium), Exophthalmus und Augenlidödeme entwickeln sich später und werden häufig bilateral. Die Sensibilität im Gesichtsbereich kann reduziert sein oder fehlen. Bewusstseinseintrübung, Verwirrtheit, Krampfanfälle und fokale neurologische Ausfälle sind Zeichen einer Ausbreitung der Infektion in das zentrale Nervensystem. Patienten mit kavernöser Sinusthrombose können auch Anisokorie oder Mydriasis (3. Schädelnerv-Dysfunktion), Papillenschwellung und Sehverlust aufweisen.

Diagnose

  • MRT oder CT

Kavernöse Sinusthrombose wird oft falsch diagnostiziert, weil sie selten ist. Sie sollte differentialdiagnostisch in Betracht gezogen werden bei Patienten, welche Symptome einer Orbitalphlegmone Periorbital- und Orbitalphlegmone Periorbitalphlegmone (Präseptale Phlegmone) ist eine Infektion der Augenlider und der umgebenden Haut vor dem Septum orbitale. Orbitaphlegmone ist eine Infektion der orbitalen Gewebe hinter... Erfahren Sie mehr Periorbital- und Orbitalphlegmone aufweisen. Typische Kennzeichen, die eine Sinus-cavernosus-Thrombose von einer Orbitalphlegmone unterscheiden, umfassen Hirnnervenfunktionsstörungen, bilaterale Augenbefunde und Bewusstseinsveränderungen.

Die Diagnose basiert auf der neuroradiologischen Bildgebung. Die MRT gibt besser Aufschluss, aber auch ein cCT kann hilfreich sein. Sinnvolle ergänzende Untersuchungen können Blutkulturen und Lumbalpunktionen Postpunktioneller Kopfschmerz und Unterdruckkopfschmerz Unterdruckkopfschmerz kann durch eine Verringerung des Liquorvolumens und des Liquordrucks infolge einer Lumbalpunktion oder eines spontanen oder traumatischen Liquorlecks entstehen. (Siehe... Erfahren Sie mehr umfassen.

Prognose

Die Sterblichkeit beträgt 30% bei allen Patienten mit kavernöser Sinus-Thrombose und 50% bei denen mit zugrundeliegender Sphenoid-Sinusitis. Bei zusätzlichen 30% der Fälle entwickeln sich ernsthafte Folgeerkrankungen (z. B. Ophthalmoplegie, Blindheit, Behinderung verursacht durch Schlaganfall, Hypophyseninsuffizienz), die bleibend sein können.

Behandlung

  • i.v. hochdosierte Antibiotika

  • Manchmal Kortikosteroide

Anfänglich Antibiotika für Patienten mit kavernöser Sinusthrombose sind Nafcillin oder Oxacillin 1 bis 2 g alle 4 bis 6 Stunden in Kombination mit einem Cephalosporin der dritten Generation (z. B. Ceftriaxon 1 g alle 12 Stunden). In Bereichen, in denen Methicillin-resistente S. aureus weit verbreitet ist, sollte Vancomycin 1 g i.v. alle 12 Stunden an die Stelle von Nafcillin oder Oxacillin gesetzt werden. Ein Medikament gegen Anaerobier (z. B. Metronidazol 500 mg alle 8 Stunden) sollte zusätzlich verabreicht werden, wenn eine Sinusitis oder eine Zahninfektion vorliegt.

Im Fall einer Sinusitis sphenoidalis ist eine chirurgische Sinusdrainage erforderlich, insbesondere wenn nicht innerhalb von 24 Stunden ein Ansprechen auf die Antibiotika erfolgt.

Sekundäre Behandlung für kavernöse Sinus-Thrombose kann Kortikosteroide (z. B. Dexamethason 10 mg IV oder oral alle 6 Stunden) für kraniale Nervenfunktionsstörungen; Antikoagulation ist umstritten, weil die meisten Patienten auf Antibiotika ansprechen, und unerwünschte Wirkungen können die Vorteile übersteigen.

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