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Korrekturlinsen

Von

Deepinder K. Dhaliwal

, MD, L.Ac, University of Pittsburgh School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2020| Inhalt zuletzt geändert Jul 2020
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Quellen zum Thema

Refraktionsfehler lassen sich mit Brillengläsern aus Glas oder Kunststoff in einem Rahmen (Brille) oder mit kleinen, direkt auf der Hornhaut sitzenden Linsen (Kontaktlinsen) aus Kunststoff korrigieren. Eine gute Korrektur des Sehvermögens ist sowohl mit einer Brille als auch mit Kontaktlinsen möglich. Für die meisten Menschen ist die Wahl eine Frage des Aussehens, der Bequemlichkeit, der Kosten, des Risikos und des Wohlbefindens.

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What Are Low-Vision Aids?

Hilfsmittel, die einen Verlust des Sehvermögens kompensieren (sogenannte optische Hilfsmittel), können für Menschen, die nur über ein partielles Sehvermögen verfügen, eine große Hilfe sein. Optische Hilfsmittel zum Lesen, Schreiben, Fernsehen und für Aktivitäten im Freien umfassen die folgenden:

  • Bücher mit großer Schrift

  • Telefone, Uhren, Armbanduhren und Thermometer mit großen Zahlen

  • Bildschirmlesegeräte zur Vergrößerung des Bildes

  • Elektronische „sprechende“ Uhren oder andere „sprechende“ Geräte

  • Computerprogramme, die Texte einscannen und größere Schriftbilder produzieren oder den Text laut vorlesen können

  • Lichtfilter zur Verbesserung der Kontraste

  • Farbkodierte Tablettenschachteln

  • In der Hand gehaltene Vergrößerungsgläser

  • Sonnenbrillen mit Blendschutz

  • Tragbare Ferngläser

Augenärzte, die mit anderen Fachleuten der Gesundheitsfürsorge zusammenarbeiten, sind normalerweise in der Lage einzuschätzen, wie der Verlust des Sehvermögens einen Patienten beeinträchtigt. Sie können eine Kombination optischer Hilfsmittel empfehlen, die sie am besten dafür geeignet halten, dem Patienten im Alltag zu helfen.

Brille

Brillengläser können aus Plastik oder Glas hergestellt werden.

Kunststofflinsen für Brillen sind leichter als Glas, können aber auch eher zerkratzt werden. Diese Linsen werden häufiger verwendet als Glaslinsen, da sie dünner sind und zudem auch mit einer Schicht überzogen werden können, die sie vor Kratzern schützt.

Glaslinsen für Brillen sind haltbarer als Kunststofflinsen, können aber leichter brechen und damit potenziell zu Verletzungen führen.

Sowohl Glas- als auch Kunststofflinsen können getönt oder mit einer Chemikalie behandelt werden, die sie automatisch verdunkelt, wenn sie dem Licht ausgesetzt werden. Die Gläser können zudem speziell beschichtet werden, um die Menge an einfallender und möglicherweise schädlicher UV-Strahlung, die das Auge erreicht, zu verringern.

Bifokalbrillen enthalten zwei Linsen – eine obere Linse, die die Sicht auf entfernte Objekte korrigiert, und eine untere Linse, welche die Sicht auf nahegelegene Gegenstände korrigiert, wie zum Beispiel Lesematerial. Die Fokussierung auf mittlere Entfernungen, wie zum Beispiel beim Blick auf den Bildschirm des Computers, ist jedoch auch erforderlich. Dieser Bedarf wird durch Trifokalbrillen abgedeckt, die eine dritte Linse für mittlere Entfernungen enthalten. Kontinuierlich variable Linsen (Gleitsichtgläser) gestatten ebenfalls die Fokussierung auf mittlere Entfernungen und haben zudem den kosmetischen Vorteil, dass es zwischen den Bereichen der Linsen in der Brille keine Linien oder scharfe Aufteilungen gibt.

Kontaktlinsen

Viele Personen sind der Auffassung, dass sie mit Kontaktlinsen aktiver sein können, oder sie fühlen sich damit attraktiver, als wenn sie eine Brille tragen. Manche finden, dass die Sicht mit Kontaktlinsen natürlicher ist. Kontaktlinsen erfordern jedoch mehr Pflege als Brillen und können in seltenen Fällen das Auge sogar schädigen. Einige Menschen, vor allem ältere Leute und Menschen mit Arthritis, können bei der Handhabung von Kontaktlinsen und deren Einsetzen in das Auge Schwierigkeiten haben.

Kontaktlinsen bieten ein besseres peripheres Sehen (wie viel an den Rändern des Sichtfelds sichtbar ist) als Brillengläser.

