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Geburtsverletzungen bei Neugeborenen

Von

Robert L. Stavis

, PhD, MD

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2019| Inhalt zuletzt geändert Jun 2019
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Quellen zum Thema

Geburtsverletzungen sind Schäden, die aufgrund physischen Drucks während der Geburt entstehen, meist beim Durchtritt durch den Geburtskanal.

  • Viele Neugeborene erleiden lediglich leichte Verletzungen während der Geburt.

  • Sehr selten kommt es zu Nervenschädigungen oder gebrochenen Knochen.

  • Die meisten Verletzungen heilen ohne weitere Behandlung.

Eine schwere Entbindung mit dem Risiko einer Verletzung des Babys kann bei extrem großen Föten entstehen. Ärzte empfehlen einen Kaiserschnitt (Sectio caesarea), wenn sie davon ausgehen, dass das Baby mehr als 11 Pfund wiegt (mehr als 10 Pfund, wenn die Mutter an Diabetes leidet). Auch eine ungünstige Geburtslage des Kindes in der Gebärmutter lässt das Verletzungsrisiko ansteigen ( Lage und Haltung des Kindes).

Geburtsverletzungen treten am häufigsten aufgrund der natürlichen Krafteinwirkung während der Wehen und der Entbindung auf. Früher, als der Kaiserschnitt noch mit hohen Risiken verbunden war, nahmen die Ärzte bei schwierigen Geburten eine Zange (ein chirurgisches Instrument mit runden Ecken, das um den Kopf des Fötus passt) zur Hilfe, um den Fötus herauszuziehen. Allerdings trug das Herabziehen des Fötus aus dem Geburtskanal mit einer Zange ein hohes Risiko für eine Geburtsverletzung mit sich. Heute wird die Zange nur noch in den letzten Momenten der Entbindung verwendet und führt so kaum noch zu einer Verletzung. Insgesamt ist die Rate der Geburtsverletzungen im Vergleich zu der vorheriger Jahrzehnte stark gesunken, dank besserer pränataler Untersuchungen mit Ultraschall, der eingeschränkten Verwendung der Zange und weil Ärzte häufig auf einen Kaiserschnitt zurückgreifen, wenn sie absehen können, dass ein höheres Risiko für eine Geburtsverletzung besteht.

Lage und Haltung des Kindes

Gegen Ende der Schwangerschaft dreht sich das Kind in die Geburtsposition. Gewöhnlich zeigt das Gesicht des Kindes nach hinten (zum Rücken der Frau), wobei Gesicht und Körper in eine Richtung zeigen, der Kopf gebeugt ist und sich das Kind in Kopflage befindet.

Als Lageanomalie gilt eine Position, bei der das Gesicht nach vorne zeigt und Gesicht, Stirn, Steiß oder Schulter vorausgehen.

Lage und Haltung des Kindes
Lage und Haltung des Kindes

Wussten Sie ...

  • Im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten sind schwere Geburtsverletzungen heutzutage recht selten geworden.

Kopf- und Hirnverletzungen während der Geburt

Eine Kopfverletzung ist die häufigste Verletzung während der Entbindung.

Eine Kopfverformung ist keine Verletzung. Die Verformung bezieht sich auf eine normale Veränderung der Kopfform des Babys, die durch Druck auf den Kopf während der Entbindung entsteht. Bei den meisten Geburten tritt der Kopf zuerst durch den Geburtskanal. Da die Schädelknochen des Fötus noch nicht starr fixiert sind, verlängert sich der Kopf, während er durch den Geburtskanal gedrückt wird. Dadurch kann der Fötus einfacher den Geburtskanal passieren. Die Verformung wirkt sich nicht auf das Gehirn aus und verursacht auch keine Probleme, die behandelt werden müssten. Die Kopfform wird über mehrere Tage nach und nach wieder rund.

Die dabei auftretenden Schwellungen und Blutergüsse an der Kopfhaut sind harmlos und bilden sich innerhalb weniger Tage vollständig zurück.

