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Akne

(Akne vulgaris)

Von

Jonette E. Keri

, MD, PhD, University of Miami, Miller School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Dez 2018| Inhalt zuletzt geändert Dez 2018
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Quellen zum Thema

Akne ist eine häufige Hauterkrankung, die zur Bildung von Pickeln und anderen Auffälligkeiten im Gesicht und am Oberkörper führt.

  • Akne wird durch eine Anhäufung toter Hautzellen, Bakterien und getrockneten Talgs, die die Haarfollikel der Haut verstopfen, verursacht.

  • Knoten wie Mitesser, Hautgrieß, Pickel, Zysten und manchmal sogar Abszesse bilden sich auf der Haut, meist im Gesicht, auf der Brust, den Schultern oder dem Rücken.

  • Zur Diagnose einer Akne wird die Haut untersucht.

  • Zu den häufigen Behandlungsmethoden gehören auf die Haut aufgetragene Antibiotika und andere Präparate bei leichter Akne, oral eingenommene Antibiotika bei mäßig starker Akne und oral eingenommenes Isotretinoin bei starker Akne.

Akne ist die häufigste Hauterkrankung in den Vereinigten Staaten und betrifft 80 % der Menschen zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens.

Ursachen

Akne beruht auf einer Wechselbeziehung zwischen Hormonen, Hautfetten und Bakterien, die zu einer Entzündung der Haarfollikel führen (jener Poren in der Haut, aus denen die Haare wachsen). Akne zeichnet sich durch viele Arten von Hautstörungen (Läsionen) aus. Diese sind unterschiedlich groß und schwerwiegend und reichen unterschiedlich tief in die Haut:

  • Mitesser (offene Komedonen)

  • Hautgrieß (geschlossene Komedonen)

  • Pickel (entzündete geschlossene Komedonen)

  • Erhabene, feste Knoten (Papeln)

  • Eitergefüllte Knoten auf der Oberfläche (Pusteln)

  • Tiefer liegende, feste, eitergefüllte Knoten (Knötchen)

  • Größere, eitergefüllte Hauttaschen (Zysten)

  • Manchmal sogar noch größere, eitergefüllte Hauttaschen (Abszesse)

Zysten und Abszesse sind eitergefüllte Taschen; allerdings sind Abszesse etwas größer und liegen tiefer als Zysten.

Die Talgdrüsen, die in der mittleren Hautschicht, der Lederhaut, liegen, produzieren Hauttalg (Sebum). Diese Drüsen sind mit den Haarfollikeln verbunden. Der Talg gelangt von der Talgdrüse und den Haarfollikeln zusammen mit toten Hautzellen durch die Poren an die Hautoberfläche.

Zu Akne kommt es, wenn sich getrockneter Talg, Hautschuppen und Bakterien in den Hautporen ansammeln und verhindern, dass der Talg durch die Poren abfließen kann.

Wenn die Verstopfung nicht vollständig ist, entwickelt sich ein Mitesser (offener Komedo).

Bei vollständiger Verstopfung entsteht Hautgrieß (geschlossener Komedo).

Ein Pickel ist entzündeter Hautgrieß. In den verstopften, mit Talg befüllten Poren vermehrt sich das Bakterium Propionibacterium acnes, das normalerweise in den Haarfollikeln lebt, übermäßig. Dieses Bakterium spaltet den Talg in Substanzen auf, die zu Hautirritationen führen. Die daraus entstehende Entzündung verursacht die Hautknoten, die für gewöhnlich als Aknepickel bekannt sind. Tiefer reichende Entzündungen verursachen Zysten und manchmal einen Abszess.

Der häufigste Auslöser für Akne ist die

Akne tritt hauptsächlich in der Pubertät auf, wenn die Talgdrüsen durch erhöhte Hormonspiegel, insbesondere Androgene (wie Testosteron), angeregt werden, was zu einer übermäßigen Talgproduktion führt. Bis Anfang bis Mitte zwanzig nehmen die Hormonspiegel für gewöhnlich ausreichend ab, sodass die Akne nachlässt oder verschwindet. Trotzdem leiden bis zu 40 % der Frauen noch bis in die Vierziger an Akne.

