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Unterleibsschmerzen in der frühen Schwangerschaft

Von

Geeta K. Swamy

, MD, Duke University Medical Center;


R. Phillip Heine

, MD, Duke University Medical Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2018| Inhalt zuletzt geändert Aug 2018
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Viele Frauen verspüren in der frühen Schwangerschaft Unterleibsschmerzen. Unter Unterleibsschmerzen werden Schmerzen im unteren Bereich des Oberkörpers verstanden, unterhalb des Abdomen und zwischen den Hüftknochen (Becken). Der Schmerz kann stechend oder krampfartig (vergleichbar mit Regelschmerzen) sein und kann kommen und gehen. Er kann plötzlich und qualvoll sein, dumpf und anhaltend oder eine Kombination aus diesen Möglichkeiten. Gewöhnlich sind vorübergehende Unterleibsschmerzen kein Grund zur Besorgnis. Üblicherweise treten sie auf, wenn sich die Knochen und Bänder bewegen und dehnen, um dem Fötus Platz zu verschaffen.

Sind die Unterleibsschmerzen auf eine Erkrankung zurückzuführen, können Begleitsymptome auftreten, unter anderem auch Scheidenblutungen. Bei manchen Erkrankungen können diese Blutungen sehr stark ausfallen und in manchen Fällen zu einem gefährlich niedrigen Blutdruck (Kreislaufschock) führen.

Unterleibsschmerzen sind von Bauchschmerzen zu unterscheiden, die im oberen Bereich des Oberkörpers verspürt werden, wo sich der Magen und der Darm befinden. In manchen Fällen fällt es der Frau jedoch schwer, zu unterscheiden, ob der Schmerz vorwiegend im Bauchraum oder im Becken verspürt wird. Die Ursachen von Bauchschmerzen während einer Schwangerschaft stehen gewöhnlich in keinem Zusammenhang mit der Schwangerschaft.

Ursachen

Während der frühen Schwangerschaft können Unterleibsschmerzen unter Umständen auf Erkrankungen im Zusammenhang mit den folgenden Faktoren zurückgeführt werden:

  • Der Schwangerschaft (Geburtserkrankungen)

  • Der weiblichen Geschlechtsorgane (gynäkologische Erkrankungen), jedoch nicht der Schwangerschaft

  • Andere Organe, insbesondere der Verdauungstrakt und der Harntrakt

In manchen Fällen wird keine spezifische Erkrankung festgestellt.

Die häufigsten geburtsbezogenen Ursachen von Unterleibsschmerzen während der frühen Schwangerschaft sind:

  • Die üblichen Veränderungen bei einer Schwangerschaft

  • Eintreten einer Fehlgeburt (Spontanabort)

  • Eine mögliche Fehlgeburt (drohender Abort)

Bei einer eingetretenen Fehlgeburt kann es sein, dass die Gebärmutterinhalte, d. h. der Fötus und die Plazenta, völlig (vollständiger Abort), zum Teil oder überhaupt nicht (unvollständiger Abort) ausgestoßen werden.

Die häufigste schwere geburtsbezogene Ursache von Unterleibsschmerzen ist:

  • Ruptur bei einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (ektope Schwangerschaft) – wenn sich der Fötus nicht in der Gebärmutter, sondern an einem anderen Ort, z. B. im Eileiter, befindet

Kommt es zu einer Ruptur bei einer ektopen Schwangerschaft, kann dies zu einem starken Abfall des Blutdrucks, Herzrasen und einer schlechten Blutgerinnung führen. Unter Umständen ist eine umgehende Operation erforderlich.

Auch können Unterleibsschmerzen auftreten, wenn sich ein Eierstock um die Bänder und das umliegende Stützgewebe windet und die Blutversorgung des Eierstocks unterbricht. Diese Erkrankung, die sogenannte Adnextorsion, steht in keinem direkten Zusammenhang mit einer Schwangerschaft, tritt jedoch häufiger während einer Schwangerschaft auf. Während der Schwangerschaft vergrößern sich die Eierstöcke, was zu einer Verdrehung dieser führen kann.

