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Spinal Cord Injury in Children

Von

James E. Wilberger

, MD, Drexel University College of Medicine;


Gordon Mao

, MD, Johns Hopkins University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Dez 2019| Inhalt zuletzt geändert Dez 2019
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Quellen zum Thema

Das Rückenmark ist eine lange, empfindliche, röhrenartige Struktur, die am Ende des Stammhirns beginnt und bis zum unteren Ende der Wirbelsäule reicht. Das Rückenmark besteht aus Nerven, die ein- und ausgehende Nachrichten zwischen dem Gehirn und dem übrigen Körper austauschen. (Siehe auch Rückenmark)

Kinder unter 10 Jahren haben zwar die niedrigste Rate an Rückenmarksverletzungen, aber solche Verletzungen sind trotzdem nicht selten. Die meisten Wirbelsäulenverletzungen treten bei Kindern im Nackenbereich auf.

Bei Kindern unter 8 Jahren entstehen die meisten Wirbelsäulenverletzungen im Nackenbereich durch Verkehrsunfälle, Stürze und Kindesmisshandlungen. Bei Kindern über 8 Jahren sind die häufigsten Ursachen für Wirbelsäulenverletzungen Verkehrsunfälle und Sportverletzungen, besonders Verletzungen aufgrund von Leichtathletik, Tauchen, Reiten, American Football und Ringen. Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder ganz bestimmte anatomische Merkmale (z. B. ein größeres Verhältnis von Kopf zu Körper und elastischere Wirbelsäulenbänder), die die Strukturen, die das Rückenmark zum Schutz umgeben (einschließlich der Wirbel), beweglicher machen. Weil diese Strukturen so beweglich sind, kann das Rückenmark bei einer Verletzung im Nacken schlechter vor Zerrungen, Rissen, Quetschungen oder Schäden anderer Art geschützt sein. Daher kann das Rückenmark eher beschädigt sein, selbst, wenn die Wirbel unversehrt geblieben sind.

Kinder mit einer Verletzung im Rückenmark weisen kurz Symptome auf, wie etwa, dass sie ein Kribbeln und Schwäche fühlen. Kinder können auch stechende Schmerzen entlang der Wirbelsäule oder den Armen und Beinen haben. Bei etwa 25 Prozent der betroffenen Kinder treten die Symptome, wie Schwäche, Taubheit, andere Nervenschäden, oder gar vollständige Lähmung, erst zwischen 30 Minuten und 4 Tagen nach der Verletzung ein, was es den Ärzten erschwert, eine Rückenmarksverletzung zu diagnostizieren.

Rückenmarksverletzungen, die in Aufnahmen von bildgebenden Verfahren nicht zu sehen sind, sind Zerrungen oder Rückenmarksquetschungen (Compressio spinalis), Rückenmarkserschütterung (ähnlich einer Gehirnerschütterung) und Verletzung der Blutgefäße. Verletzungen, die in bildgebenden Verfahren nicht zu sehen sind, werden als „Rückenmarksverletzung ohne radiologischen Nachweis“ (Spinal Cord Injury Without Radiologic Abnormality, SCIWORA) bezeichnet. Dies Art von Verletzung tritt beinahe ausschließlich bei Kindern auf und häufig im Nackenbereich. Beim SCIWORA-Syndrom leidet das Kind an Symptomen, die auf eine Rückenmarksverletzung hindeuten, wobei aber in den Aufnahmen bildgebender Verfahren die Wirbelsäule gerade ist und keine Auffälligkeiten an den Knochen festzustellen sind.

Where Is the Spinal Cord Damaged?

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Diagnose

  • Röntgenaufnahmen

  • Für gewöhnlich Computertomographie und Magnetresonanztomographie

Ärzte haben bei jedem Kind den Verdacht auf eine Rückenmarksverletzung, das in einen Verkehrsunfall verwickelt war, aus großer Höhe fiel (über 3 Meter) oder eine Tauchverletzung (z. B. beim Tauchen) erlitten hatte. Der Verdacht ist bei Kindern mit Symptomen höher, die auf eine Nervenverletzung schließen lassen, wie Kribbeln, Schwäche oder stechende Schmerzen.

Bei den bildgebenden Verfahren wird mit Röntgenaufnahmen begonnen. Wenn der Röntgenbefund auf eine Fraktur, Verrenkung (Dislokation) oder teilweise Dislokation schließen lässt oder aufgrund der Art wie die Verletzung zustande kam, wird in der Regel auch eine Computertomographie (CT) durchgeführt. Auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) wird normalerweise durchgeführt.

Manchmal ist die Rückenmarksverletzung auf den Aufnahmen nicht zu erkennen.

Behandlung

  • Ruhigstellung

  • Unterstützende Versorgung

  • Rehabilitation

  • Manchmal Operation und Rehabilitation nach der Operation

Kinder mit spinalen Verletzungen sollten in ein Traumazentrum für Kinder überwiesen werden.

Die Behandlung verläuft ähnlich wie die Behandlung von Rückenmarksverletzungen bei Erwachsenen, mit Immobilisation und bedarfsweiser Unterstützung von Atem und Kreislauf. Bei Kindern mit Rückenmarksverletzungen wird eine Operation seltener durchgeführt als bei Erwachsenen.

Langfristige Maßnahmen zur Rehabilitation und andere Therapien sind erforderlich.

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