Auch andere Zustände, mit denen Hormonschwankungen verbunden sind, können das Auftreten von Akne beeinflussen:

  • Schwangerschaft oder Menstruation

  • Polyzystisches Eierstocksyndrom

  • Bestimmte Medikamente

  • Bestimmte auf die Haut aufgetragene Produkte

  • Zu enge Kleidung

  • Hohe Feuchtigkeit und starkes Schwitzen

Akne kann bei jungen Frauen im gleichen Rhythmus wie die Regelblutung auftreten und sich während der Schwangerschaft bessern oder beträchtlich verschlimmern. Beim polyzystischen Eierstocksyndrom (PCOS) handelt es sich um eine Hormonstörung, die den Menstruationszyklus beeinträchtigen und Akne auslösen oder verschlimmern kann. Die Verwendung bestimmter Medikamente, insbesondere Kortikosteroide und Anabolika, kann zu einer Verschlimmerung der Akne oder zu Akne-Schüben führen. Bestimmte Kosmetika, Reinigungsmittel und Lotionen können die Akne ebenfalls verschlimmern, in dem sie die Poren verschließen. Zu eng anliegende Kleidung, eine hohe Luftfeuchtigkeit und Schweiß kann Akne auslösen.

Da die Akneintensität bei den meisten Menschen variiert und manchmal zu- und abnimmt, lässt sich nur schwer sagen, welche Faktoren einen Schub auslösen. Akne verschlimmert sich häufig im Winter und bessert sich im Sommer; eine mögliche Ursache ist die entzündungshemmende Wirkung von Sonnenlicht. Es besteht jedoch kein Zusammenhang zwischen Akne und unzureichender Gesichtshygiene, Masturbation, sexueller Aktivität und den meisten Arten von Lebensmitteln (zum Beispiel Schokolade oder fetthaltigen oder stark gewürzten Speisen). Es ist nicht geklärt, ob Milchprodukte und zuckerreiche Ernährung Akne begünstigen.

Wussten Sie ...

  • Es besteht kein Zusammenhang zwischen Akne und unzureichender Gesichtshygiene, Masturbation, sexueller Aktivität und den meisten Arten von Lebensmitteln.

Symptome

Am stärksten ist das Gesicht betroffen, häufig auch der Hals, die Schultern, der Rücken und der obere Brustbereich. Anabolika rufen typischerweise Akne auf den Schultern und im oberen Rückenbereich hervor.

Es gibt drei Schweregrade bei Akne:

  • Leichte Akne

  • Mäßige Akne

  • Schwere Akne

Doch selbst leichte Akne kann störend sein, besonders für Heranwachsende, die jeden Pickel als kosmetische Herausforderung ansehen.

Unterschiede zwischen leichter und schwerer Akne

Unterschiede zwischen leichter und schwerer Akne

Menschen mit einer leichten Akne entwickeln nur einige wenige (weniger als 20), nicht entzündete Mitesser oder Hautgrieße oder eine bescheidene Zahl kleiner, leicht reizender Pickel. Pickel mit gelblicher Spitze, Pusteln genannt, können ebenfalls auftreten. Mitesser entwickeln sich als winzige schwarze Punkte in der Mitte einer kleinen Schwellung normalfarbener Haut. Hautgrieße haben ein ähnliches Erscheinungsbild, ihnen fehlt aber der schwarze Punkt in der Mitte. Pickel können unangenehm sein und haben ein weißes Zentrum, das von einem kleinen Bereich geröteter Haut umgeben ist.

Menschen mit mäßiger Akne weisen mehr Mitesser, Hautgrieß, Pickel und Pusteln auf.

Menschen mit schwerer Akne haben entweder eine sehr große Anzahl von Mitessern und Hautgrieß, Pickeln und Pusteln oder eine zystische (tief reichende) Akne. Menschen mit zystischer Akne haben fünf oder mehr Zysten; große, rote, schmerzhafte und mit Eiter gefüllte Knötchen, die sich manchmal unter der Haut zu einem größeren eitrigen Abszess zusammenschließen.

