Chronische Cholezystitis

VonYedidya Saiman, MD, PhD, Lewis Katz School of Medicine, Temple University
Reviewed ByMinhhuyen Nguyen, MD, Fox Chase Cancer Center, Temple University
Überprüft/überarbeitet Geändert Okt. 2025
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Unter einer chronischen Cholezystitis versteht man eine lang andauernde Gallenblasenentzündung meist aufgrund von Gallensteinen. Die Behandlung erfolgt mittels Cholezystektomie.

(Siehe auch Übersicht Gallenfunktion.)

Die Ursache für eine chronische Cholezystitis sind fast immer Gallensteine und frühere Episoden von akuter Cholezystitis, selbst wenn diese leicht waren. Das Ausmaß der Schädigung reicht von einem dezenten chronisch-entzündlichen Infiltrat bis zu einer fibrotischen, geschrumpften Gallenblase. Eine infolge Fibrose völlig kalzifizierte Gallenblase wird Porzellangallenblase genannt.

Symptome und Beschwerden der chronischen Cholezystitis

Gallensteine blockieren den Zystikus zeitweise und verursachen damit wiederkehrende Gallenkoliken. Solche Schmerzepisoden sind nicht notwendigerweise von offenkundigen Gallenblasenentzündungen und akuter Cholezystitis begleitet; das Ausmaß der Entzündung korreliert nicht mit der Intensität oder Frequenz der Gallenkoliken. Der Oberbauch kann druckempfindlich sein, aber Fieber ist in der Regel nicht vorhanden. Bei Fieber besteht der Verdacht auf eine akute Cholezystitis. Einmal aufgetreten, rezidivieren die Episoden in der Regel.

Diagnose der chronischen Cholezystitis

  • Ultraschall

  • Manchmal hepatobiliäre Szintigraphie

  • Technische Untersuchungen

Der Verdacht auf eine chronische Cholezystitis ergibt sich bei Patienten mit rezidivierenden Gallenkoliken und Gallensteinen. Ultraschall oder ein anderes bildgebendes Verfahren zeigt in der Regel Gallensteine und manchmal eine geschrumpfte, fibrotische Gallenblase. Die Diagnose wird bei Patienten mit einer Vorgeschichte von rezidivierenden Gallenkoliken und im Ultraschall nachgewiesenen Gallensteinen gestellt.

Die Choleszintigraphie kann eine Nicht-Darstellung der Gallenblase zeigen, ist aber weniger genau.

Labortests können Cholestase zeigen, und ein vollständiges Blutbild oder Akute-Phase-Reaktanten (z. B. C-reaktives Protein, Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit) können auf Entzündung oder Infektion hindeuten, wenn vorhanden.

Behandlung der chronischen Cholezystitis

  • Manchmal laparoskopische Cholezystektomie

Die laparoskopische Cholezystektomie wird in der Regel bei anhaltenden Gallenwegsbeschwerden aufgrund einer chronischen Cholezystitis durchgeführt, obwohl die Evidenz für den Nutzen eines chirurgischen gegenüber einem konservativen Ansatz uneinheitlich ist (1).

Eine chronische Cholezystitis, insbesondere die verkalkte „Porzellangallenblase“, ist mit einem erhöhten Risiko für ein Gallenblasenkarzinom assoziiert, doch ist der Einsatz der Cholezystektomie als prophylaktischer Eingriff bei dieser Erkrankung umstritten (2, 3).

Literatur zur Behandlung

  1. 1. Brazzelli M, Cruickshank M, Kilonzo M, et al. Clinical effectiveness and cost-effectiveness of cholecystectomy compared with observation/conservative management for preventing recurrent symptoms and complications in adults presenting with uncomplicated symptomatic gallstones or cholecystitis: a systematic review and economic evaluation. Health Technol Assess. 2014;18(55):1-vi. doi:10.3310/hta18550

  2. 2. Chen GL, Akmal Y, DiFronzo AL, et al. Porcelain Gallbladder: No Longer an Indication for Prophylactic Cholecystectomy. Am Surg. 2015;81(10):936-940.

  3. 3. DesJardins H, Duy L, Scheirey C, et al. Porcelain Gallbladder: Is Observation a Safe Option in Select Populations?. J Am Coll Surg. 2018;226(6):1064-1069. doi:10.1016/j.jamcollsurg.2017.11.026

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