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Migräneanfälle

Von

Stephen D. Silberstein

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2018| Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Migräne-Kopfschmerzen sind in der Regel mittelstarke bis starke, pulsierende oder pochende Schmerzen. Sie können auf einer oder beiden Kopfseiten auftreten. Sie werden durch körperliche Aktivität, Licht, Geräusche oder Gerüche verschlimmert und sind von Übelkeit und Erbrechen sowie von Überempfindlichkeit auf Geräusche, Licht und/oder Gerüche begleitet.

  • Migränen können durch Schlafmangel, Wetterveränderungen, Hunger, übermäßige Sinnesreizung, Stress oder andere Faktoren ausgelöst werden.

  • Sie können durch körperliche Aktivität, Licht, Geräusche oder Gerüche verstärkt werden.

  • Die Diagnose stützt sich auf typische Symptome.

  • Es gibt keine Heilung für Migräne, aber Medikamente, um sie gleich zu Beginn zu stoppen, den Schmerz zu lindern und die Anzahl und Stärke von Migräne-Attacken zu reduzieren.

Migränen können in jedem Alter beginnen, doch in der Regel fangen sie während der Pubertät oder im jungen Erwachsenenalter an. Bei den meisten Betroffenen kehren Migränen periodisch wieder (weniger als 15 Tage pro Monat). Nach dem 50. Lebensjahr werden die Kopfschmerzen in der Regel deutlich schwächer oder verschwinden ganz. Migränen treten bei Frauen dreimal so häufig wie bei Männern auf. In den USA haben etwa 18 % der Frauen und 6 % der Männer eine Migräne pro Jahr.

Migräne kann chronisch werden. Das heißt, dass sie an 15 oder mehr Tagen pro Monat eintritt. Chronische Migränen treten oft bei Menschen auf, die Medikamente zur Migränebehandlung übermäßig nutzen.

Migränen scheinen genetisch bedingt zu sein. Über die Hälfte der Patienten, die unter Migräne leiden, haben enge Verwandte, die ebenfalls darunter leiden.

Ursachen

Migränen treten bei Menschen mit einem verhältnismäßig empfindlicheren Nervensystem als das von anderen auf. Bei diesen Menschen sind die Nervenzellen im Gehirn leicht zu stimulieren und produzieren so elektrische Aktivität. Während sich die elektrische Aktivität im Gehirn ausbreitet, werden verschiedene Funktionen, z. B. Sicht, Empfindung, Gleichgewicht, Muskelkoordination und Sprache, vorübergehend gestört. Diese Störungen verursachen die Symptome, die vor Beginn der Kopfschmerzen auftreten (die so genannte Aura). Die Kopfschmerzen treten auf, wenn der fünfte Hirnnerv (Trigeminusnerv) stimuliert wird. Dieser Nerv sendet Impulse (einschließlich Schmerzimpulse) von den Augen, der Kopfhaut, dem Vorderkopf, den oberen Augenlidern, dem Mund und dem Kiefer an das Gehirn. Eine Stimulierung des Nervs führt möglicherweise zur Freisetzung von Substanzen, die eine schmerzhafte Entzündung der Blutgefäße des Gehirns (zerebrale Blutgefäße) und der Gewebeschichten, die das Gehirn umhüllen (Meningen), verursachen. Die Entzündung ist für die pochenden Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen verantwortlich.

Östrogen, das wichtigste weibliche Hormon, kann offenbar Migräneanfälle auslösen, was erklären könnte, warum Frauen häufiger als Männer unter Migräne leiden. Migränen können unter Umständen ausgelöst werden, wenn der Östrogenspiegel steigt oder schwankt. In der Pubertät, wenn der Östrogenspiegel steigt, sind Migräneanfälle bei Mädchen weitaus häufiger als bei Jungen. Manche Frauen leiden kurz vor, während oder kurz nach ihrer Periode unter Migräneanfällen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft, wenn der Östrogenspiegel relativ stabil ist, kommt es in der Regel seltener zu Migräneanfällen, doch sie verschlimmern sich wieder nach der Geburt des Kindes, wenn der Östrogenspiegel rasch abnimmt. Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen und der Östrogenspiegel schwankt, fällt es besonders schwer, die Migräne zu kontrollieren.

