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Katzenkratzkrankheit

(Katzenkratzkrankheit)

Von

Larry M. Bush

, MD, FACP, Charles E. Schmidt College of Medicine, Florida Atlantic University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2020| Inhalt zuletzt geändert Feb 2020
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Quellen zum Thema

Bei der Katzenkratzkrankheit handelt es sich um eine Infektion mit dem gramnegativen Bakterium Übersicht über gramnegative Bakterien Gramnegative Bakterien werden nach der Farbe eingestuft, die sie bei einem chemischen Verfahren annehmen, das Gramfärbung genannt wird. Gramnegative Bakterien färben sich rot, wenn dieses Verfahren... Erfahren Sie mehr Bartonella henselae, das durch Kratzer oder Bisse einer infizierten Katze übertragen wird und oft verkrustete Beulen und geschwollene Lymphknoten auslöst.

  • An der Kratzstelle entwickelt sich eine rote Beule, und manche Patienten leiden an Fieber, Kopfschmerzen, Appetitmangel oder geschwollenen Lymphknoten.

  • Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem kann sich die Infektion im gesamten Körper ausbreiten und unbehandelt tödlich verlaufen.

  • Der Arzt untersucht Blut und andere Körperflüssigkeiten auf Vorhandensein der Bakterien.

  • Meist reichen eine Wärmebehandlung der Infektionsstelle und die Einnahme von Schmerzmitteln aus. Patienten mit einem geschwächten Immunsystem benötigen aber möglicherweise Antibiotika.

Weltweit sind die meisten Hauskatzen infiziert, meist ohne Anzeichen für eine Erkrankung. Die Bartonella-Bakterien werden durch Flöhe von einer Katze an die nächste übertragen. Zu einer Infektion bei Menschen kann es bereits nach einem leichten Biss oder Kratzer einer Katze kommen.

Symptome der Katzenkratzkrankheit

An der Stelle, wo die Katze die betroffene Person gebissen oder gekratzt hat, kommt es innerhalb von 3 bis 10 Tagen zu einer roten Beule. Die Beule ist in der Regel verkrustet und manchmal eitrig. Innerhalb von 2 Wochen (manchmal erst nach Abheilen des Kratzers) kommt es zum Anschwellen der benachbarten Lymphknoten, die druckempfindlich werden und sich mit Eiter füllen. Es kann zum Auftreten von Fieber, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit kommen. Manchmal läuft Eiter aus den geschwollenen Lymphknoten ab.

Zumeist bleibt es bei diesen Symptomen, und die Katzenkratzkrankheit verheilt von allein. Bei Menschen mit einer HIV-Infektion (humanes Immundefizienz-Virus), AIDS oder einer anderen Krankheit, die das Immunsystem schwächt, kann sich die Infektion jedoch über den gesamten Körper ausbreiten und ohne Behandlung tödlich verlaufen.

Diagnose der Katzenkratzkrankheit

  • Bluttests

  • Manchmal eine Blutkultur

  • Manchmal Lymphknotenaspiration oder -biopsie

Zur Diagnose der Katzenkratzkrankheit messen die Ärzte Antikörper gegen die Bakterien im Blut. (Antikörper Antikörper Eine der körpereigenen Verteidigungslinien (das Immunsystem) umfasst weiße Blutkörperchen (Leukozyten), die im Blutstrom zirkulieren und in Körpergewebe eindringen, um dort nach Mikroorganismen... Erfahren Sie mehr Antikörper sind Proteine, die vom Immunsystem produziert werden, um den Körper gegen einen bestimmten Angreifer, wie zum Beispiel das Bakterium, zu schützen, das die Katzenkratzkrankheit verursacht.) Bei sehr kranken Menschen oder Patienten mit geschwächtem Immunsystem kann der Arzt auch eine Blutprobe entnehmen und an ein Labor schicken, um Bakterienkulturen anzulegen und die Bakterien zu bestimmen. Alternativ kann eine Nadel in einen infizierten Lymphknoten eingeführt werden, um eine Flüssigkeitsprobe zu entnehmen. Danach wird die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) eingesetzt, um die Menge an bakterieller DNA in der Probe zu erhöhen, sodass die Bakterien schneller nachgewiesen werden können.

Wenn die Diagnose nicht klar ist und vor allem wenn eine Krebserkrankung vermutet wird, entnehmen die Ärzte eine Gewebeprobe von einem geschwollenen Lymphknoten und analysieren diese (Lymphknotenbiopsie).

Behandlung der Katzenkratzkrankheit

  • Wärme und Schmerzmittel

  • Mitunter ein Antibiotikum

Bei Personen mit einem gesunden Immunsystem reichen eine Wärmebehandlung der Infektionsstelle und die Einnahme von Schmerzmitteln in der Regel aus.

Mitunter werden auch Antibiotika wie z. B. Azithromycin gegeben, um die Schwellung in den Lymphknoten zu reduzieren und um zu verhindern, dass sich die Krankheit ausbreitet.

Wenn Patienten mit geschwächtem Immunsystem (insbesondere jene mit einer HIV-Infektion oder AIDS) eine Infektion haben, die sich ausgebreitet hat, müssen sie Antibiotika einnehmen. Es werden zum Beispiel Ciprofloxacin, Gentamicin und Doxycyclin angewendet. Die erforderliche Einnahmezeit der Antibiotika kann Wochen bis Monate betragen.

Personen mit einem geschwächten Immunsystem können Vorsichtsmaßnahmen gegen die Infektion treffen, indem sie Hauskatzen meiden.

Weitere Informationen zur Katzenkratzkrankheit

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