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Farbveränderungen und Flecken im Mund

Von

Bernard J. Hennessy

, DDS, Texas A&M University, College of Dentistry

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2018| Inhalt zuletzt geändert Sep 2018
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Farbveränderungen im Mund können folgende Ursachen haben:

  • Körperweite (systemische) Erkrankungen

  • Mundbedingungen

Körperweite Erkrankungen, die zu Farbveränderungen im Mund führen können, sind u. a.:

  • Wenn jemand an Blutarmut (Anämie) leidet, ist die Mundschleimhaut möglicherweise blass, statt rötlich wie im gesunden Zustand.

  • Bei Masern (Viruserkrankung) können sich Flecken an den Wangeninnenseiten bilden. Diese sogenannten Koplik-Flecken erinnern an winzige, grauweiße Sandkörner und sind von einem roten Ring umgeben.

  • Eine Nebennierenkrankheit (Addison-Krankheit) und Krebs (z. B. bösartiges Melanom) können ebenso dunkle Farbveränderungen hervorrufen.

  • Bei Aidskranken kann das Kaposi-Sarkom violette Flecken auf dem Gaumen verursachen.

  • Kleine, rote Flecken auf dem Gaumen können auf eine Bluterkrankung oder eine infektiöse Mononukleose hinweisen.

Mundbedingungen, die eine Veränderung der Farbe verursachen, können eventuell ein Problem widerspiegeln. Weiße Flecken können z. B. überall im Mund auftreten; oft handelt es sich um Nahrungsreste, die sich wegwischen lassen. Weiße Stellen können auch durch Wangenbeißen oder durch Reiben der Wangen oder Zunge auf einem scharfen Teil eines Zahns oder einer Zahnfüllung verursacht werden. Hartnäckigere weiße Verfärbungen können jedoch ein Frühzeichen von Mundkrebs sein und sollten daher stets von einem Arzt oder Zahnarzt überprüft werden. Weiße Flecken können neben Krebs auf viele andere Erkrankungen hinweisen, z. B. eine Hefeinfektion (Candidiasis), weißen Schleimhautnävus (eine Erbkrankheit, die auch weißer Schwammnaevus genannt wird), eine weiße Linie, die gegenüber den Zähnen über die Wangenschleimhaut verläuft (Linea alba) und ein gräulich weißes Schleimhautareal (Leukoödem).

Beispiele für Farbveränderungen im Mund sind u. a.:

  • Der Mund kann aufgrund einer silbernen Amalgamfüllung, aufgrund von Grafitverfärbungen durch Stürze mit einem Stift im Mund oder aufgrund eines Leberflecks dunkelblaue oder schwarze Bereiche aufweisen.

  • Starkes Zigarettenrauchen kann zu dunkelbraunen oder schwärzlichen Verfärbungen führen (normalerweise des Zahnfleischs), der sogenannten Rauchermelanose (Melanosis).

  • Braune Bereiche im Mund können auch angeboren sein. So sind dunkel pigmentierte Bereiche insbesondere bei dunkelhäutigen Menschen und im Mittelmeerraum besonders verbreitet.

  • Nahrungsmittelpigmente, Alterungsprozesse und Rauchen können dazu führen, dass die Zähne dunkler werden oder sich gelb verfärben.

  • Das Antibiotikum Minocyclin verfärbt Knochen, was in Zahnnähe als graue oder braune Verfärbung sichtbar werden kann. Die Zähne von Kindern verfärben sich auffällig und dauerhaft bereits nach kurzer Einnahme von Tetrazyklinen (einer Gruppe von Antibiotika) durch die Mutter während der zweiten Schwangerschaftshälfte oder durch das Kind während der Zahnentwicklung (insbesondere während der Verkalkung der Kronen, die bis zum 9. Lebensjahr andauert).

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