Orale Kontrazeptiva (welche Östrogen beinhalten) und eine Östrogentherapie können zu einer Verschlimmerung von Migräneanfällen und zu einer Erhöhung des Risikos für Schlaganfälle bei Frauen führen, die Migräneanfälle mit einer Aura haben.

Folgendes kann auch Migräneanfälle auslösen:

  • Schlafmangel und Schlaflosigkeit

  • Wetterveränderungen, insbesondere barometrische Druckveränderungen

  • Rotwein

  • Bestimmte Lebensmittel

  • Hunger (wie z. B., wenn Mahlzeiten ausgelassen werden)

  • Übermäßige Sinnesreizung (zum Beispiel durch Lichtblitze oder starke Gerüche)

  • Stress

Verschiedene Lebensmittel wurden zwar mit Migräne in Zusammenhang gebracht, ob sie diese aber wirklich auslösen, ist unklar. Zu diesen Lebensmitteln gehören

  • Tyraminhaltige Lebensmittel, wie lang gereifter Käse, Sojaprodukte, Favabohnen, Hartwurst, geräucherter oder getrockneter Fisch und bestimmte Nusssorten

  • Nitrathaltige Lebensmittel, wie Hotdogs und Aufschnitt

  • Mononatriumglutamat-(MNG)-haltige Lebensmittel, ein Geschmacksverstärker, der in Fast Food, Brühen, Gewürzmischungen und Gewürzen zu finden ist

  • Koffein (einschließlich des Koffeins in Schokolade)

Welche Nahrungsmittel eine Migräne auslösen, ist von Person zu Person unterschiedlich.

Kopfverletzungen, Nackenschmerzen oder ein Problem mit dem Kiefergelenk (temporomandibuläre Kieferstörung) lösen manchmal Migräneanfälle aus oder verstärken diese.

Eine seltene Unterform der Migräne ist die familiäre hemiplegische Migräne, die mit genetischen Defekten auf den Chromosomen 1, 2 oder 19 einhergeht. Welche Rolle die Gene bei den häufigeren Migräneformen spielen, wird gegenwärtig untersucht.

Symptome

Während eines Migräneanfalls wird ein pulsierender, pochender Schmerz normalerweise auf einer Kopfseite unter Umständen jedoch auf beiden Seiten gespürt. Die Schmerzen können mittelstark sein. Oft sind sie aber so heftig, dass sie jede Tätigkeit unmöglich machen. Körperliche Aktivität, helles Licht, laute Geräusche und einige Gerüche können die Kopfschmerzen verschlimmern. Diese Überempfindlichkeit ist der Grund, weswegen viele Menschen sich in einen dunklen Raum zurückziehen, hinlegen und – wenn möglich – einschlafen. Migränen klingen gewöhnlich im Schlaf ab.

Die Kopfschmerzen sind öfters von Übelkeit, manchmal mit Erbrechen und Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und/oder Gerüchen begleitet.

Ernste Attacken können lähmend sein und tägliche Alltagsroutinen und die Arbeit unterbrechen.

Häufigkeit und Schweregrad der Attacken können sehr unterschiedlich sein. Viele Menschen haben unterschiedliche Arten von Kopfschmerzen, beispielsweise auch leichte Attacken ohne Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit. Diese Attacken ähneln Spannungskopfschmerzen, sind aber eine leichte Form von Migräne.

Einer Migräne geht häufig ein Prodrom voraus. Ein Prodrom sind Frühwarnanzeichen für eine bevorstehende Attacke. Dabei kann es sich u. a. um Stimmungsveränderungen, Appetitverlust oder Übelkeit handeln.