Es können Kratzer auf der Kopfhaut entstehen, wenn Instrumente (wie Monitorleiter, die auf der Kopfhaut befestigt werden, oder Zangen oder Saugglocken) während der Entbindung durch die Vagina verwendet werden.

Eine Blutung außerhalb der Schädelknochen kann zur Ansammlung von Blut entweder über oder unter der dicken fibrösen Knochenhaut (Periost) an einem der Schädelknochen führen.

Ein Kephalhämatom ist eine Blutansammlung unter dem Periost. Kephalhämatome fühlen sich weich an und können nach der Geburt weiter wachsen. Kephalhämatome verschwinden nach Wochen oder Monaten von selbst und müssen so gut wie nie behandelt werden. Allerdings sollten sie von einem Kinderarzt untersucht werden, wenn sie rot werden oder Flüssigkeit aus ihnen austritt.

Ein subgaleales Hämatom ist eine Blutung direkt unter dem Schädel aber über der Knochenhaut, die die Schädelknochen bedeckt. Blut in diesem Bereich kann sich ausbreiten und ist nicht auf eine Fläche begrenzt, wie das Kephalhämatom. Es kann zu einem massiven Blutverlust und Schock führen, der eine Bluttransfusion erforderlich macht. Ein subgaleales Hämatom kann durch den Einsatz einer Zange oder einer Saugglocke verursacht werden oder die Folge eines Problems mit der Blutgerinnung sein.

Es kann zum Bruch (Fraktur) eines Schädelknochens vor oder nach der Entbindung kommen. Solange der Schädelknochen nicht eingedrückt ist (Depressionsbruch), heilt der Knochen für gewöhnlich ohne Behandlung schnell wieder.

Wussten Sie ...

  • Die meisten Geburtsverletzungen werden durch natürliche Kräfte während der Wehen und der Entbindung verursacht.

Blutung in und um das Gehirn

Blutungen in und um das Gehirn (intrakranielle Blutungen) werden durch die Verletzung eines Blutgefäßes innerhalb des Schädels hervorgerufen. Diese Verletzungen sind die Folge von:

  • Geburtsverletzungen

  • Ernstzunehmende Erkrankungen beim Neugeborenen, die die Blut- und Sauerstoffzufuhr zum Gehirn unterbinden

  • Ein Problem mit der Blutgerinnung

Manchmal tritt ein intrakranielles Hämatom nach einer normalen Entbindung bei einem insgesamt gesunden Neugeborenen auf. Die Ursache für die Blutungen sind in solchen Fällen unbekannt.

Diese Blutungen im Gehirn kommen relativ häufig bei sehr unreifen Frühgeburten vor. Neugeborene mit Blutungsstörungen (wie etwa Hämophilie) tragen ebenfalls ein höheres Risiko für Hirnblutungen.

Die meisten Säuglinge mit einer Blutung haben keine Symptome; manche können träge (lethargisch) sein, schlecht essen und/oder Krampfanfälle haben.

Die Blutung kann an mehreren Stellen in und um das Gehirn auftreten.

  • Unter einer Subarachnoidalblutung versteht man eine Blutung unter der inneren der beiden Membranen, die das Gehirn umgeben. Dabei handelt es sich um die häufigste Art der intrakraniellen Blutung bei Neugeborenen, normalerweise bei Säuglingen, die voll ausgetragen wurden. Neugeborene mit einer Subarachnoidalblutung können während der ersten 2 bis 3 Tage ihres Lebens gelegentlich an Apnoe (Atemaussetzern), Krampfanfällen oder Lethargie leiden, aber in der Regel geht es ihnen am Ende wieder gut.

  • Ein Subduralhämatom ist eine Blutung zwischen den inneren und mittleren Gewebeschichten, die das Gehirn umhüllen. Es tritt dank der verbesserten Entbindungstechniken heute viel seltener auf. Ein subdurales Hämatom kann einen erhöhten Druck auf die Gehirnoberfläche ausüben. Neugeborene mit einem Subduralhämatom können Störungen wie z. B. Krampfanfälle entwickeln.

