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Autonome Neuropathien

Von

Phillip Low

, MD, College of Medicine, Mayo Clinic

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2020| Inhalt zuletzt geändert Apr 2020
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Autonome Neuropathien sind Störungen, die die peripheren Nerven betreffen, die automatisch (ohne bewusste Anstrengung) Körperprozesse regulieren (autonome Nerven).

  • Zu den Ursachen gehören Diabetes, Amyloidose, Autoimmunstörungen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Arzneimittel.

  • Die Betroffenen fühlen sich ggf. benommen, wenn sie aufstehen, haben Beschwerden beim Urinieren, Verstopfung und Erbrechen, Männer haben ggf. Erektionsprobleme.

  • Durch eine körperliche Untersuchung und verschiedene Tests können autonome Störungen und mögliche Ursachen erkannt werden.

  • Wenn möglich, wird die Ursache behoben oder behandelt.

Das Nervensystem Übersicht des Nervensystems Das Nervensystem besteht aus zwei eigenständigen Teilen: dem zentralen Nervensystem (das Gehirn und das Rückenmark) und dem peripheren Nervensystem (die Nerven außerhalb des Gehirns und des... Erfahren Sie mehr setzt sich aus zentralen und peripheren Teilen zusammen. Das zentrale Nervensystem umfasst Gehirn und Rückenmark. Das periphere Nervensystem umfasst die Nerven, die das Gewebe des Körpers mit dem Gehirn und dem Rückenmarkt verbinden. Zu den peripheren Nerven gehören:

Autonome Neuropathien sind ein Typ der peripheren Neuropathie Übersicht der Erkrankungen des peripheren Nervensystems Unter peripherem Nervensystem versteht man die Teile des Nervensystems, die außerhalb des zentralen Nervensystems, nämlich außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks, liegen. Zum peripheren Nervensystem... Erfahren Sie mehr , eine Störung, bei der periphere Nerven am ganzen Körper beschädigt sind. Bei autonomen Neuropathien sind die autonomen Nerven viel mehr beschädigt als die somatischen Nerven.

Ursachen für autonome Neuropathien

Häufige Ursachen für autonome Neuropathien sind:

Einige der vom Immunsystem produzierten Antikörper greifen die Oberfläche eines Nervs oder Gewebes an, die die Faser ummantelt und ihr ermöglicht, Impulse schnell und präzise weiterzuleiten. (Dieses Gewebe heißt Myelinscheide Das periphere Nervensystem besteht aus mehr als 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen), die den Körper wie Kabel durchziehen und Verbindungen zum Gehirn, zu anderen Körperteilen und oft auch... Erfahren Sie mehr .)

In seltenen Fällen greifen die vom Immunsystem produzierten Antikörper die Acetylcholin-Rezeptoren an (Teil der Nervenzellen, der sie befähigt, auf Acetylcholin zu reagieren). Acetylcholin ist einer der chemischen Botenstoffe (Neurotransmitter), die bei der Kommunikation innerhalb des vegetativen Nervensystems verwendet werden.

Weitere Ursachen für autonome Neuropathien sind Krebs, Arzneimittel, übermäßiger Alkoholkonsum und Giftstoffe.

Symptome autonomer Neuropathien

Ein häufiges Symptom für autonome Neuropathie ist:

Der Blutdruckabfall führt zu Benommenheit und Ohnmachtsgefühl.

Wenn die somatischen Nerven ebenfalls beschädigt sind, kann der Betroffene die Empfindung verlieren, Kribbeln an Händen und Füßen oder Muskelschwäche spüren.

Diagnose autonomer Neuropathien

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Mitunter Bluttests

Ärzte vermuten eine autonome Störung aufgrund von Symptomen. Durch eine körperliche Untersuchung und bestimmte Tests Diagnose Das vegetative Nervensystem reguliert bestimmte Prozesse im Körper, z. B. Blutdruck und Atemfrequenz. Dieses System arbeitet automatisch (autonom), ohne bewusste Mitwirkung einer Person. Störungen... Erfahren Sie mehr Diagnose können Hinweise auf autonome Störungen und ihre möglichen Ursachen (z. B. Diabetes, Amyloidose) erkannt werden.

In einigen Fällen wird ein Bluttest gemacht, um Antikörper auf Acetylcholin-Rezeptoren nachzuweisen, die auf eine Autoimmunreaktion hindeuten. Einige Patienten mit autonomer Neuropathie, die durch eine Autoimmunreaktion verursacht wurde, haben solche Antikörper.

Behandlung autonomer Neuropathien

  • Behandlung der Ursache, sofern diese feststeht

  • Mitunter Immunsuppressiva

  • Bei starken Symptomen auch Immunglobulin oder Plasmaaustausch

Die Ursache der autonomen Störung wird behandelt, falls sie identifiziert werden kann. Neuropathien infolge einer Autoimmunreaktion werden in einigen Fällen mit Arzneimitteln behandelt, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva) und die Reaktion dämpfen, z. B. Azathioprin, Cyclophosphamid oder Prednison.

Falls die Symptome massiv sind, kann Immunglobulin (eine Lösung aus vielen verschiedenen Antikörpern, die aus dem Blut von Menschen mit einem normalen Immunsystem gewonnen werden) intravenös verabreicht oder ein Plasmaaustausch Thrombozytenapherese (Spende von Blutplättchen) Zusätzlich zur normalen Blutspende und Bluttransfusion kommen manchmal besondere Maßnahmen zum Einsatz. Bei der Thrombozytenapherese spendet der Spender nur Blutplättchen, nicht Vollblut. Dem... Erfahren Sie mehr vorgenommen werden. Beim Plasmaaustausch wird Blut entnommen, aus dem Blut werden die abnormen Antikörper herausgefiltert, und dann wird es wieder der Person zugeführt.

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