Verdauungssystem- und Harnwegsstörungen, die im Allgemeinen häufig Unterleibsschmerzen verursachen, sind auch häufig die Ursache während einer Schwangerschaft. Zu diesen Erkrankungen zählen:

Unterleibsschmerzen in der Spätschwangerschaft können unter Umständen auf die Wehen oder auf eine Erkrankung, die nicht im Zusammenhang mit der Schwangerschaft steht, zurückgeführt werden.

Risikofaktoren

Verschiedene Merkmale (Risikofaktoren) erhöhen das Risiko von einigen geburtsbezogenen Erkrankungen, die Unterleibsschmerzen verursachen.

Zu den Risikofaktoren einer Fehlgeburt gehören:

  • Alter von über 35 Jahren

  • Eine oder mehrere Fehlgeburten bei vorangegangenen Schwangerschaften

  • Konsum von Drogen wie Kokain, Konsum von Alkohol oder einer großen Menge an Koffein

  • Abnormitäten der Gebärmutter, z. B. Myome oder Narben, die von einer Operation, Dilatation und Kürettage (D und K), Strahlentherapie oder Infektion stammen können

Zu den Risikofaktoren einer ektopen Schwangerschaft gehört Folgendes:

Beurteilung

Verspürt eine Frau einen plötzlichen, sehr großen Schmerz im Unterbauch oder Beckenbereich, müssen die Ärzte so schnell wie möglich herausfinden, ob ein operativer Eingriff notwendig ist. Dies wäre beispielsweise bei einer ektopen Schwangerschaft oder Blinddarmentzündung der Fall.

Warnsignale

Bei schwangeren Frauen mit Unterleibsschmerzen sind folgende Symptome ernst zu nehmen:

  • Ohnmacht, Benommenheit oder Herzrasen. Diese Symptome weisen auf einen sehr geringen Blutdruck hin

  • Fieber und Schüttelfrost, insbesondere bei gleichzeitigem Scheidenausfluss, der Eiter enthält

  • Starke Schmerzen, die bei jeder Bewegung stärker werden

Wann ein Arzt zu konsultieren ist:

Frauen, bei denen Warnsignale auftreten, sollten umgehend einen Arzt aufsuchen.

Frauen ohne Warnsignale sollten versuchen, ihren Arzt innerhalb eines Tages aufzusuchen, wenn sie Schmerzen oder ein Brennen beim Urinieren oder Schmerzen bei der Ausführung ihrer täglichen Aktivitäten verspüren. Frauen, die sich nur geringfügig unwohl fühlen und keine weiteren Symptome zeigen, sollten ihren Arzt lediglich anrufen. Dieser kann ihnen sagen, ob und wie schnell sie von einem Arzt untersucht werden müssen.

Was der Arzt unternimmt:

Um festzustellen, ob eine Notoperation erforderlich ist, werden zunächst der Blutdruck und die Temperatur gemessen und die Frauen werden nach den Hauptsymptomen gefragt, z. B. Scheidenblutungen. Die Ärzte fragen dann nach anderen Symptomen sowie der Krankengeschichte. Zudem wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Die Befunde in der Krankengeschichte und bei der körperlichen Untersuchung deuten häufig auf eine Ursache und auf die eventuell erforderlichen Untersuchungen hin (siehe Tabelle mit einigen Ursachen und Merkmalen von Unterleibsschmerzen während der frühen Schwangerschaft).

Der Arzt stellt Fragen zu den Schmerzen:

  • Ob sie plötzlich oder allmählich auftreten

  • Ob das Symptom an einer bestimmten Stelle auftritt oder weit gestreut ist

  • Ob die Schmerzen bei einer Bewegung oder Änderung der Lage stärker werden

  • Ob die Schmerzen krampfartig auftreten und ob diese konstant oder in Abständen auftreten

Der Arzt stellt zudem Fragen zu Folgendem:

  • Andere Symptome wie z. B. Scheidenblutungen, Scheidenausfluss, häufiges und dringendes Urinieren, Erbrechen, Durchfall und Darmverstopfung

  • Ereignisse im Zusammenhang mit früheren Schwangerschaften (geburtsbezogene Krankengeschichte), einschließlich vergangener Schwangerschaften, Fehlgeburten und absichtlich abgebrochener Schwangerschaften (eingeleiteter Schwangerschaftsabbruch) aus medizinischen oder anderen Gründen

  • Risikofaktoren für Fehlgeburten und ektope Schwangerschaften

Die körperliche Untersuchung konzentriert sich auf die Untersuchung des Beckens. Der Arzt übt leichten Druck auf den Bauch der Frau aus, um zu sehen, ob der Druck Schmerzen verursacht.