  • Ein Epiduralhämatom ist eine Blutung, die sich zwischen der Außendecke (Dura Mater) des Gewebes, welches das Gehirn bedeckt (Meningen) und dem Schädel bildet. Ein Epiduralhämatom kann durch einen Schädelbruch verursacht werden. Wenn das Hämatom den Druck im Gehirn erhöht, können sich die weichen Stellen zwischen Schädelknochen (Fontanellen) aufwölben. Neugeborene mit einem Epiduralhämatom können an einer Apnoe oder Krampfanfällen leiden.

  • Bei einer intraventrikulären Blutung kommt es zu einer Blutansammlung in Gehirnbereichen, die normalerweise mit Flüssigkeit gefüllt sind (Ventrikel).

  • Eine intraparenchymale Hämorrhagie tritt im Hirngewebe selbst auf. Eine intraventrikuläre Blutung und eine intraparenchymale Hämorrhagie treten normalerweise bei sehr unreifen Neugeborenen auf und sind eher auf ein unterentwickeltes Gehirn als auf eine Geburtsverletzung zurückzuführen. Die meisten dieser Blutungen verursachen keine Symptome. Starke Blutungen können jedoch zu Apnoe oder einer bläulichgrauen Verfärbung der Haut führen, oder aber der gesamte Körper des Neugeborenen hört auf, normal zu funktionieren. Neugeborene mit starken Blutungen haben eine schlechte Prognose. Kleinere Blutungen überstehen sie jedoch in der Regel ohne weiteren Schaden.

Neugeborene mit einer Blutung müssen auf eine Neugeborenen-Intensivstation (NICU) gebracht werden, damit sie überwacht, eine unterstützende Versorgung (wie Wärme), Infusionen über die Vene (intravenös) und andere Behandlungen erhalten, die sie zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen benötigen.

Blutung um das Gehirn herum

Eine Blutung kann an mehreren Stellen in und um das Gehirn herum auftreten.

Blutung um das Gehirn herum

Nervenverletzungen

Nervenverletzungen können vor oder während der Entbindung auftreten. Diese Verletzungen verursachen in der Regel eine Schwächung der Muskeln, die vom verletzten Nerv gesteuert werden. Nervenverletzungen können entstehen im:

  • Gesichtsnerv: Schiefer Gesichtsausdruck

  • Plexus brachialis: Arm- und/oder Handschwäche

  • Zwerchfellnerv: Atembeschwerden

  • Rückenmark (selten): Lähmung

Eine Verletzung des Gesichtsnervs liegt vor, wenn das betroffene Neugeborene schreit und sein Gesicht schief (asymmetrisch) aussieht. Diese Verletzung wird durch Druck auf den Nerv verursacht, aufgrund:

  • der Art wie der Fötus im Mutterleib vor der Geburt gelegen hatte

  • der Tatsache, dass der Nerv während der Entbindung gegen das Becken der Mutter gepresst worden war

  • einer Entbindung mithilfe einer Zange

Eine Behandlung der Gesichtsnervenverletzung ist nicht erforderlich, und die Muskelschwäche bildet sich innerhalb von 2 bis 3 Monaten zurück. Allerdings kann eine Gesichtsnervenschwäche manchmal auch durch eine angeborene Störung und nicht durch eine Verletzung verursacht sein und geht dann nicht einfach von selbst zurück.