Es können Kontaktlinsen hergestellt werden, die verschiedene Sehprobleme (z. B. Weitsicht und Nahbereich) in verschiedenen Abschnitten der Linse korrigieren. Diese werden als bifokale oder multifokale Kontaktlinsen bezeichnet.

Kontaktlinsen können Folgendes korrigieren

Weiche oder feste (harte) Kontaktlinsen werden zur Korrektur von Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit eingesetzt. Weiche torische Linsen (mit unterschiedlicher Krümmung, die so geformt sind, dass sie auf die Linse aufgesetzt werden können) oder harte Kontaktlinsen können Astigmatismus korrigieren, müssen aber fachmännisch angepasst werden.

Presbyopie lässt sich ebenfalls mit Hilfe von Kontaktlinsen korrigieren. Nach einem bestimmten medizinischen Ansatz, der Monovision, wird ein Auge für das Lesen korrigiert, und das andere für die Weitsicht. Dennoch fällt es einigen Menschen schwer, sich an die Monovision zu gewöhnen. Ein weiterer Ansatz ist das Tragen einer bifokalen oder multifokalen Kontaktlinse in jedem Auge.

Weder harte noch weiche Kontaktlinsen bieten dem Auge den Schutz vor Verletzungen durch stumpfe oder scharfe Gegenstände, den eine Brille bietet.

Harte Kontaktlinsen

Formstabile („harte‟) Kontaktlinsen, die normalerweise gasdurchlässig sind, bestehen aus dünnen und harten Kunststoffschalen. Sie sind kleiner als weiche Kontaktlinsen und bedecken nur einen Teil der Hornhaut. Der Kunststoff der altmodischeren harten Kontaktlinsen war für Sauerstoff, den die Hornhaut für ein ordnungsgemäßes Funktionieren benötigt, nicht gut durchlässig. Moderne gasdurchlässige Kontaktlinsen (GPCLs) aus Kunststoff, wie etwa neuere Fluorsilikonacrylatverbindungen, lassen mehr Sauerstoff zur Hornhaut durch. Mit harten Kontaktlinsen lassen sich Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit sowie Unebenheiten der Hornhaut (Astigmatismus und Keratokonus) korrigieren.

Linsen vom Typ GPCL können so angefertigt werden, dass sie sich genau an das Auge anpassen. Normalerweise benötigt das Auge einige Zeit, um sich an ihre Anwesenheit zu gewöhnen, und sie müssen zwischen 4 und 7 Tage lang getragen werden, bevor sie sich für längere Zeit angenehm anfühlen. Die Kontaktlinsen werden jeden Tag für eine zunehmend längere Zeit getragen. Auch wenn harte Kontaktlinsen zunächst unangenehm zu tragen sind, sollten sie doch keinen Schmerz verursachen. Schmerzen deuten normalerweise darauf hin, dass die Linse nicht korrekt sitzt. Menschen, die gasdurchlässige Kontaktlinsen (GPCLs) tragen, können vorübergehend (für weniger als zwei Stunden) eine verschwommene Sicht haben, wenn sie nach der Entfernung der Kontaktlinsen eine Brille aufsetzen. Das Sehvermögen ist mit harten Kontaktlinsen normalerweise schärfer als mit weichen, dies gilt vor allem für Patienten, die unter Astigmatismus leiden.

Weiche Kontaktlinsen

Weiche, hydrophile Kontaktlinsen werden aus flexiblem Kunststoff gefertigt und bestehen zu 30 % bis 79 % aus Wasser. Sie sind größer als harte Kontaktlinsen und bedecken die gesamte Hornhaut. Weiche Kontaktlinsen können für die Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus und Presbyopie eingesetzt werden. Nicht alle weichen Kontaktlinsen lassen Sauerstoff ungehindert die Hornhaut erreichen.

Weil sie größer sind, neigen weiche Kontaktlinsen weniger als harte dazu, herauszufallen, und es setzen sich weniger Staub- und andere Teilchen darunter fest. Darüber hinaus sind weiche Kontaktlinsen meistens von Anfang an angenehm zu tragen. Weiche Kontaktlinsen erfordern sorgfältige Pflege zur Vermeidung von Problemen, da das Risiko von Infektionen bei ihnen größer als bei harten Kontaktlinsen ist. Wenn sie trocken sind, sind weiche Kontaktlinsen brüchig und brechen leicht.

Did You Know...

  • Ein Sehvermögen, das mit harten Kontaktlinsen korrigiert wird, ist normalerweise schärfer als ein Sehvermögen, das mit weichen Kontaktlinsen korrigiert wird.

  • Am besten reduziert man das Risiko einer Infektion, indem man nicht mit Kontaktlinsen schläft.

