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Primäre bösartige Knochentumoren

Von

Michael J. Joyce

, MD, Cleveland Clinic Lerner School of Medicine at Case Western Reserve University;


Hakan Ilaslan

, MD, Cleveland Clinic Lerner College of Medicine at Case Western Reserve University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
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Quellen zum Thema

Tumoren, die sich im Knochen bilden, heißen primäre Knochentumoren. Primäre Knochentumoren können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein.

Adamantinome

Adamantinome sind seltene Tumoren, die am häufigsten im Schienbein (Tibia) entstehen. Die Tumoren treten in der Regel bei Jugendlichen und Erwachsenen bis zum 30. Lebensjahr auf, können aber in jedem Alter auftreten. Sie verursachen oft Schmerzen, und der Tumor kann unter der Haut mit den Fingern abgetastet werden.

Diese Tumoren wachsen langsam und sind gut differenziert, d. h., sie bilden seltener Metastasen als einige andere Tumoren. In seltenen Fällen treten Metastasen aber dennoch auf (hauptsächlich in der Lunge).

Zur Behandlung wird das Adamantinom chirurgisch entfernt, indem der Tumor sauber herausgeschnitten wird, sodass keine Tumorzellen zurückbleiben. Wenn dabei Zellen verloren gehen, tritt der Krebs möglicherweise erneut auf. In seltenen Fällen kann je nach Lage des Tumors oder abhängig davon, ob der Tumor erneut aufgetreten ist, eine operative Entfernung des betroffenen Beins (Amputation) notwendig sein.

Chondrosarkome

Chondrosarkome bestehen aus krebsartigen Knorpelzellen. Von diesen Tumoren sind vor allem ältere Erwachsene betroffen. Diese Tumoren treten häufig in Knochen wie dem Becken oder Schulterblatt (Scapula) auf, können sich jedoch in allen Teilen von jedem Knochen und auch in den umgebenden Geweben der Knochen entwickeln. Viele Chondrosarkome wachsen langsam, sind nicht aggressiv und streuen (metastasieren) seltener als einige andere Tumoren. Einige wachsen jedoch schnell, sind aggressiv und metastasierend.

Nicht aggressive Chondrosarkome werden häufig mit einem löffelförmigen Instrument aus dem Knochen geschabt (Kürettage). Danach werden die im Knochen eingebetteten Tumorzellen mit Flüssigstickstoff, Phenol, Knochenzement (Methylmethacrylat) oder einer Argonbestrahlung abgetötet. Fast alle nicht aggressiven Chondrosarkome werden mit diesen operativen Behandlungsverfahren geheilt.

Schlecht differenzierte oder schnell wachsende Chondrosarkome sind aggressiv und metastasieren eher als andere Tumoren. Sie müssen vollständig chirurgisch entfernt werden, ohne dabei in den Tumor zu schneiden, da sich hierdurch die Tumorzellen verteilen könnten. Wenn dabei Zellen verloren gehen, tritt der Krebs möglicherweise erneut auf.

Chondrosarkome aller Schweregrade sprechen auf Chemotherapie oder Bestrahlung nicht an. In sehr seltenen Fällen muss der betroffene Arm oder das Bein abgenommen werden (Amputation).

Chordome

Chordome sind seltene bösartige Tumoren, die vorwiegend die Enden der Wirbelsäule befallen, hauptsächlich in der Mitte des Kreuzbeins (Sakrum) oder Steißbeins oder an der Schädelbasis. Ein Chordom an Kreuzbein oder Steißbein verursacht permanente Schmerzen. Ein Chordom an der Schädelbasis kann zu Problemen an den Nerven an der Schädelbasis (den Hirnnerven Überblick über Hirnnerven Zwölf Nervenpaare – die Hirnnerven – verlaufen direkt vom Gehirn zu verschiedenen Bereichen von Kopf, Nacken und Hals. Einige Hirnnerven wirken bei den Sinnen (z. B. Sehen, Hören und Tasten)... Erfahren Sie mehr ) führen. Vor einer Diagnose können bereits über Monate oder Jahre Symptome auftreten. Chordome verbreiten sich (metastasieren) in der Regel nur dann auf andere Bereiche wie die Lunge, wenn sie besonders aggressiv sind, können aber nach einer Behandlung wiederkehren.