Bei fast 25 Prozent der Menschen geht Migräneanfällen eine Aura voraus. Die Aura beeinträchtigt zeitweise Sehvermögen, Empfinden, Gleichgewicht, Bewegung oder Sprache. Oft sehen diese Menschen zickzackartige, schimmernde oder blitzende Lichter oder bekommen einen blinden Fleck mit flackernder Lichtumrandung. Seltener erleben Menschen ein Kribbeln, Gleichgewichtsstörungen, ein Schwächegefühl in einem Arm oder Bein oder Sprachschwierigkeiten. Die Aura tritt einige Minuten bis zu einer Stunde vor Beginn der Kopfschmerzen auf und kann auch danach weiterbestehen. Bei einigen Menschen stellt sich eine Aura ein, obwohl sie nur leichte oder gar keine Kopfschmerzen haben. Diese schwachen Kopfschmerzen sind möglicherweise den Spannungskopfschmerzen ähnlich.

Migräne-Attacken können einige Stunden bis Tage (typischerweise vier Stunden bis mehrere Tage) andauern. Ernste Attacken können lähmend sein und das Privat- und Arbeitsleben stören.

Ihre Häufigkeit nimmt in der Regel mit zunehmendem Alter ab.

Wussten Sie ...

  • Manchmal verursacht Migräne Symptome, die das Sehvermögen oder den Gleichgewichtssinn beeinträchtigen, ohne Kopfschmerzen zu verursachen.

  • Die übermäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zu einer Verschlimmerung von Migräne führen.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Manchmal Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Ärzte diagnostizieren Migräne, wenn es typische Symptome gibt und die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung (einschließlich einer neurologischen Untersuchung) normal sind.

Es gibt keine bestimmte Vorgehensweise, um die Diagnose zu bestätigen. Wenn die Kopfschmerzen erst kürzlich aufgetreten sind oder es diverse Warnsignale gibt, wird oftmals eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels und manchmal eine Spinalpunktion (Lumbalpunktion) durchgeführt, um weitere Erkrankungen auszuschließen.

Wenn Menschen, die bekanntlich an Migräneanfällen leiden, Kopfschmerzen entwickeln, die ihren vorangegangenen Migränen ähneln, werden nur selten Tests durchgeführt. Wenn der Kopfschmerz jedoch anders ist, insbesondere wenn Warnsignale vorhanden sind, sind oft eine ärztliche Untersuchung und verschiedene Tests erforderlich.

Vorbeugung

Wenn der Betroffene durch eine Behandlung nicht vor regelmäßigen und tätigkeitslähmenden Migränen geschützt werden kann, kann die tägliche Einnahme von Medikamenten Migräneattacken vorbeugen (siehe Tabelle: Arzneimittel zur Behandlung von Migräne). Die Einnahme vorbeugender Medikamente kann Patienten, die zu oft Schmerzmittel oder andere Medikamente gegen Migräneanfälle verwenden, helfen, die Einnahme zu reduzieren.

Die Wahl eines vorbeugenden Medikamentes hängt von dessen Nebenwirkungen und von eventuell vorhandenen Erkrankungen ab, wie in den folgenden Beispielen dargestellt:

  • Betablocker, wie z. B. Propranolol, kommen häufig zum Einsatz, insbesondere bei Personen mit Angstzuständen oder einer koronaren Herzkrankheit.

  • Das Antiepileptikum Topiramat kann übergewichtigen Personen verabreicht werden, da es einen Gewichtsverlust unterstützen kann.

  • Das Antiepileptikum Divalproex kann die Stimmung stabilisieren und kann hilfreich sein, wenn die Migräne die Funktionsfähigkeit erschwert.

  • Amitriptylin kann Menschen, die an Depression oder Schlaflosigkeit leiden, verabreicht werden.

Behandlung

  • Beseitigung auslösender Reize

  • Verhaltensbezogene Maßnahmen

  • Yoga

  • Medikamente zur Verhinderung eines Fortschreitens der Migräne

  • Medikamente zur Schmerzkontrolle

  • Medikamente zur Verhinderung von Migräne

Migränen können zwar nicht geheilt, aber kontrolliert werden.