Der Plexus brachialis ist eine Gruppe von großen Nerven, die zwischen Hals und Schulter liegen und zu jedem Arm führen. Während einer schweren Entbindung kann einer oder beide Arme des Babys gestreckt werden und die Nerven des Plexus brachialis verletzt werden ( Plexusschäden) und zu einer teilweisen oder ganzen Schwäche oder Lähmung des Arms oder der Hand des Babys führen. Eine Schwächung der Schulter oder des Ellbogens wird als Erb-Lähmung bezeichnet und eine Schwächung der Hand und Handgelenke als Klumpke-Lähmung. Etwa die Hälfte der Fälle von Verletzungen des Plexus brachialis tritt bei schwierigen Entbindungen auf, unter anderem von zu großen Babys, und etwa die andere Hälfte bei Babys mit normaler Entbindung. Verletzungen des Plexus brachialis treten seltener bei Babys auf, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen. Damit sich die Nerven regenerieren können, sollten jedoch extreme Schulterbewegungen vermieden werden. Viele leichtere Verletzungen geben sich nach wenigen Tagen wieder. Bei einer größeren Abnormität oder wenn diese mehr als 1 bis 2 Wochen andauert, wird eine Physio- oder Ergotherapie für eine Richtigstellung und sanfte Bewegung des Arms empfohlen. Stellt sich nach ein bis zwei Monaten keine Besserung ein, empfehlen die Ärzte in der Regel eine Abklärung des Babys durch einen pädiatrischen Neurologen und/oder Orthopäden in einer Kinderspezialklinik, damit geklärt werden kann, ob eine Operation von Nutzen wäre.

Manchmal wird der Zwerchfellnerv, der durch das Zwerchfell geht (Muskelwand, welche die Organe des Brustraums von den Organen des Bauchraums voneinander trennt und die Atmung unterstützt), verletzt, was zu einer Zwerchfelllähmung auf der entsprechenden Seite führt. In diesem Fall kann das Neugeborene unter Atembeschwerden leiden und manchmal Unterstützung bei der Atmung benötigen. Eine Verletzung des Zwerchfellnervs heilt für gewöhnlich innerhalb von wenigen Wochen von selbst vollständig aus.

Verletzungen des Rückenmarks durch Überdehnung während der Geburt sind extrem selten. Diese Verletzungen können zu einer Lähmung unterhalb der Verletzungsstelle führen. Häufig ist eine Rückenmarkschädigung endgültig. Einige Rückenmarksverletzungen, die ganz oben im Nacken entstehen, können tödlich ausgehen, da sie eine richtige Atmung des Neugeborenen unterbinden.

Andere Nerven, wie der Speichennerv (Nervus radialis) im Arm, der Ischiasnerv im Kreuz oder der Nervus obturatorius im Bein können ebenfalls während der Entbindung verletzt werden.

Knochenverletzungen

Knochen können vor und während der Entbindung brechen (Fraktur), selbst bei einer normalen Entbindung.

  • Eine Fraktur des Schlüsselbeins (Klavikula) tritt relativ häufig auf, bei 1 bis 2 Prozent der Neugeborenen. Manchmal werden diese Frakturen erst mehrere Tage nach der Geburt entdeckt, wenn sich ein Gewebeklumpen um die Fraktur gebildet hat. Ein Schlüsselbeinbruch scheint Neugeborene nicht zu stören und er muss auch nicht behandelt werden. Er ist nach wenigen Wochen von allein vollständig ausgeheilt.

  • Manchmal kann es zu Frakturen des Oberarmknochens (Humerus) oder des Oberschenkelknochens (Femur) kommen. In der Regel legen die Ärzte zur Einschränkung der Bewegung eine lockere Schiene an den Knochen. Diese Brüche können in den ersten paar Tagen Schmerzen verursachen, wenn sich das Baby bewegt. Sie heilen aber für gewöhnlich gut aus, es sei denn, das Ende des Knochens (dort, wo die Wachstumsfugen sind) wurde in Mitleidenschaft gezogen.

  • Bei Neugeborenen mit bestimmten genetischen Krankheiten, bei denen die Knochen sehr brüchig sind, kann es auch zu Mehrfachbrüchen kommen.

Verletzungen von Haut und Weichgewebe

Auf der Haut des Neugeborenen können nach der Geburt leichte Verletzungen zu sehen sein, besonders in den Bereichen, die während der Wehen starkem Druck ausgesetzt waren oder zuerst durch den Geburtskanal austraten. Die für die Entbindung benötigten Instrumente, wie die Zange können die Haut verletzen. Bei Neugeborenen, die mit dem Gesicht voran geboren werden, kann es zu Schwellungen und Blutergüssen um die Augen und im Gesicht kommen, und bei einer Steißgeburt im Genitalbereich (siehe Lageanomalien). Diese Blutergüsse müssen nicht behandelt werden.

