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Nasenrachenkrebs

Von

Bradley A. Schiff

, MD, Montefiore Medical Center, The University Hospital of Albert Einstein College of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2018| Inhalt zuletzt geändert Aug 2018
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Quellen zum Thema

Krebserkrankungen des Nasenrachenraums entstehen an der Rückseite des Nasengangs oberhalb des weichen Gaumens bis zum oberen Teil des Rachens.

  • Bei den Betroffenen entstehen häufig Knoten im Hals oder sie klagen über ein Gefühl der Verstopfung oder Schmerzen in den Ohren. Es kann auch zu Schwerhörigkeit kommen.

  • Die Diagnose wird durch eine Biopsie gestellt. Die Ausbreitung des Krebses wird mithilfe bildgebender Verfahren ermittelt.

  • Behandlungsoptionen sind Strahlentherapie, Chemotherapie und gelegentlich eine Operation.

Der Nasenrachenraum (Nasopharynx) besteht aus der Rückseite des Nasengangs von oberhalb des weichen Gaumens bis zum oberen Teil des Rachens. Die meisten Krebserkrankungen des Nasenrachenraums sind Plattenepithelkarzinome. Das bedeutet, der Krebs entsteht in den Plattenepithelzellen, die den Nasenrachenraum auskleiden.

Der Nasenrachenkrebs (Nasopharyngealkarzinom) kommt bei Menschen jeden Alters vor. In Nordamerika ist Nasenrachenkrebs selten, doch bei Menschen chinesischer, vor allem südchinesischer und südostasiatischer Herkunft ist er eine der häufigsten Krebserkrankungen. Außerdem tritt dieser Krebs häufiger bei Chinesen auf, die nach Nordamerika ausgewandert sind, als bei anderen Einwohnern Amerikas. Bei Menschen chinesischer Abstammung, die in Amerika geboren sind, ist er seltener als bei deren eingewanderten Eltern und Großeltern.

An seiner Entwicklung ist das Epstein-Barr-Virus, der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers (Mononukleose), beteiligt. Außerdem ist eine erbliche Veranlagung möglich. Kinder und junge Erwachsene, die große Mengen gesalzenen Fisch sowie mit Nitriten konservierte Lebensmittel essen, erkranken mit höherer Wahrscheinlichkeit an Nasenrachenkrebs.

Ein Blick ins Innere von Nase und Rachen

Ein Blick ins Innere von Nase und Rachen

Symptome

Am häufigsten streut der Nasenrachenkrebs zunächst in die Lymphknoten des Halses und bildet dort Knoten, noch bevor andere Symptome auftreten. Das erste Symptom ist manchmal die Verstopfung von Nase und eustachischer Röhre. Die Betroffenen klagen über ein Gefühl der Verstopfung oder Schmerzen in den Ohren sowie über Schwerhörigkeit, vor allem in einem Ohr. Ist die eustachische Röhre blockiert, kann sich im Mittelohr Flüssigkeit ansammeln. Weitere mögliche Symptome sind Ohrenschmerzen, Schwellungen im Gesicht, eitriger oder blutiger Ausfluss aus der Nase, geschwollene Lymphknoten und Nasenbluten. Manchmal sind Teile des Gesichts oder eines Auges gelähmt.

Diagnose

  • Endoskopie

  • Biopsie

  • Bildgebende Verfahren

Zur Diagnose von Nasenrachenkrebs untersucht der Arzt zunächst den Nasenrachenraum mit einem speziellen Spiegel oder einem flexiblen Beobachtungstubus (Endoskop). Wenn ein Tumor gefunden wird, führt der Arzt eine Biopsie des Tumors durch. Dabei wird eine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Das Ausmaß der Erkrankung wird mithilfe einer Computertomographie (CT) der Schädelbasis und einer Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes, des Nasenrachenraums und der Schädelbasis bestimmt. Häufig wird auch eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) durchgeführt, um das Ausmaß des Tumors und den Befall der Lymphknoten im Hals zu beurteilen.

Prognose

Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose bei Nasenrachenkrebs erheblich. Etwa 60 bis 75 Prozent der Patienten mit Krebs im Frühstadium haben ein gutes Ergebnis und überleben nach der Diagnose noch mindestens fünf Jahre. Weniger als 40 Prozent der Patienten mit Krebs im Stadium IV sind hingegen mindestens fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben.

Behandlung

  • Strahlentherapie

  • Chemotherapie

  • Manchmal operative Eingriffe

Nasenrachenkrebs wird mit Strahlentherapie und Chemotherapie behandelt, weil Tumore im Nasenrachenraum chirurgisch nur sehr schwer zu entfernen sind. Bei rezidivierenden Tumoren wird die Strahlentherapie wiederholt oder es wird in ganz spezifischen Situationen eine Operation in Erwägung gezogen. Diese Operation ist jedoch kompliziert, weil dabei typischerweise ein Teil der Schädelbasis entfernt wird. Der Eingriff wird manchmal mit Hilfe eines Endoskops durch die Nase vorgenommen. In bestimmten Fällen ist diese Methode genauso wirksam wie ein invasiverer Eingriff, verursacht aber weniger Komplikationen.

Weitere Informationen

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