Leichte Akne hinterlässt gewöhnlich keine Narben. Wenn man die Pickel jedoch ausquetscht oder sie auf andere Weise zu öffnen versucht, verstärkt das die Entzündung und die Verletzung der Haut und erhöht das Risiko, dass sich Narben bilden. Die Zysten und Abszesse der schweren Akne brechen oft auf und hinterlassen nach dem Abheilen gewöhnlich Narben. Diese können kleine, tiefe Löcher (so genannte Eispickelnarben), breitere Gruben unterschiedlicher Tiefe und auch große, unregelmäßige Vertiefungen bilden. Aknenarben bleiben zeitlebens erhalten und stellen für manche Menschen ein kosmetisches Problem dar, das sie emotional belastet. Die Narben können dunkel sein.

Beispiele für Akne

Akne conglobata ist die schwerste Form von Akne, die starke Narben und andere, durch Abszesse verursachte Komplikationen hervorruft. Schwere Akne kann auf den Armen, dem Bauch, dem Po und sogar auf der Kopfhaut auftreten.

Acne fulminans und Rosacea fulminans (Hautentzündung im Gesicht) sind zwei möglicherweise miteinander in Verbindung stehende seltene Arten schwerer Akne, die für gewöhnlich plötzlich auftreten.

Diagnose

  • Untersuchung der Haut

Die ärztliche Diagnose von Akne stützt sich auf die Untersuchung der Haut. Ärzte halten Ausschau nach bestimmten Symptomen wie Mitessern und Hautgrieß, um zu bestimmen, dass eine Person Akne hat und nicht etwa eine andere Hauterkrankung wie zum Beispiel Rosazea.

Nachdem die Diagnose bestätigt wurde, stufen die Ärzte den Schweregrad der Akne aufgrund der Anzahl und der Art der bestehenden Läsionen in leicht, mäßig oder schwer ein.

Prognose

Akne jeden Schweregrads nimmt für gewöhnlich spontan im Alter von Anfang bis Mitte zwanzig ab, einige Menschen jedoch, meistens Frauen, können Akne bis in die Vierziger haben. Manche Erwachsene bilden leichte, von Zeit zu Zeit auftretende, einzelne Akneläsionen.

Leichte Akne verheilt für gewöhnlich, ohne Narben zu hinterlassen. Mäßige bis schwere Akne verheilt, hinterlässt jedoch oft Narben.

Akne kann bei Heranwachsenden zu emotionalem Stress führen und sozialen Rückzug auslösen. Mitunter kann psychologische Beratung notwendig sein.

Behandlung

  • Für Hautgrieß und Mitesser: Tretinoincreme

  • Bei leichter Akne: Behandlung der Haut mit Tretinoincreme, manchmal mit Benzoylperoxid oder einem Antibiotikum oder beiden

  • Bei mäßiger Akne: oral eingenommene Antibiotika in Kombination mit derselben Hautbehandlung wie bei leichter Akne

  • Bei schwerer Akne: oral eingenommenes Isotretinoin

  • Bei zystischer Akne: injizierte Kortikosteroide

Die allgemeine Hautpflege ist bei Akne sehr einfach. Die betroffenen Hautflächen sollten ein- bis zweimal pro Tag mit einer milden Seife gewaschen werden. Antibakterielle Seifen, Schmirgelprodukte, Alkoholtupfer und häufiges starkes Schrubben wirken nicht besser und können die Haut weiter reizen.

Kosmetika sollten auf Wasser basieren, da sehr ölige Produkte die Akne verschlimmern können.

Auch wenn es keine Einschränkungen im Hinblick auf bestimmte Lebensmittel (z. B. Pizza, Schokolade) gibt, sollte man sich gesund und ausgewogen ernähren (siehe Nährstoffbedarf). Eine zuckerarme Ernährung und ein mäßiger Milchkonsum kann in Betracht gezogen werden, wenn die Wirksamkeit der Aknebehandlung bei Jugendlichen zu wünschen übrig lässt.

Wussten Sie ...

  • Übermäßiges Waschen und Schrubben kann die Haut vielmehr reizen und die Akne verschlimmern.