Tabelle
icon

Einige Ursachen und Merkmale von Unterleibsschmerzen in der frühen Schwangerschaft

Ursache

Häufige Merkmale*

Tests

Geburtsbezogene Erkrankungen, die im Zusammenhang mit der Schwangerschaft stehen

Eine ektope Schwangerschaft (eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter)

Bauch- oder Unterleibsschmerzen, die:

  • Häufig und konstant auftreten (keine Krämpfe)

  • An einer bestimmten Stelle beginnen

  • Unter Umständen von Scheidenblutungen begleitet werden

Kommt es bei der ektopen Schwangerschaft zu einer Ruptur, kann dies zu einer Ohnmacht, Benommenheit oder Herzrasen führen

Ein Bluttest zur Messung eines Hormons, das von der Plazenta produziert wird, das humane Choriongonadotropin oder auch hCG

Ultraschalluntersuchung des Beckens

In manchen Fällen eine Laparoskopie (Einführung eines Betrachtungsschlauchs durch einen Schnitt im Unterleib) oder Laparotomie (operativer Eingriff mit Schnitt im Unterleib)

Eine Fehlgeburt, die:

  • Bereits eingetreten ist oder eintritt (Spontanabort)

  • Unter Umständen auftreten kann (drohender Abort)

Krampfartige Schmerzen im Becken und oftmals im gesamten Bauchraum

Oftmals Scheidenblutungen, in einigen Fällen mit Durchlass von Gewebe des Fötus

Tests, z. B. Untersuchungen bei Verdacht auf ektope Schwangerschaften

Septischer Abort (Infektion des Gebärmutterinhalts vor, während oder nach einer Fehlgeburt)

Gewöhnlich bei Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch hatten (häufig von ungeschulten praktischen Ärzten oder den Frauen selbst durchgeführt)

Fieber und Schüttelfrost, konstante Bauch- oder Unterleibsschmerzen und ein Scheidenausfluss mit Eiter

Ultraschalluntersuchung des Beckens

Kulturprobe des Gebärmutterhalses (der untere Teil der Gebärmutter)

Übliche Veränderungen bei einer Schwangerschaft, einschließlich des Dehnens und Wachsens der Gebärmutter während der frühen Schwangerschaft

Ein krampfartiges oder brennendes Schmerzgefühl im Unterbauch, im Becken und/oder im unteren Rücken

Ultraschalluntersuchung des Beckens

Gynäkologische Erkrankungen, die in keinem Zusammenhang zur Schwangerschaft stehen

Degeneration eines Myoms in der Gebärmutter

Unterleibsschmerzen, die

  • Plötzlich beginnen

  • Häufig von den Symptomen Übelkeit, Erbrechen und Fieber begleitet werden

In manchen Fällen Scheidenblutungen

Ultraschalluntersuchung des Beckens

Adnextorsion (Verdrehung) eines Eierstocks

Unterleibsschmerzen, die

  • Plötzlich beginnen

  • Krampfartig sein können und oftmals leicht sind, wenn sich die Verdrehung des Eierstocks löst

Häufig Übelkeit oder Erbrechen

Doppler-Ultraschalluntersuchung (zur Untersuchung des Blutflusses zu und vom Eierstock)

Gegebenenfalls Laparoskopie oder Laparotomie

Platzen einer Gelbkörperzyste (entsteht aus dem Eibläschen im Eierstock, wenn es geplatzt ist)

Bauch- oder Unterleibsschmerzen, die:

  • An einer bestimmten Stelle auftreten

  • Sich manchmal wie die Schmerzen bei einem verdrehten Eierstock anfühlen

  • In der Regel plötzlich beginnen

Scheidenblutungen

Ultraschalluntersuchung des Beckens

Gegebenenfalls Laparoskopie oder Laparotomie

Beckenentzündung (tritt selten während einer Schwangerschaft auf)