Chordome an Kreuzbein oder Steißbein lassen sich durch operative Entfernung heilen. Chordome an der Schädelbasis sind normalerweise nicht operativ behandelbar; mit Bestrahlung Strahlentherapie bei Krebs Strahlen sind eine intensive Energieform, die aus einer radioaktiven Quelle stammen können, wie Kobalt, oder mit speziellen Geräten, wie einem Teilchenbeschleuniger (linear) erzeugt werden.... Erfahren Sie mehr lassen sie sich jedoch zeitweise verkleinern und die Schmerzen reduzieren.

Ewing-Sarkom im Knochen

Das Ewing-Sarkom tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen und ist vor allem bei Menschen im Alter von 10 bis 25 Jahren zu finden. Meistens entwickelt sich der Tumor in Armen oder Beinen, kann aber auch in jedem anderen Knochen vorkommen. Die häufigsten Symptome sind Schmerzen und Schwellungen. Die Tumoren können sehr groß werden und sich über die gesamte Länge eines Knochens erstrecken. Dabei kann er einen großen Teil des Weichgewebes befallen.

Fibrosarkome und undifferenzierte pleomorphe Sarkome der Knochen

Fibrosarkome und undifferenzierte pleomorphe Sarkome der Knochen (zuvor als malignes fibröses Histiozytom bezeichnet) gleichen den Osteosarkomen Osteosarkome (osteogenes Sarkom) Tumoren, die sich im Knochen bilden, heißen primäre Knochentumoren. Primäre Knochentumoren können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. (Siehe auch Übersicht über Knochentumoren und... Erfahren Sie mehr Osteosarkome (osteogenes Sarkom) in Aussehen, Lage und Symptomen und betreffen dieselbe Altersgruppe. Die Zellen dieser Krebstumoren produzieren bösartiges fibröses Gewebe (Bindegewebe) anstelle von krebsartigem Knochengewebe.

Die Behandlung und Überlebensraten ähneln denen von Osteosarkomen.

Knochenlymphom

Das Knochenlymphom (Retikulosarkom, Retikulumzell-Sarkom) tritt meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf. Es kann in jedem Knochen des Körpers entstehen und dann diffus in das Knochenmark streuen. Dieser Tumor verursacht für gewöhnlich Schmerzen und Schwellungen sowie eine Ansammlung von Weichgewebe. Der beschädigte Knochen kann leicht brechen (Fraktur).

Maligne Riesenzelltumoren

Multiples Myelom

Das multiple Myelom (siehe auch Störungen der Plasmazellen: Multiples Myelom Multiples Myelom Beim Plasmozytom (multiples Myelom) handelt es sich um eine Krebserkrankung der Plasmazellen, bei der sich im Knochenmark und manchmal auch in anderen Körperteilen fehlgebildete Plasmazellen... Erfahren Sie mehr Multiples Myelom ) ist der häufigste primäre bösartige (maligne) Knochentumor und tritt zumeist bei älteren Erwachsenen auf. Dieser Krebs befällt stärker das Knochenmark (das blutbildende Gewebe in der Knochenkavität) als das harte Knochengewebe. Daher wird die Erkrankung eher als Krebs des Knochenmarks als des Knochens angesehen. Sie kommt häufiger vor als Krebserkrankungen des harten Knochengewebes.

Die Krebszellen im Knochenmark geben Substanzen ab, die zu Knochenschäden führen. Diese können weit über den Körper verteilt sein, sie treten jedoch häufiger als ausgestanzte Bereiche im Knochen auf.

