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Botulismus bei Säuglingen

Von

Larry M. Bush

, MD, FACP, Charles E. Schmidt College of Medicine, Florida Atlantic University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Dez 2019| Inhalt zuletzt geändert Dez 2019
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Quellen zum Thema

Botulismus bei Säuglingen ist eine potenziell lebensbedrohliche Infektion, die Muskelschwäche verursacht. Sie entwickelt sich bei Kleinkindern, die Lebensmittel mit Sporen von Clostridium-botulinum-Bakterien zu sich nehmen.

(Siehe auch Übersicht über Clostridieninfektionen und Botulismus bei Erwachsenen.)

Clostridium botulinum benötigt keinen Sauerstoff zum Leben. Aus diesem Grund zählen diese Bakterien zu den Anaerobiern.

Clostridien produzieren Sporen. Sporen sind eine inaktive (ruhende) Form der Bakterien. Durch Sporen sind Bakterien in der Lage, zu überleben, wenn die Umgebungsbedingungen schwierig sind. Wenn die Bedingungen günstig sind, wachsen die Sporen zu Bakterien heran. Clostridiensporen wachsen, wenn sie Feuchtigkeit und Nährstoffe haben, aber kein Sauerstoff vorhanden ist, wie beispielsweise im Darm. Wenn Säuglinge also Nahrung zu sich nehmen, die Clostridiensporen enthält, wachsen die Sporen im Darm zu Bakterien heran und produzieren Toxine.

Säuglingsbotulismus tritt meist bei Kleinkindern auf, die jünger als 6 Monate sind.

Im Allgemeinen ist die Ursache des Säuglingsbotulismus unbekannt; in einigen Fällen jedoch steht sie in Verbindung mit dem Verzehr von Honig. Daher empfehlen Ärzte, Kindern unter 12 Monaten keinen Honig zu geben.

Wussten Sie ...

  • Kinder unter 12 Monaten sollten keinen Honig essen.

Symptome

Bei etwa 90 Prozent der Kleinkinder mit Säuglingsbotulismus ist Verstopfung das erste auftretende Symptom. Dann treten Muskelschwächungen auf, anfangs im Gesicht und am Kopf und schließlich an Armen, Beinen und in der Atemmuskulatur. Die Augenlider erschlaffen, betroffene Kleinkinder weinen nur schwach und haben eventuell einen verstärkten Speichelfluss. Säuglinge können weniger gut saugen, und ihr Gesicht verliert den Ausdruck.

Die Symptome reichen von einem Gefühl der Müdigkeit und verlängerten Fütterungszeiten bis zu einem ausgeprägten Verlust des Muskeltonus und zu Atemschwierigkeiten. Der Verlust an Muskeltonus bei Kleinkindern führt zu einer ungewöhnlichen Schwäche.

Diagnose

  • Stuhltests

Der Verdacht auf Säuglingsbotulismus ist symptombedingt.

Der Nachweis von Bakterien oder Toxinen in der Stuhlprobe eines Kleinkindes bestätigt die Diagnose von Säuglingsbotulismus.

Behandlung

  • Botulismus-Immunglobulin

Die Behandlung wird aufgenommen, sobald ein Säuglingsbotulismus vermutet wird, ohne die Testergebnisse abzuwarten.

Säuglinge werden ins Krankenhaus eingewiesen, wo Maßnahmen zur Stabilisierung (Prävention einer Verschlechterung ihres Zustands) ergriffen werden, wie z. B. mechanische Beatmung zur Unterstützung der Atmung.

Säuglingsbotulismus wird mit Botulismus-Immunglobulin behandelt, das langsam über eine Vene verabreicht wird. Dieses Immunglobulin wird von menschlichen Spendern gewonnen, die hohe Antikörperspiegel gegen das Botulinumtoxin haben. (Antikörper sind Proteine, die vom Immunsystem produziert werden, um den Körper gegen einen bestimmten Angreifer, wie zum Beispiel das Botulinumtoxin, zu schützen.)

Antibiotika sind nicht hilfreich, da das Hauptproblem das Toxin ist, das bereits von den Bakterien produziert wurde.

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