Unterleibsschmerzen, die

  • Beständig sind

  • Sich gewöhnlich nach und nach einstellen

  • In der Regel auf beiden Seiten auftreten

Ein Scheidenausfluss mit Eiter

In manchen Fällen Fieber oder Schüttelfrost

Wird häufiger bei Frauen festgestellt, die Geschlechtsverkehr mit neuen Partnern haben und keine Kondome oder Diaphragmen verwenden

Kulturproben des Gebärmutterhalses

Gegebenenfalls Ultraschalluntersuchung des Beckens

Andere Erkrankungen

Gewöhnlich anhaltende Schmerzen und Druckempfindlichkeit im unteren Bereich des Bauches

Womöglich Schmerzen an einer anderen Stelle (z. B. im oberen Bereich des Bauchs) oder Schmerzen anderer Art (milder oder krampfartiger) als bei Frauen, die nicht schwanger sind

Kulturproben des Gebärmutterhalses

Ultraschall des Becken- und Bauchraums

Unter Umständen eine CT, wenn die Ultraschalluntersuchung keine eindeutigen Ergebnisse liefert

Beschwerden im Bereich oberhalb des Schambeins

Häufig ein Brennen beim Urinieren, ein Drang, oft zu urinieren (Häufigkeit), ein zwanghafter Harndrang (Dringlichkeit)

Manchmal Blut im Urin

Urintests (Harnuntersuchung) und -kultur

Entzündliche Darmerkrankung einschließlich:

Schmerzen, die

  • Krampfartig oder kontinuierlich sein können

  • An verschiedenen Stellen auftreten können

Oftmals Durchfall, der bisweilen Schleim oder Blut enthält

Gewöhnlich bei Frauen, von denen bekannt ist, dass sie die Erkrankung haben

In manchen Fällen eine Endoskopie des oberen Verdauungstrakts, unteren Verdauungstrakts (Sigmoidoskopie oder Koloskopie) oder beider Verdauungstrakte

Blockierung im Darm (Darmobstruktion)

Krampfartige Schmerzen, die kommen und gehen

Erbrechen

Kein Stuhlgang und keine Blähungen

Geschwollener Bauch

In der Regel bei Frauen, bei denen bereits ein operativer Eingriff im Bauchraum vorgenommen wurde

Kulturproben des Gebärmutterhalses

Ultraschall des Becken- und Bauchraums

Unter Umständen eine CT, wenn die Ultraschalluntersuchung keine eindeutigen Ergebnisse liefert

Gewöhnlich Erbrechen und Durchfall

Ärztliche Untersuchung

*Zu den Merkmalen zählen Symptome und Befunde der ärztlichen Untersuchung. Die genannten Merkmale sind typisch, treten aber nicht immer auf.

Gewöhnlich wird ein Schwangerschaftstest durch Urinprobe durchgeführt, wenn die Frau nur einen Schwangerschaftstest zu Hause durchgeführt hat. Da eine ektope Schwangerschaft sehr gefährlich sein kann, werden bei Frauen mit Unterleibsschmerzen Untersuchungen ausgeführt, um zu prüfen, ob eine ektope Schwangerschaft vorliegt, sofern die Symptome nicht deutlich auf eine andere Erkrankung hindeuten (z. B. Gastroenteritis).

CT = Computertomographie.

Tests

Die Ärzte verwenden ein Doppler-Sonographiegerät, das auf dem Bauch der Frau positioniert wird, um den Herzschlag des Kindes zu überprüfen.

Ein Schwangerschaftstest mit Urinprobe wird nahezu immer durchgeführt. Fällt der Schwangerschaftstest positiv aus, wird eine Ultraschalluntersuchung des Beckens vorgenommen, um zu überprüfen, ob sich die Schwangerschaft am richtigen Ort, d. h. in der Gebärmutter, entwickelt, und nicht außerhalb des Uterus (ektope Schwangerschaft). Zur Durchführung dieses Tests wird ein Ultraschall-Handgerät auf den Bauch, in der Scheide oder an beiden Stellen positioniert.

