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Nicht-infektiöse Endokarditis

Von

Guy P. Armstrong

, MD, Waitemata Cardiology, Auckland Valvular Disorders

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Dez 2020| Inhalt zuletzt geändert Dez 2020
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Quellen zum Thema

Bei einer nicht-infektiösen Endokarditis bildet sich ein Blutgerinnsel an den Herzklappen und der Herzinnenhaut.

  • Die Symptome treten auf, wenn sich ein Blutgerinnsel loslöst und die Arterien in anderen Körperteilen verschließt.

  • Die Diagnose wird durch eine Echokardiographie und Blutkulturen gestellt.

  • Die Behandlung erfolgt mit Antikoagulanzien (die Blutgerinnung hemmenden Mitteln).

Bei einer Endokarditis sind normalerweise die Herzinnenhaut (Endokard) und/oder die Herzklappen (infektiöse Endokarditis Infektiöse Endokarditis Bei einer infektiösen Herzinnenhautentzündung (infektiöse Endokarditis) sind die Herzinnenhaut (Endokard) und gewöhnlich auch die Herzklappen betroffen. Sie entsteht, wenn... Erfahren Sie mehr Infektiöse Endokarditis ) von einer Infektion betroffen. Sie kann allerdings auch ohne Infektion auftreten. Dies wird als nicht-infektiöse Endokarditis bezeichnet.

Sie entsteht, wenn sich auf geschädigten Herzklappen fibröse Blutgerinnsel ohne Mikroorganismen (sterile Vegetationen) bilden. Die Schädigung kann durch einen angeborenen Fehler bedingt sein, durch rheumatisches Fieber Rheumatisches Fieber Rheumatisches Fieber ist eine Entzündung der Gelenke, des Herzens, der Haut und des Nervensystems, die aus einer Komplikation einer unbehandelten Racheninfektion durch Streptokokken entsteht... Erfahren Sie mehr Rheumatisches Fieber und eine Autoimmunerkrankung Autoimmunerkrankungen Bei einer Autoimmunerkrankung handelt es sich um eine Fehlfunktion des Immunsystems, bei der der Körper eigenes Gewebe angreift. Was genau zu einer Autoimmunerkrankung führt, ist bislang... Erfahren Sie mehr , bei der Antikörper die Herzklappen angreifen. In seltenen Fällen werden die Herzklappen durch das Einführen eines Herzkatheters geschädigt. Am meisten sind Menschen mit folgenden Erkrankungen gefährdet:

Nicht-infektiöse und infektiöse Endokarditis können eine Undichtigkeit an den Herzklappen verursachen, sodass sie sich nicht mehr normal öffnen. Wenn sich Vegetationen von den Klappen lösen (man spricht dann von Emboli) und mit dem Blut in andere Bereiche im Körper wandern, können sie sich in einer Arterie festsetzen und diese verschließen. Ein Arterienverschluss kann manchmal ernste Folgen haben. Wird eine Arterie verschlossen, die zum Gehirn führt, kann dies zu einem Schlaganfall Überblick über den Schlaganfall Bei einem Schlaganfall verstopfen oder reißen die Arterien, die das Gehirn versorgen. Dadurch stirbt das Hirngewebe in einem Teil des Gehirns ab (Hirninfarkt) und es kommt sehr plö... Erfahren Sie mehr führen, die Blockade einer Herzarterie kann einen Herzinfarkt Akute Koronarsyndrome (Herzinfarkt, Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris) Akute Koronarsyndrome sind die Konsequenz aus einem plötzlichen Verschluss in einer Koronararterie. Dieser Verschluss führt je nach Lage und Größe zu einer instabilen Angina... Erfahren Sie mehr Akute Koronarsyndrome (Herzinfarkt, Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris) verursachen. Oft betroffen sind Lunge, Nieren, Milz und das Gehirn. Die Emboli wandern auch häufig in die Haut und die Rückseite des Auges (Netzhaut).

Symptome einer nicht-infektiösen Endokarditis treten auf, wenn sich Emboli bilden. Die Symptome hängen davon ab, welche Körperregion betroffen ist.

Diagnose einer nicht-infektiösen Endokarditis

  • Echokardiographie

  • Blutkulturen

Die Unterscheidung zwischen nicht-infektiöser und infektiöser Endokarditis ist schwierig, aber wichtig, weil sich die Behandlungsmethoden unterscheiden. Die nicht-infektiöse Endokarditis kann diagnostiziert werden, wenn die Echokardiographie Echokardiographie und andere Ultraschalluntersuchungen Bei derUltrasonographie werden Hochfrequenzwellen (Ultraschall) von den Strukturen im Körperinneren zurückgeworfen und liefern so bewegliche Bilder. Dabei werden keine Röntgenstrahlen eingesetzt... Erfahren Sie mehr Echokardiographie und andere Ultraschalluntersuchungen Besiedelungen auf den Herzklappen zeigt. Es ist allerdings nicht zu sehen, ob die Besiedelungen infiziert sind. Zu diesem Zweck müssen Blutkulturen Mikroorganismenkultur Infektionskrankheiten werden von Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten verursacht. Ärzte vermuten eine Infektion aufgrund der Symptome einer Person, der Ergebnisse einer... Erfahren Sie mehr angelegt werden. Sind durch die Blutkulturen keine Bakterien oder andere Mikroorganismen nachweisbar, handelt es sich wahrscheinlich um eine nicht-infektiöse Endokarditis. Bluttests auf Substanzen, die auf die Ursache der nicht-infektiösen Endokarditis hinweisen können, sind möglicherweise notwendig.

Behandlung einer nicht-infektiösen Endokarditis

  • Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung

  • Antikoagulanzien

Antikoagulanzien, wie Warfarin und Heparin, können der Bildung von Blutgerinnseln vorbeugen, ihr Nutzen hat sich aber bei dieser Krankheit bisher nicht bestätigt. Ist die nicht-infektiöse Endokarditis auf eine zugrundeliegende Erkrankung zurückzuführen, sollte diese behandelt werden.

Die Prognose ist generell schlecht, was jedoch eher an der Schwere der Grunderkrankung als an dem Herzproblem liegt.

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