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Pleurapunktion

Von

Rebecca Dezube

, MD, MHS, Johns Hopkins University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2019| Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Bei einer Pleurapunktion wird Flüssigkeit abgezogen, die sich im Pleuraraum angesammelt hat (sogenannter Pleuraerguss). Die zwei Hauptgründe für eine Pleurapunktion sind:

  • Entnahme einer Flüssigkeitsprobe für diagnostische Tests

  • Linderung der Kurzatmigkeit, die durch das Zusammenpressen von Lungengewebe verursacht wird

Während des Eingriffs sitzt der Patient mit abgestützten Armen bequem nach vorne gelehnt. Ein kleiner Hautbereich am Rücken wird desinfiziert und örtlich betäubt. Anschließend wird eine Nadel zwischen zwei Rippen und in die Brusthöhle, aber nicht bis in die Lunge, eingeführt und etwas Flüssigkeit in eine Spritze abgezogen. Häufig wird der Eingriff mit Ultraschall als Sichtkontrolle durchgeführt (um sicherzugehen, wo die Nadel eingeführt werden muss). Die Zusammensetzung der Flüssigkeit wird analysiert; dabei wird auch geprüft, ob Bakterien oder Krebszellen vorhanden sind.

Wenn sich eine große Menge Flüssigkeit angesammelt hat, muss diese eventuell über einen Plastikkatheter in einen größeren Behälter als eine Spritze abgeleitet werden. Wenn die Flüssigkeit über mehrere Tage hinweg abgeleitet werden muss, wird ein größerer Schlauch (Thorax- oder Pleuradrainage) in den Brustkorb gelegt, über den kontinuierlich Flüssigkeit abgesaugt wird.

Das Risiko für Komplikationen während und nach einer Pleurapunktion ist gering. Patienten können Hustenreiz oder Schmerzen verspüren, wenn sich die Lunge mit Luft füllt und gegen die Brustwand drückt. Außerdem kann ihnen kurzfristig leicht schwindlig werden, und sie können in Atemnot geraten. Andere mögliche Komplikationen sind:

  • Punktur der Lunge, wobei Luft in den Pleuraspalt gelangt (Pneumothorax)

  • Blutungen in den Pleuraspalt oder die Brustwand

  • Ohnmacht

  • Infektion

  • Punktur der Milz oder Leber

  • Flüssigkeit kann sich in der Lunge selbst ansammeln (Lungenödem), wenn eine große Flüssigkeitsmenge, die wochen- oder monatelang vorhanden war, schnell entfernt wird

Mit einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs nach dem Eingriff kann überprüft werden, ob es zu Komplikation kam.

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