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Synthetische Cannabinoide

Von

Gerald F. O’Malley

, DO, Grand Strand Regional Medical Center;


Rika O’Malley

, MD, Albert Einstein Medical Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
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Cannabis ist eine andere Bezeichnung für Marihuana. Der Hauptwirkstoff ist Tetrahydrocannabinol (THC). Synthetische Cannabinoide werden künstlich hergestellt und sind THC ähnlich. Sie werden in der Regel auf getrocknete Pflanzen gesprüht und geraucht oder als verdampfte Flüssigkeit in E-Zigaretten eingeatmet. Es gibt verschiedene chemische Familien synthetischer Cannabinoide und es wird regelmäßig von neuen Verbindungen berichtet.

Symptome

Die verschiedenen Cannabinoide haben unterschiedliche Wirkungen und viele der kurz- und langfristigen Auswirkungen sind unbekannt. Es gibt jedoch drei Hauptkategorien:

  • Psychisch: Verwirrtheit, Unruhe, Halluzinationen und Psychose (Realitätsverlust), die irreversibel sein können

  • Herz-Kreislauf-System: Bluthochdruck, schneller Herzschlag (Tachykardie) und Herzinfarkt

  • Neurologisch: Verschwommenes Sehen, starkes Schwitzen und Krampfanfälle

Weitere Auswirkungen sind Erbrechen, eine hohe Körpertemperatur (Hyperthermie), ein Abbau der Muskeln und Niereninsuffizienz.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

Die Diagnose stützt sich in der Regel auf die Aussagen der Betroffenen oder deren Freunden. Routine-Urinuntersuchungen zeigen synthetische Cannabinoide nicht an, obgleich spezielle Tests zur Erkennung von synthetischen Cannabinoiden im Blut, Urin oder Haar durchgeführt werden.

Finden sich Anzeichen einer schweren, akuten Vergiftung, sind häufig Tests auf Komplikationen erforderlich. Mithilfe von Bluttests wird für gewöhnlich ein Blutbild erstellt und die Elektrolyte und die Nierenfunktion werden überprüft. Eine Elektrokardiographie (EKG) wird aufgezeichnet, um den Herzrhythmus zu untersuchen. Weiterhin kann der Urin auf Myoglobin untersucht werden, das auf einen Muskelabbau schließen lässt.

Behandlung

  • i.v. Beruhigungsmittel

  • i.v. Flüssigkeiten

Typische Behandlungen, darunter i.v. Beruhigungsmittel (Benzodiazepine), Flüssigkeit und eine unterstützende Versorgung, sind in der Regel angebracht. Personen mit einer gefährlich hohen Körpertemperatur (Hyperthermie), einer dauerhaft hohen Herzfrequenz oder Unruhe sowie hohen Kreatininwerten im Serum (was auf mögliche Nierenprobleme hindeutet), sollten ins Krankenhaus eingewiesen werden und auf einen Abbau der Muskeln sowie Herz- und Nierenschädigungen hin überwacht werden.

Weitere Informationen

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