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Kniescheibenluxationen

(Patellaluxation)

Von

Danielle Campagne

, MD, University of California, San Francisco

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2021| Inhalt zuletzt geändert Jan 2021
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Luxationen der Kniescheibe (Patella) treten auf, wenn die Kniescheibe und die Bänder, mit denen sie fixiert ist, zur Seite und aus dem Knie herausrutschen.

  • Dies kann zum Beispiel bei einem plötzlichen Richtungswechsel beim Gehen geschehen. Davon betroffen sind in der Regel heranwachsende Mädchen mit einer Knieanomalie.

  • Die Kniescheibe sieht verschoben aus. Die Betroffenen haben Schmerzen unter der Kniescheibe und können das Knie nicht strecken.

  • Die Diagnose einer Kniescheibenluxation erfolgt bei der Untersuchung durch den Arzt.

  • Der Arzt schiebt die Kniescheibe vorsichtig zurück in ihre Position und bringt dann eine Knieorthese mit starren Fixationsstäben bzw. eine Orthese mit Scharnier an.

Kniescheibenluxationen treten häufig auf. Oftmals sind heranwachsende Mädchen mit einer anatomischen Fehlbildung im Kniegelenk, beispielsweise lockeren Bändern oder leicht verschobenen Knochen, betroffen.

Ursache für ein Verrutschen der Kniescheibe ist in der Regel ein plötzlicher Richtungswechsel beim Gehen. Kniescheibenluxationen können bei Sportarten auftreten, bei denen das Knie abrupt verdreht wird und/oder Stößen/Schlägen ausgesetzt ist (z. B. Fußball, Gymnastik, Baseball beim Schwingen eines Schlägers und Eishockey). Sie können aber auch durch Stolpern oder Ausrutschen auftreten.

Durch die Einwirkung der Kraft, die die Luxation verursacht, kommt es mitunter auch zu Frakturen im Knorpel auf der Rückseite der Kniescheibe oder zum Absplittern eines kleinen Knochenstücks vom Ende des Oberschenkelknochens.

Symptome einer Kniescheibenluxation

Eine ausgerenkte Kniescheibe ist von außen erkennbar. Die Betroffenen haben Schmerzen unter der Kniescheibe. Das Kniegelenk ist druckempfindlich und oft geschwollen. Das Knie lässt sich nicht strecken, wohingegen sich die Kniescheibe oft hin und her bewegen lässt. Die Betroffenen sind unter Umständen nicht in der Lage zu gehen.

Diagnose einer Kniescheibenluxation

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Röntgenaufnahmen zur Überprüfung auf Frakturen

Eine Kniescheibe kann sich von selbst wieder zurück in ihre Ausgangsposition bewegen, bevor die Betroffenen beim Arzt vorstellig werden. Die Betroffenen sollten trotzdem zu einem Arzt gehen, damit dieser auch auf etwaige Brüche untersuchen kann, die während der Verletzung aufgetreten sind.

Wussten Sie ...

  • Wenn die Kniescheibe verrutscht, sollte ein Arzt aufgesucht werden, auch wenn die Kniescheibe von selbst wieder zurück in ihre Ausgangsposition gelangt.

Die Diagnose einer Kniescheibenluxation erfolgt bei der Untersuchung durch den Arzt. Auch wenn die Kniescheibe bereits wieder von selbst in ihre Ausgangsposition gerutscht ist, lässt sich die Luxation daran erkennen, dass Blut im Gelenk vorhanden und das Gelenk selbst druckempfindlich ist.

Zur Untersuchung auf Brüche werden Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln gemacht.

Behandlung einer Kniescheibenluxation

  • Manöver zur Reposition der Kniescheibe

  • Normalerweise eine elastische Bandage und Krücken oder manchmal auch eine Knieorthese

  • Chirurgischer Eingriff bei anhaltender Instabilität der Kniescheibe

Der Arzt bewegt die ausgerenkte Kniescheibe vorsichtig wieder in ihre Ausgangsposition (Reposition) zurück. Für gewöhnlich ist kein Beruhigungsmittel oder Schmerzmittel notwendig. Anschließend wird das Knie auf Stabilität überprüft, indem es in alle Richtungen bewegt wird (Flexion und Streckung des Knies). Wenn das Knie stabil ist, wird es mit einer elastischen Bandage bandagiert und die Patienten erhalten Krücken. Ist das Knie instabil, wird eine Knieorthese angelegt. Die Orthese unterstützt das Knie und verhindert, dass es gebeugt wird. Diese Orthese wird dann mehrere Tage lang getragen. Dann ist eine Physiotherapie erforderlich, um die Muskeln zu kräftigen und die Beweglichkeit des Knies zu verbessern.

Das Gelenk kann auch in folgenden Situationen mit in einer Operation von einem orthopädischen Chirurgen repariert werden:

  • Ein Knochen ist gebrochen.

  • Der Knorpel im Gelenk ist verletzt.

  • Nach der ersten Behandlung bleibt das Knie weiterhin instabil.

Ein solcher chirurgischer Eingriff wird möglicherweise durchgeführt, indem durch einen winzigen Schnitt ein kleiner Betrachtungsschlauch (arthroskopische Operation Schlüssellochoperation Bei einem sogenannten chirurgischen Verfahren wird manuell Gewebe geschnitten oder genäht, um Erkrankungen, Verletzungen oder Deformitäten zu behandeln, und dieses wird auch als „chirurgischer... Erfahren Sie mehr ) in das Gelenk eingeführt wird. Mitunter wird aber auch ein chirurgischer Eingriff (mit einem größeren Schnitt) durchgeführt.

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