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Tierbisse

Von

Robert A. Barish

, MD, MBA, University of Illinois at Chicago;


Thomas Arnold

, MD, Department of Emergency Medicine, LSU Health Sciences Center Shreveport

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2020| Inhalt zuletzt geändert Mai 2020
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Die meisten Tierbisse in den Vereinigten Staaten sind die von Hunden und Katzen. Die Wunden sollten so schnell als möglich gereinigt und versorgt werden. (Siehe auch Einführung in Bisse und Stiche.)

Die meisten Bissverletzungen in den Vereinigten Staaten gehen von Hunden und in geringerem Maß von Katzen aus. Wegen ihrer Popularität als Haustiere stammen die meisten Bisse von Hunden, weil sie ihre Besitzer und ihr Territorium verteidigen wollen. Etwa 10 bis 20 Menschen in den USA, meistens Kinder, sterben jedes Jahr an Hundebissen. Katzen verteidigen Ihr Territorium nicht und beißen Menschen vornehmlich, wenn sie sich drangsaliert fühlen oder diese in einen Kampf unter Artgenossen eingreifen. Haustiere wie Pferde, Kühe und Schweine beißen selten; allerdings sind sie so groß und stark, dass sie schwere Wunden verursachen können. Die Bisse wilder Tiere sind selten.

Wussten Sie ...

  • Bei Bissen von Eichhörnchen, Hamstern und Nagetieren besteht in der Regel kein Tollwutrisiko.

Die Ränder einer von einem Hund beigebrachten Bisswunde sind zerfetzt und zerrissen. Katzenbisse gehen sehr tief und entzünden sich häufig. Infizierte Bisse sind schmerzvoll, geschwollen und rot.

Tollwut kann von Tieren (meist von Fledermäusen, Waschbären, Füchsen und Stinktieren), die mit diesem Erreger infiziert sind, übertragen werden. Bei den Haustieren in den Vereinigten Staaten ist Tollwut wegen der Impfungen selten, in den Entwicklungsländern aber, in denen die Impfwahrscheinlichkeit von Tieren geringer ist, können Bisse von Haustieren auch die Tollwut übertragen. Bisse von Eichhörnchen, Hamstern und Nagetieren übertragen selten die Tollwut.

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Vorbeugung gegen Hundebisse

Jeder Hund kann beißen. Bei Kindern ist sowohl die Bisswahrscheinlichkeit als auch die Schwere etwaiger Bissverletzungen relativ hoch. Die meisten Betroffenen wurden vom eigenen Hund oder von einem ihnen bekannten Hund gebissen. Es gibt gewisse Vorsichtsmaßnahmen, mit denen sich das Risiko, gebissen zu werden, verringern lässt:

  • Lassen Sie einen Säugling oder ein Kleinkind nie mit einem Hund allein.

  • Lassen Sie einen Hund in Ruhe, wenn er frisst oder schläft.

  • Nähern Sie sich einem fremden Hund nie ohne Erlaubnis des Halters.

  • Greifen Sie nie nach einem Hund und fassen Sie nie durch einen Zaun, um einen Hund zu streicheln.

  • Rennen Sie einem Hund nicht hinterher.

  • Versuchen Sie nicht, kämpfende Hunde zu trennen.

  • Bleiben Sie ruhig, halten Sie still oder ziehen Sie sich langsam zurück, wenn sich ein Hund nähert.

Behandlung

  • Wundreinigung

  • Mitunter Antibiotika

Nach der üblichen Erstversorgung sollte bei einem Tierbiss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Wenn möglich, sollte das Tier, das angegriffen hat, von seinem Besitzer eingesperrt werden. Wenn das Tier frei herumläuft, sollte derjenige, der gebissen wurde, nicht versuchen, es zu fangen. Die Polizei sollte eingeschaltet werden, damit die zuständigen Behörden das Tier auf Anzeichen von Tollwut untersuchen können.

Die Ärzte reinigen den Tierbiss, indem sie die Wunde mit sterilem Salzwasser (Kochsalzlösung) spülen und mit Seife und Wasser reinigen. Ist das Gewebe am Wundrand gequetscht oder zerrissen, wird es mitunter entfernt.

Bisswunden im Gesicht werden chirurgisch geschlossen (genäht). Kleinere Wunden, Stichwunden und Bisswunden an den Händen werden hingegen in aller Regel nicht genäht.

Manchmal werden Antibiotika verabreicht, um eine Entzündung zu verhindern. Infizierte Bisswunden machen manchmal eine chirurgische Drainage, intravenös verabreichte Antibiotika oder beides erforderlich.

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