Ärzte schlagen den Patienten vor, ein Tagebuch der Kopfschmerzen zu führen. In ihm notieren die Betroffenen Häufigkeit und Zeitpunkt der Attacken, mögliche Auslöser und ihre Reaktion auf die Behandlung. Mithilfe dieser Informationen können die Auslöser identifiziert und eventuell umgangen werden. Die Betroffenen können dann ihre Behandlung unterstützen, indem sie die auslösenden Reize meiden, und der Arzt kann die Behandlung besser planen und anpassen.

Es werden auch verhaltensbezogene Maßnahmen (wie Entspannung, Biofeedback und Stressbewältigung) zur Kontrolle von Migräneattacken empfohlen, insbesondere, wenn Stress der Auslöser ist oder zu viele Medikamente zur Behandlung der Migräne eingenommen werden.

Yoga kann die Intensität und Häufigkeit von Migräneanfällen reduzieren. Yoga kombiniert körperliche Übungen zur Stärkung und Dehnung der Muskeln mit tiefer Atmung, Meditation und Entspannungsübungen.

Arzneimittel

Manche Medikamente stoppen (unterdrücken) eine Migräne schon, wenn sie beginnt, oder verhindern, dass sie stärker wird. Einige werden zur Schmerzkontrolle eingenommen. Andere werden zur Vorbeugung von Migränen genommen.

Wenn Migräneanfälle ernst sind oder werden, verwendet man Medikamente, welche die Migräne unterbrechen können. Sie werden eingenommen, sobald der Betroffene den Beginn einer Migräne spürt. Hierzu gehört Folgendes:

  • Gewöhnlich werden Triptane (5-Hydroxytryptamin [5-HT] oder Serotonin, Agonisten) eingesetzt. Triptane hindern die Nerven daran, Substanzen freizusetzen, die Migränen auslösen können. Triptane sind am wirkungsvollsten, wenn sie sofort bei Einsatz der Migräne eingenommen werden. Sie können geschluckt, inhaliert oder unter die Haut injiziert werden (subkutan).

  • Dihydroergotamin wird intravenös, in Zäpfchenform und als Nasenspray verabreicht, um schwere, anhaltende Migränen zu stoppen. Es wird meist mit einem intravenösen Medikament gegen Übelkeit (einem Antiemetikum) kombiniert, z. B. Prochlorperazin.

  • Bestimmte Antiemetika (z. B. Prochlorperazin) können leichte bis mittelstarke Migränen lindern. Prochlorperazin, oral oder als Zäpfchen, wird auch verwendet, um Migränen zu stoppen, wenn die Betroffenen Triptane oder Dihydroergotamine nicht vertragen.

Da Triptane und Dihydroergotamine eine Verengung der Blutgefäße herbeiführen können, werden sie nicht für Menschen mit Angina pectoris, einer koronaren Herzkrankheit, oder unkontrolliertem Bluthochdruck empfohlen. Falls ältere Menschen oder Menschen mit Risikofaktoren diese Medikamente für eine koronare Herzkrankheit einnehmen sollen, müssen sie streng überwacht werden.

Wenn Migräne meist von Übelkeit begleitet ist, wirkt die Anwendung eines Antiemetikums zusammen mit einem Triptan gleich zu Beginn der Symptome. Allein genommene Antiemetika (wie z. B. Prochlorperazin oder Metoclopramid) können schwache oder mäßige Migräneattacken frühzeitig stoppen.

Bei starken Attacken können die Kopfschmerzen durch intravenöse Flüssigkeitszufuhr gelindert werden. Meist fühlen sich die Betroffenen dann besser, wenn sie aufgrund des Erbrechens dehydriert waren.

Bei leichten bis mäßigen Migräneanfällen können Schmerzmittel (Analgetika) helfen. Häufig kommen nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) oder Paracetamol zum Einsatz. Man kann sie während einer Migräne nach Bedarf mit oder statt Triptanen einnehmen. Bei gelegentlich auftretenden leichten Migränekopfschmerzen können koffeinhaltige Analgetika, ein Opioid oder Butalbital (ein Barbiturat) helfen. Ein übermäßiger Gebrauch von Schmerzmitteln, Koffein (in Schmerzmittelpräparaten oder koffeinhaltigen Getränken) oder Triptanen kann jedoch zu täglichen, noch schwereren Migräneanfällen führen. Solche Kopfschmerzen, die Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen genannt werden, treten ein, wenn diese Medikamente an mehr als 2 bis 3 Tagen pro Woche eingenommen werden.

