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Alopecia Areata

Von

Wendy S. Levinbook

, MD, Hartford Dermatology Associates

Inhalt zuletzt geändert Jun 2016
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Quellen zum Thema

Alopecia areata ist typischerweise der plötzliche, ungleichmäßige Haarverlust ohne Narben bei Patienten ohne offensichtliche systemische oder Hauterkrankungen.

Kopfhaut und Bart sind am häufigsten betroffen, wobei jeder behaarte Bereich betroffen sein kann. Der Haarausfall kann fast den gesamten Körper betreffen (Alopecia universalis). Die Alopecia areata gilt als Autoimmunerkrankung, die bei genetisch prädisponierten Menschen nach Exposition mit unbekannten Umweltauslösern, wie Infektion oder emotionaler Belastung, auftritt. Gelegentlich treten gleichzeitig eine autoimmune Vitiligo Vitiligo Vitiligo ist der Verlust der Hautmelanozyten mit umschriebenen depigmentierten Hautbereichen unterschiedlicher Größe. Die Ursache ist unbekannt, basiert aber wahrscheinlich auf genetischen... Erfahren Sie mehr Vitiligo oder Thyreoiditis Hashimoto-Thyreoiditis Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische, autoimmune Entzündung der Schilddrüse mit lymphozytären Infiltrationen. Man findet (Anmerkung der Redaktion: Initial) eine schmerzlose... Erfahren Sie mehr auf.

Diagnose

  • Untersuchung

Die Diagnose erhält man durch die Inspektion. Die Alopecia areata manifestiert sich typischerweise mit kleinen kreisrunden unbehaarten Flecken, an deren Rand sich kurze abgebrochene Haare finden, die an Ausrufezeichen erinnern. Die Nägel sind gelegentlich eingekerbt oder weisen eine Trachyonychie auf, eine Aufrauung des Nagels, wie sie auch beim Lichen planus Lichen planus Der Lichen planus ist ein rezidivierendes, juckendes, entzündliches Exanthem mit kleinen, dezenten, polygonalen, abgeflachten, lividen Papeln, die konfluieren können, oft liegen auch... Erfahren Sie mehr Lichen planus auftritt.

Therapie

  • Corticosteroide

  • Manchmal topisches Anthralin, Minoxidil, oder beides

Wird eine Therapie in Beracht gezogen, ist Intraläsionale Kortikosteroid-Injektion die Therapie der Wahl bei Erwachsenen. Triamcinolonacetonidsuspension (in Dosen von 0,1–3 ml einer 2,5–5 mg/ml Konzentration, 4–8 Wochen lang) kann bei kleinen Läsionen intradermal injiziert werden. Auch potente topische Glucocorticoide (z. B. Clobetasol-propionat 0,05% als Schaum, Gel oder Salbe 2-mal täglich für ca. 4 Wochen) können eingesetzt werden, wobei sie oft nicht in die Tiefe zum Haarbulbus penetrieren, wo der entzündliche Prozess abläuft. Orale Glucocorticoide sind ebenfalls wirksam, wobei der Haarverlust nach dem Absetzen der Therapie oft rezidiviert und durch die Nebenwirkungen nur ein eingeschränkter Einsatz möglich ist.

Topische Anthralin-Creme (0,5- bis 1% für 10-20 Minuten täglich auftragen, dann abwaschen, Anwendungshäufigkeit abhängig von der Verträglichkeit bis zu einer Stunde pro Tag) kann verwendet werden, um eine leichte irritierende Reaktion zu stimulieren. Minoxidil 5% Lösung kann als Zusatzstoff zur Behandlung mit Kortikosteroiden oder Anthralin hilfreich sein.

Die Induktion eines allergischen Kontaktekzems durch Diphenylcyclopropenon und Quadratdibutylester (topische Immuntherapie) löst aus unbekannten Gründen Haarwachstum aus, allerdings sollte diese Therapieoption Patienten mit diffuser Beteiligung vorenthalten bleiben, die nicht auf die anderen Verfahren ansprechen.

Die Alopecia areata kann spontan verschwinden, chronifizieren oder sich diffus ausbreiten. Risikofaktoren für eine Chronifizierung sind ausgedehnter Befall, Beginn vor der Jugend, Atopie und Beteiligung der peripheren temporalen und Hinterkopfhautbereiche (Ophiasis).

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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