Multiple Myelome können einen oder mehrere Knochen befallen, sodass Schmerzen an einer oder mehreren Stellen auftreten können. Wenn sich in nur einem Knochen ein einzelner Tumor gebildet hat, wird dieser als Plasmozytom bezeichnet. Wenn mehr als ein Tumor vorliegt oder ein großer Bereich des Knochenmarks betroffen ist, handelt es sich um ein sogenanntes multiples Myelom.

Eine Knochenbiopsie Bei Knochentumoren haben sich im Knochen veränderte Zellen vermehrt. Knochentumoren können bösartig (maligne) oder gutartig (benigne) sein. Bösartige Tumoren können sich im Knochen entwickeln... Erfahren Sie mehr wird manchmal zur Diagnose in Bereichen durchgeführt, in denen Knochen zerstört wurden. Wenn sich durch die Ergebnisse der Knochenbiopsie oder aus anderen Gründen der Verdacht auf ein multiples Myelom erhärtet, wird die Diagnose durch Entfernung und Untersuchung von Knochenmarkzellen bestätigt. Blutuntersuchungen werden ebenfalls durchgeführt. Zudem nimmt der Arzt Röntgenaufnahmen Röntgenaufnahmen Ein Arzt kann häufig Erkrankungen des Bewegungsapparats aufgrund der Krankengeschichte und der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung diagnostizieren. Manchmal sind Laboruntersuchungen, bildgebende... Erfahren Sie mehr Röntgenaufnahmen des gesamten Körpers vor (Skelettübersicht). Um bestimmte Stellen mit Knochenschmerzen zu untersuchen, kann zudem eine Magnetresonanztomographie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) Ein Arzt kann häufig Erkrankungen des Bewegungsapparats aufgrund der Krankengeschichte und der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung diagnostizieren. Manchmal sind Laboruntersuchungen, bildgebende... Erfahren Sie mehr Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) (MRT) oder eine Positronenemissionstomographie (PET) in Kombination mit einer Computertomographie (PET-CT PET/Computertomographie (PET-CT) Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist eine Form des Radionuklidscanning. Ein Radionuklid ist die radioaktive Form eines Elements, also ein instabiles Atom, das durch die Freisetzung... Erfahren Sie mehr PET/Computertomographie (PET-CT) ) durchgeführt werden.

Osteosarkome (osteogenes Sarkom)

Das Osteosarkom ist die zweithäufigste Form der primären bösartigen Knochentumoren. Osteosarkome kommen zwar am häufigsten zwischen dem 10. und 25. Lebensjahr vor, können aber in jedem Alter auftreten. Diese Tumorart kann bei älteren Menschen mit Paget-Krankheit der Knochen Morbus Paget der Knochen Morbus Paget der Knochen ist eine chronische Erkrankung des Skeletts, bei der bestimmte Knochenbereiche einen abnormalen Knochenumbau aufweisen, die zu vergrößerten und weichen Knochen führen... Erfahren Sie mehr Morbus Paget der Knochen , bei Patienten mit Knochenbestrahlungen oder abgestorbenem Knochengewebe (Knocheninfarkt) oder anderen Erkrankungen vorkommen. Osteosarkome wachsen meist im Knie oder um das Knie herum, können jedoch auch in anderen Knochen entstehen. Sie streuen (metastasieren) häufig in die Lunge oder andere Knochen. Die Tumoren verursachen Schwellungen und Schmerzen.