Pflege von und Komplikationen im Zusammenhang mit Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sollten jeden Tag herausgenommen und mit einer Desinfektionslösung speziell für Kontaktlinsen gereinigt werden. Man sollte nie Leitungswasser benutzen, dies vor allem nicht zur Reinigung weicher oder gasdurchlässiger Kontaktlinsen. Nach dem Reinigen sollten alle Kontaktlinsen in einer desinfizierenden Lösung über Nacht in einem Kontaktlinsenbehälter aufbewahrt werden. Kontaktlinsen länger als empfohlen zu tragen oder länger, als es die Augen vertragen, kann zu geröteten oder tränenden Augen und zu Lichtempfindlichkeit führen (das sogenannte Overwear-Syndrom). Nach dem Entfernen der Linsen klingen die Symptome in der Regel im Laufe des Tages ab. Länger andauernde Symptome könnten ein Anzeichen einer schwerwiegenderen Infektion sein.

Nachdem die Linsen am folgenden Tag eingesetzt wurden, sollten 100 % der desinfizierenden Lösung aus dem Kontaktlinsenbehälter entfernt werden. Der Kontaktlinsenbehälter wird dann in einem Schrank oder einer Schublade aufbewahrt und wird in geöffnetem Zustand zum Trocknen der Luft ausgesetzt. Der Behälter sollte nicht offen im Badezimmer auf der Ablage um das Waschbecken herum aufbewahrt werden, da kleine Tröpfchen, die sich nach dem Zähneputzen oder dem Spülen der Toilette ausbreiten, Mikroorganismen enthalten könnten, die sich im Behälter ansiedeln und eine Infektion verursachen. Der Kontaktlinsenbehälter sollte alle 1 bis 2 Monate ausgetauscht werden.

Did You Know...

  • Ein Kontaktlinsenbehälter sollte offen in einer Schublade oder einem Schrank aufbewahrt werden, wenn er gerade nicht zur Aufbewahrung von Kontaktlinsen verwendet wird. Der offene Behälter sollte nicht im Badezimmer auf der Ablage um das Waschbecken herum aufbewahrt werden, da kleine Tröpfchen, die sich beim Zähneputzen oder dem Spülen der Toilette ausbreiten, Mikroorganismen enthalten könnten, die sich im Behälter ansiedeln und eine Infektion verursachen.

Einige Kontaktlinsen erfordern eine wöchentliche Pflege mit einem Enzymreiniger. Tägliche Einweg-Kontaktlinsen werden nach einem Tag der Benutzung entsorgt. Einige Wochen- oder Einweg-Kontaktlinsen sind so konzipiert, dass man sie mehrere Tage lang beim Schlafen im Auge behalten kann (verlängerte Tragbarkeit). Die meisten von ihnen können bis zu 7 Tage lang im Auge gelassen werden, doch gibt es inzwischen neuere Arten von Kontaktlinsen, die bis zu 30 Tage lang im Auge bleiben können. Dennoch ist das Infektionsrisiko bei Kontaktlinsen, die über Nacht getragen werden, viel höher. Daher ist es am besten, die Kontaktlinsen vor dem Schlafengehen herauszunehmen.

Das Tragen von Kontaktlinsen stellt ein Risiko für ernste, die Sehfähigkeit gefährdende und schmerzhafte Komplikationen dar, darunter auch die Bildung von Geschwüren auf der Hornhaut. Hornhautgeschwüre können durch Bakterien, Viren, Pilze oder Amöben hervorgerufen werden und zu einem Verlust der Sehfähigkeit führen. Die Risiken können durch die Befolgung der ärztlichen Anweisungen und gesunden Menschenverstand wesentlich reduziert werden.

Das Risiko für ernsthafte Infektionen erhöht sich, wenn Patienten schwimmen oder duschen, während sie ihre Kontaktlinsen tragen und diese mit hausgemachter Salzlösung, Spucke, Leitungswasser oder destilliertem Wasser reinigen. Letztendlich erhöht das Tragen jeder Art von Kontaktlinsen im Schlaf die Gefahr schwerer Infektionen um ein Vielfaches. Das Risiko für Infektionen steigt mit jeder Nacht, in der man mit weichen Kontaktlinsen schläft. Die beste Methode zur Senkung des Infektionsrisikos besteht darin, die Kontaktlinsen vor dem Schlafen herauszunehmen, ordnungsgemäß zu desinfizieren und die Linsen nicht dem Leitungswasser auszusetzen. Wenn ein Patient unter starken Augenschmerzen leidet, seine Augen übermäßig wässern, Schmerzen beim Kontakt mit dem Sonnenlicht auftreten, das Sehvermögen sich verändert oder eine Rötung der Augen auftritt, sollten die Kontaktlinsen sofort entfernt werden. Wenn die Symptome nicht schnell verschwinden, sollte der Patient einen Augenarzt aufsuchen.

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