In der Regel werden Bluttests gemacht. Hat eine Frau Scheidenblutungen, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, einschließlich eines großen Blutbilds und der Ermittlung der Blutgruppe sowie des Rh-Status (positiv oder negativ), falls die Frau eine Bluttransfusion benötigen sollte. Ist den Ärzten der Rh-Status bekannt, ist es ihnen möglich, das Auftreten von Problemen bei späteren Schwangerschaften zu verhindern.

Wird von den Ärzten eine ektope Schwangerschaft vermutet, wird auch ein Bluttest zur Messung des Hormons durchgeführt, das von der Plazenta in der frühen Schwangerschaft produziert wird (humanes Choriongonadotropin oder auch hCG). Lassen die Symptome (z. B. ein sehr niedriger Blutdruck oder Herzrasen) darauf schließen, dass es bei einer ektopen Schwangerschaft womöglich zu einer Ruptur gekommen ist, werden Bluttests durchgeführt, um festzustellen, ob die Blutgerinnung der Frau normal verläuft.

Weitere Untersuchungen werden je nachdem, welche Erkrankungen vermutet werden, vorgenommen. Mit Hilfe des Doppler-Ultraschalls, der die Richtung und die Geschwindigkeit des Blutflusses anzeigt, können die Ärzte einen verdrehten Eierstock feststellen, der die Blutzufuhr des Eierstocks unterbrechen kann. Andere Untersuchungen können Blut- und Urinkulturen oder einen Ausfluss aus der Scheide sowie Urintests (Harnuntersuchungen) zur Feststellung möglicher Infektionen umfassen.

Sind die Schmerzen anhaltend und belastend und bleibt die Ursache unbekannt, wird von den Ärzten ein kleiner Schnitt unterhalb des Bauchnabels gesetzt und ein Beobachtungsschlauch (Laparoskop) eingeführt, um sich die Gebärmutter umgehend anzusehen und so die Ursache der Schmerzen herauszufinden. In seltenen Fällen ist ein größerer Schnitt (ein Verfahren, das Laparotomie genannt wird) erforderlich.

Behandlung

Bestimmte Erkrankungen werden behandelt. Werden Schmerzmittel benötigt, ist die Verabreichung von Acetaminophen für schwangere Frauen am sichersten. Ist dies jedoch wirkungslos, muss ein Opioid verwendet werden.

Schmerzen, die auf die üblichen Veränderungen während einer Schwangerschaft zurückzuführen sind

Den Frauen wird unter Umständen geraten, die nachstehenden Maßnahmen zu ergreifen.

  • Kleine, aber viele Bewegungen machen.

  • Das Tragen oder Schieben schwerer Gegenstände vermeiden.

  • Auf eine gute Haltung achten.

  • Mit einem Kissen zwischen den Knien schlafen.

  • Sich so viel wie möglich ausruhen, wobei der Rücken immer gut gestützt sein sollte.

  • Schmerzhafte Bereiche wärmen.

  • Kegelübungen durchführen (Anspannen und Entspannen des Schließmuskels der Scheide, Harnröhre und des Rektums).

  • Einen Mutterschafts-Stützgurt verwenden.

  • Unter Umständen eine Akupunktur ausprobieren.

Wichtigste Punkte

  • Unterleibsschmerzen während der frühen Schwangerschaft sind in der Regel auf Veränderungen zurückzuführen, die üblicherweise während einer Schwangerschaft auftreten.

  • Bisweilen sind Erkrankungen die Ursache, die gegebenenfalls im Zusammenhang mit der Schwangerschaft, den weiblichen Geschlechtsorganen unabhängig von der Schwangerschaft oder anderen Organen stehen.

  • Oberste Priorität der Ärzte ist es, Erkrankungen zu identifizieren, die einer Notoperation bedürfen, z. B. eine ektope Schwangerschaft oder Blinddarmentzündung.

  • In der Regel wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

  • Allgemeine Maßnahmen (zum Beispiel Schonung und Wärmezufuhr) können Schmerzen lindern, die auf die üblichen Veränderungen während einer Schwangerschaft zurückzuführen sind.

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