Das Fehlen oder Herabsetzen einer Dosis oder eine verspätete Einnahme eines Migränemedikaments kann einen Anfall auslösen oder verschlimmern.

Sollten die übrigen Behandlungen versagen, kann bei Menschen mit schweren Migräneanfällen die Einnahme opioider Analgetika die letzte Möglichkeit sein.

Tabelle
icon

Arzneimittel zur Behandlung von Migräne

Art

Beispiele

Einige Nebenwirkungen

Vorbeugung

Divalproex

Valproat

Haarausfall, Magenbeschwerden, Leberfunktionsstörungen, Blutungsneigung, Zittern und Gewichtszunahme

Nicht bei Schwangeren mit Migräne

Topiramat

Gewichtsverlust, Verwirrtheit und Depression

Atenolol

Metoprolol

Nadolol

Propranolol

Timolol

Krampf der Atemwege (Bronchospasmus), eine krankhaft niedrige Herzfrequenz (Bradykardie), Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Verschlimmerung von Herzinsuffizienz und sexuelle Funktionsstörungen

Veränderungen des Blutzuckerspiegels (damit wird es für den Arzt bei Diabetikern schwieriger festzustellen, wenn der Blutzuckerspiegel zu stark absinkt)

Durch einige Betablocker: ungünstige Auswirkungen auf den Lipidspiegel (Fettspiegel)

Verapamil

Schwindel, niedriger Blutdruck und Schwäche

Verstopfung

Ein Botulinumtoxin (zur Blockierung der Nervenaktivität)

OnabotulinumtoxinA

Nackenschmerzen und Steifheit

Schwäche der Muskeln im Gesicht und mitunter im Hals

Trizyklische Antidepressiva

Amitriptylin

Benommenheit, Gewichtszunahme, erhöhte Herzfrequenz, trockener Mund, Verwirrtheit und Verstopfung

Behandlung schwerer Migränen

Antiemetische Medikamente (gegen Übelkeit)

Metoclopramid

Prochlorperazin

Niedriger Blutdruck, Benommenheit, Zuckungen und Muskelkrämpfe

Ergotamin-Derivate

Dihydroergotamin

Übelkeit, Erbrechen und schwache Muskelkrämpfe

In seltenen Fällen, Brustschmerzen aufgrund unzureichender Blutversorgung des Herzmuskels (Angina pectoris)

Triptane (5-Hydroxytryptamin [5-HT] oder Serotonin, Agonisten)

Almotriptan

Eletriptan

Frovatriptan

Naratriptan

Rizatriptan

Sumatriptan

Zolmitriptan

Hitzewallungen, Kribbeln, Schwindel, Benommenheit, Übelkeit und ein Druckgefühl oder Schmerzen im Hals bzw. der Brust

Codein

Meperidin

Oxycodon

Atemverlangsamung, Verstopfung, Harnverhalt, Benommenheit und Übelkeit

Behandlung leichter bis mittelschwerer Migränen

Analgetika

Paracetamol

Kopfschmerzen durch übermäßigen Medikamentengebrauch (Rebound-Kopfschmerzen), wenn ein Medikament zu häufig angewendet wird

Gelegentlich Hautausschlag

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)

Aspirin

Indomethazin

Naproxen

Kopfschmerzen durch übermäßigen Medikamentengebrauch, wenn ein Medikament zu häufig angewendet wird

Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut) und peptische Geschwüre

Durch Indomethazin: Verstärkung der Depression, Krämpfe und Zittern mit Bewegungseinschränkung und Muskelsteife sowie bei älteren Menschen Schwindel und Verwirrtheit

*Opioide sollten als letzte Maßnahme eingesetzt werden, d. h. nur bei starken Migränen und wenn sich andere Maßnahmen als unwirksam erwiesen haben.

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