Zusätzlich zu Röntgenaufnahmen Röntgenaufnahmen Ein Arzt kann häufig Erkrankungen des Bewegungsapparats aufgrund der Krankengeschichte und der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung diagnostizieren. Manchmal sind Laboruntersuchungen, bildgebende... Erfahren Sie mehr Röntgenaufnahmen ist die mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben (Biopsie Bei Knochentumoren haben sich im Knochen veränderte Zellen vermehrt. Knochentumoren können bösartig (maligne) oder gutartig (benigne) sein. Bösartige Tumoren können sich im Knochen entwickeln... Erfahren Sie mehr ) für eine genaue Diagnose des Osteosarkoms erforderlich. Mithilfe einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs Bildgebende Untersuchungen des Brustkorbs Zu den bildgebenden Verfahren des Brustkorbs zählen: Röntgenaufnahmen Computertomographie (CT) Magnetresonanztomographie (MRT) Szintigraphie Erfahren Sie mehr und einer Computertomographie Computertomographie (CT) Bei einer Computertomographie (CT), die früher auch axiale Computertomographie (CAT) genannt wurde, drehen sich eine Röntgenquelle und ein Röntgendetektor um einen Patienten. Der Röntgendetektor... Erfahren Sie mehr Computertomographie (CT) (CT) wird nach Metastasen in der Lunge gesucht, während Szintigramme Knochenszintigraphie Ein Arzt kann häufig Erkrankungen des Bewegungsapparats aufgrund der Krankengeschichte und der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung diagnostizieren. Manchmal sind Laboruntersuchungen, bildgebende... Erfahren Sie mehr Knochenszintigraphie verstreute Krebszellen in anderen Knochen aufzeigen. Magnetresonanztomographie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) Ein Arzt kann häufig Erkrankungen des Bewegungsapparats aufgrund der Krankengeschichte und der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung diagnostizieren. Manchmal sind Laboruntersuchungen, bildgebende... Erfahren Sie mehr Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) (MRT) und Positronenemissionstomographie (PET) in Kombination mit Computertomographie (PET-CT PET/Computertomographie (PET-CT) Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist eine Form des Radionuklidscanning. Ein Radionuklid ist die radioaktive Form eines Elements, also ein instabiles Atom, das durch die Freisetzung... Erfahren Sie mehr PET/Computertomographie (PET-CT) ) sind weitere bildgebende Verfahren, die ebenfalls vorgenommen werden.

Wenn eine Chemotherapie Chemotherapie Bei einer Chemotherapie werden die Krebszellen mithilfe von Medikamenten abgetötet. Wenn auch das ideale Medikament Krebszellen zerstören müsste, ohne gesunde Zellen zu schädigen, wirken die... Erfahren Sie mehr vorgenommen wird und keine Metastasen vorliegen, überleben mehr als 65 % aller Patienten mit dieser Tumorart die Diagnose um 5 Jahre. Wenn der Krebs fast vollständig durch Chemotherapie zerstört werden kann, besteht eine Chance von mehr als 90 %, mindestens die ersten 5 Jahre zu überleben. Durch die Verbesserung der operativen Maßnahmen kann die betroffene Gliedmaße häufig gerettet und wiederaufgebaut werden. Früher musste der Arm oder das Bein häufig amputiert werden.

Meist werden Osteosarkome mit einer Kombination aus Chemotherapie und operativem Eingriff Krebsoperationen Die Operation ist eine traditionelle Art der Krebsbehandlung. Sie ist bei der Beseitigung der meisten Krebsarten am wirksamsten, bevor sich der Krebs in Lymphknoten oder in entfernte Bereiche... Erfahren Sie mehr behandelt. Normalerweise wird mit der Chemotherapie begonnen. Während dieser Behandlungsphase lassen die Schmerzen zumeist nach. Danach wird der Tumor operativ entfernt, ohne dabei in den Tumor zu schneiden. Wenn der Tumor beschädigt wird, setzt er Zellen frei, die ein erneutes Krebswachstum an derselben Stelle auslösen.

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Osteomyelitis
Osteomyelitis ist eine Knocheninfektion, die gewöhnlich von Bakterien, Mykobakterien oder Pilzen verursacht wird. Welche der folgenden Gruppen weist ein geringeres Risiko für Osteomyelitis auf?

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