Der Einsatz von Instrumenten während der Entbindung und der Stress für das Neugeborene (z. B. durch Asphyxie) kann das Fettgewebe unter der Haut verletzen (die sogenannte subkutane Fettgewebsnekrose beim Neugeborenen). Diese Hautverletzung kann in Form von geröteten, festen Erhebungen an Rumpf, Armen, Hüften und Pobacken sichtbar werden. Diese Art von Verletzung heilt für gewöhnlich innerhalb von Wochen oder Monaten von selbst aus.

Perinatale Asphyxie

Unter einer perinatalen Asphyxie versteht man eine Abnahme der Durchblutung des Gewebes des Babys oder einen Abfall des Sauerstoffgehalts im Blut des Babys, während und nach der Entbindung. Zu den häufigen Ursachen gehören:

  • Eine Abtrennung der Plazenta von der Gebärmutter vor der Entbindung (Plazentaablösung)

  • Behinderung des Blutflusses durch die Nabelschnur

  • Entwicklungsstörungen des Fötus (z. B. wenn eine Genanomalie vorliegt)

  • Schwere Infektion des Fötus

  • Einnahme bestimmter Medikamente vor der Geburt

  • Schwere Blutungen bei der Mutter

  • Schwere Krankheit der Mutter

Manchmal wird die genaue Ursache der perinatalen Asphyxie nicht gefunden.

Unabhängig von der Ursache erscheinen die Neugeborenen bei Geburt blass und leblos. Sie atmen nur schwach oder gar nicht und haben eine sehr langsame Herzfrequenz. Sie müssen nach der Entbindung wiederbelebt (reanimiert) werden. Die Wiederbelebung kann durch Einsatz eines Beatmungsbeutels und einer Gesichtsmaske erfolgen, bei dem Luft in die Lungen gedrückt wird, oder durch Einführen eines Beatmungsschlauchs in den Hals des Babys (endotracheale Intubation). Wenn die Asphyxie durch einen plötzlichen Blutverlust auftritt, kann das Neugeborene unter Schock stehen. Über einen venösen Zugang erhalten sie umgehend Flüssigkeit und manchmal eine Bluttransfusion.

Bei Neugeborenen mit Asphyxie können Anzeichen einer Verletzung eines oder mehrerer Organsysteme auftreten, unter anderem:

  • Herz: Ungesunde Hautfarbe, niedriger Blutdruck

  • Lungen: Atembeschwerden und niedriger Sauerstoffgehalt

  • Gehirn: Lethargie, Krampfanfälle bis hin zu Koma

  • Nieren: Verringerter Harnabgang

  • Leber: Probleme mit der Milchverdauung

  • Blutbildendes System: Niedrige Blutplättchenzahl und Blutung

Neugeborene können Medikamente zur Unterstützung ihrer Herzfunktion und eine künstliche Beatmung zur Unterstützung der Atmung benötigen. Einige Neugeborene, die wiederbelebt wurden, können von einer Senkung ihrer Körpertemperatur unter die Normaltemperatur von 37 °C für 72 Stunden profitieren. Es können Transfusionen von Blutzellen und Blutplasma nötig sein, um die Probleme mit dem blutbildenden System zu lösen. Die meisten durch eine perinatale Asphyxie geschädigten Organe erholen sich innerhalb von einer Woche, aber ein Hirnschaden kann bestehen bleiben.

Überlebende mit einer minimalen Hirnverletzung können jedoch ganz normal sein. Überlebende einer mittelschweren bis schweren Hirnverletzung können dauerhaft Anzeichen einer Schädigung aufzeigen, angefangen von Lernstörungen über Entwicklungsverzögerungen bis hin zur Hirnlähmung (Zerebralparese). Manche Säuglinge mit schwerer Asphyxie überleben nicht.

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