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Abwehrmechanismen gegen Krebs

Von

Robert Peter Gale

, MD, PhD, Imperial College London

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2020| Inhalt zuletzt geändert Sep 2020
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Kurzinformationen

Nachdem eine Zelle zu einer Krebszelle geworden ist, ist das Immunsystem Übersicht über das Immunsystem Die Aufgabe des Immunsystems ist es, den Körper gegen fremde oder gefährliche Eindringlinge zu verteidigen. Zu diesen Eindringlingen zählen: Mikroorganismen (häufig Keime genannt, wie Bakterien... Erfahren Sie mehr oft in der Lage, diese als fehlerhaft zu erkennen und zu zerstören, bevor sich die Zelle teilen oder sich ausbreiten kann. Die Krebszellen können vollständig eliminiert werden, wobei der Krebs nie auftritt. Bestimmte Krebserkrankungen schreiten häufiger bei Menschen fort, deren Immunsystem verändert oder beeinträchtigt ist, wie z. B. bei AIDS-Patienten, bei Menschen, die Immunsuppressiva (Mittel, die das Immunsystem unterdrücken) erhalten, bei Menschen mit bestimmten Autoimmunerkrankungen und bei älteren Menschen, bei denen das Immunsystem nicht mehr so gut funktioniert wie bei jüngeren Menschen. Zu den Krebsarten, die häufiger bei einem geschwächten Immunsystem auftreten, gehören Melanome Melanom Ein Melanom ist ein Hautkrebs, der in den pigmentproduzierenden Hautzellen (Melanozyten) entsteht. Melanome können auf normaler Haut oder in bestehenden Muttermalen entstehen. Sie können als... Erfahren Sie mehr Melanom , Nierenkrebs Nierenkrebs Nierenkrebs kann Blut im Urin, Flankenschmerzen oder Fieber verursachen. Der Krebs wird meist zufällig entdeckt, wenn aus einem anderen Grund ein bildgebendes Verfahren eingesetzt wird. Die... Erfahren Sie mehr und Lymphome Überblick über Lymphome Lymphome sind bösartige (maligne) Tumoren der Lymphozyten, die im Lymphsystem und den blutbildenden Organen vorkommen. Lymphome sind Krebserkrankungen einer besonderen Art von weißen Blutkörperchen... Erfahren Sie mehr Überblick über Lymphome . Ärzte sind sich nicht sicher, warum bestimmte andere Krebsarten, wie Lungen-, Brust-, Prostata- und Darmkrebs, bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem nicht häufiger vorkommen.

Tumorantigene

Ein Antigen ist ein Fremdstoff, der vom körpereigenen Immunsystem Übersicht über das Immunsystem Die Aufgabe des Immunsystems ist es, den Körper gegen fremde oder gefährliche Eindringlinge zu verteidigen. Zu diesen Eindringlingen zählen: Mikroorganismen (häufig Keime genannt, wie Bakterien... Erfahren Sie mehr erkannt und zur Zerstörung markiert wird. Antigene befinden sich auf der Oberfläche aller Zellen, normalerweise reagiert das Immunsystem jedoch nicht auf körpereigene Zellen. Bei einer Krebszelle entstehen neue, dem Immunsystem unbekannte, Antigene auf der Zelloberfläche. Diese neuen Antigene, sogenannte Tumorantigene, kann das Immunsystem als fremd ansehen und in die Lage versetzen, die Krebszellen zu kontrollieren oder zu zerstören. Auf diese Weise bekämpft der Körper atypische Zellen und kann sie häufig im Frühstadium ausschalten. Doch selbst einem voll funktionsfähigen Immunsystem gelingt das nicht immer vollständig. Sobald sich Krebszellen vermehren und eine große Masse an kanzerösen Zellen (ein kanzeröser Tumor) entsteht, kann das Immunsystem überfordert sein.

Bestimmte Tumorantigene lassen sich durch Blutuntersuchungen nachweisen. Diese Antigene werden als Tumormarker bezeichnet. Messungen einiger dieser Tumormarker können verwendet werden, um das Ansprechen der Patienten auf die Behandlung zu bewerten (siehe Tabelle Einige Tumormarker Einige Tumormarker* Die Diagnose von Krebs basiert auf den Symptomen des Erkrankten, den Ergebnissen von körperlichen Untersuchungen und manchmal den Ergebnissen von Screening-Tests. Gelegentlich zeigen Röntgenuntersuchungen... Erfahren Sie mehr ).

Immuncheckpoints

Krebs kann mitunter selbst den Schutzmechanismen eines normal funktionierenden Immunsystems entgehen.

Ein Grund, warum das Immunsystem normalerweise keine normalen Zellen angreift, ist, dass auf der Oberfläche der normalen Zellen bestimmte Proteine sitzen. Diese signalisieren den zirkulierenden Immunzellen (T-Zellen), dass die Zelle, die diese Proteine trägt, normal ist und nicht angegriffen werden darf. Diese werden als Checkpoint-Proteine bezeichnet. Manchmal entwickeln Krebszellen die Fähigkeit, eines oder mehrere dieser Checkpoint-Proteine zu bilden und so dem Angriff zu entgehen. Neuere Arten der Krebsmedikamente, sogenannte Checkpoint-Inhibitoren, können das Signal blockieren und es dem Immunsystem ermöglichen, den Krebs anzugreifen.

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