Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

Lädt...

Seborrhoische Dermatitis

Von

Mercedes E. Gonzalez

, MD, University of Miami Miller School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Quellen zum Thema

Die seborrhoische Dermatitis ist eine chronische Entzündung, die mit gelblicher und fettiger Schuppenbildung auf der Kopfhaut, im Gesicht, am Haaransatz, um die Ohren herum und gelegentlich auch an anderen Körperpartien einhergeht.

Die Ursache ist unbekannt, allerdings kann die Anzahl an Malassezia-Hefen, ein Organismus, der in der Regel in der Haut vorhanden ist, eine Rolle spielen. Die seborrhoische Dermatitis tritt am häufigsten bei Kleinkindern, gewöhnlich in den ersten drei Monaten, bei Teenagern sowie bei Menschen im Alter zwischen 30 und 70 Jahren auf. Sie ist bei Männern häufiger als bei Frauen, kommt oft in der Familie vor und verschlimmert sich in der Regel bei kalter Witterung. Emotionaler oder körperlicher Stress scheinen die seborrhoische Dermatitis zu verschlimmern. Eine bestimmte Form der seborrhoischen Dermatitis ist bei 85 % aller Menschen mit AIDS nachzuweisen. Die seborrhoische Dermatitis tritt auch bei Parkinson-Patienten häufig auf.

Symptome

Die seborrhoische Dermatitis entwickelt sich in der Regel langsam und zeigt sich in Form trockener oder fettiger Schuppen auf der Kopfhaut (Kopfhautschuppen), manchmal mit Juckreiz verbunden, aber ohne Haarausfall. In schwereren Fällen bilden sich gelblich-rote schuppende Knötchen entlang des Haaransatzes, hinter den Ohren, im Gehörgang, auf den Augenbrauen, auf dem Nasenrücken und um die Nase herum, auf der Brust, unter den Achseln und im oberen Rückenbereich.

Im ersten Lebensmonat können sich dicke gelbe Schuppenkrusten (Milchschorf) auf dem behaarten Kopf und manchmal gelbe Schuppen hinter den Ohren und rote Knötchen im Gesicht entwickeln. Häufig wird dies von einer hartnäckigen Windeldermatitis begleitet.

Bei älteren Kindern können dicke, festhaftende und große, schuppende Plaques auf der Kopfhaut auftreten.

Diagnose

  • Bereich und Erscheinungsbild der betroffenen Haut

Die Diagnose der seborrhoischen Dermatitis stützt sich auf den Bereich und das charakteristische Aussehen der betroffenen Haut.

Behandlung

  • Shampoos, Antimykotika (Pilzcremes), Kortikosteroid-Cremes und manchmal Calcineurin-Hemmer

Erwachsene und ältere Kinder

Bei Erwachsenen und älteren Kindern kann die Kopfhaut mit Shampoos behandelt werden, die Pyrithion-Zink, Selensulfid, Salizylsäure, Schwefel oder Teer enthalten. Gewöhnlich werden diese Shampoos täglich oder jeden zweiten Tag benutzt, bis die Dermatitis unter Kontrolle ist, danach zweimal wöchentlich. Ketoconazol-Creme (ein Antimykotikum) zeigt ebenfalls häufig eine Wirkung. Falls vorhanden, können sich dicke Krusten und Schuppen über Nacht durch Auftragen von Kortikosteroid-Lotionen oder Salizylsäure unter einer Duschhaube ablösen.

Oftmals muss die Behandlung über mehrere Wochen fortgesetzt werden. Falls die Dermatitis wiederkehrt, wenn die Behandlung eingestellt wird, kann erneut mit der Behandlung begonnen werden. Topische Kortikosteroide können auch auf dem Kopf oder anderen betroffenen Bereichen angewendet werden. Im Gesicht sollten nur milde Kortikosteroide, wie 1–2,5%iges Hydrocortison, verwendet werden. Auch milde Kortikosteroide müssen vorsichtig eingesetzt werden, da eine langfristige Anwendung zum Ausdünnen der Haut und anderen Problemen führen kann. Außerdem werden Calcineurin-Hemmer (Pimecrolimus und Tacrolimus), insbesondere für Langzeittherapien, eingesetzt.

Säuglinge und junge Kinder

Bei Babys und Kleinkindern kann man die Kopfhaut täglich mit mildem Babyshampoo waschen und die Kopfhaut oder das Gesicht mit 1–2,5%iger Hydrocortison-Creme oder mit 0,01%igem Fluocinolon-Öl einreiben. Pilzcremes wie 2%iges Ketoconazol oder 1%iges Econazol können in schweren Fällen hilfreich sein. Bei Kleinkindern, die einen dicken, schuppigen Ausschlag auf der Kopfhaut haben, kann vor dem Schlafengehen Mineralöl, Olivenöl oder ein Kortikosteroid-Gel sanft mit einer weichen Zahnbürste in den betroffenen Bereich gerieben werden.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Auch von Interesse

Videos

Alle anzeigen
Akne
Video
Akne
In der Haut befinden sich viele winzig kleine Haarfollikel oder Poren. Jede Pore enthält ein...
3D-Modelle
Alle anzeigen
Lymphangitischer Streifen
3D-Modell
Lymphangitischer Streifen

SOZIALE MEDIEN

NACH OBEN