Manche Aknebehandlungen sind für bestimmte Patienten geeignet. So können zum Beispiel Frauen mit Akne orale Verhütungsmittel (Pille) verschrieben werden. Damit eine solche Behandlung erfolgreich ist, muss sie jedoch mindestens sechs Monate fortgeführt werden. Bei manchen Frauen kann auch Spironolacton (ein Medikament, das die Wirkung des Hormons Aldosteron hemmt) helfen. Verschiedene Therapien, die mit Licht arbeiten, sind bei Menschen mit Entzündungen (Pickel, Pusteln) wirksam.

Die Aknebehandlung hängt von der Schwere der Erkrankung ab. Bei einer leichten Akne sollte die einfachste Behandlung, die das geringste Risiko von Nebenwirkungen mit sich bringt, gewählt werden. Schwerere Akne oder Akne, die auf eine Vorbehandlung nicht anspricht, erfordert eine zusätzliche Behandlung. Ein Behandlungsplan sollte stets die Aspekte Aufklärung, Unterstützung und die für die betroffene Person praktikabelste Lösung berücksichtigen. Unter Umständen sollte ein Facharzt aufgesucht werden.

Leichte Akne

Leichte Akne wird mit Medikamenten behandelt, die direkt auf die Haut aufgetragen werden (topische Medikamente). Sie wirken entweder antibakteriell (Antibiotika) oder trocknen die Poren aus bzw. beseitigen deren Verstopfung (Komedolytika). Ältere, rezeptfreie Mittel mit Salizylsäure, Resorcinol oder Schwefel wirken, indem sie die Pickel austrocknen und sich die Haut leicht schält.

Das am häufigsten verwendete topische Medikament gegen Mitesser und Hautgrieße ist Tretinoin. Tretinoin ist sehr wirksam, doch es reizt die Haut und erhöht ihre Empfindlichkeit für Sonnenlicht. Daher verwenden Mediziner dieses Medikament mit Vorsicht, indem sie es zu Beginn vereinzelt und in geringen Konzentrationen anwenden, während Häufigkeit als auch Dosis nach und nach gesteigert werden können. Menschen, die kein Tretinoin vertragen, erhalten topisches Adapalen, Azelainsäure und Glykol- oder Salizylsäure.

Menschen mit Entzündungen (mit Pickeln oder Pusteln) bekommen Tretinoin in Kombination mit Benzoylperoxid, einem topischen Antibiotikum oder beidem. Die zwei am häufigsten verschriebenen topischen Antibiotika sind Clindamycin oder Erythromycin. Topische Antibiotika sollten nur in Kombination mit einem Retinoid oder Benzoylperoxid verwendet werden. Benzoylperoxid ist mit und ohne Rezept erhältlich. Glykolsäure kann anstelle von Tretinoin oder zusätzlich angewendet werden.

Mitesser und Hautgrieß können von einem Arzt durch Verwendung eines Gerätes, das als Komedonenheber bezeichnet wird, und mithilfe von sterilen Nadeln entfernt (extrahiert) werden.

Oral eingenommene Antibiotika (wie Doxycyclin, Minocyclin, Tetrazyclin und Erythromycin) können Patienten verabreicht werden, die eine ausgeprägtere Akne haben, als dass diese mit topischen Mitteln alleine behandelt werden könnte.

Mäßige Akne

Mäßige Akne wird für gewöhnlich durch Antibiotika zum Einnehmen (oral) behandelt. Zu den typischen Antibiotika zählen Doxycyclin, Minocyclin, Tetrazyclin, Azithromycin, Erythromycin und manchmal Trimethoprim/Sulfamethoxazol. Betroffene verwenden oft eine topische Behandlung wie bei leichter Akne und dazu ein orales Antibiotikum. Die Patienten müssen die Antibiotika bis zu 12 Wochen einnehmen, um den maximalen Nutzen aus der Behandlung zu ziehen.

Die orale Behandlung mit Antibiotika wird so früh wie möglich eingestellt, anschließend wird zur Kontrolle der Erkrankung lediglich eine topische Behandlung angewendet. Da Akne nach einer kurzzeitigen Behandlung wieder auftreten kann, muss die Behandlung mehrere Monate bis Jahre fortgesetzt werden.

Frauen, die lange Zeit Antibiotika eingenommen haben, entwickeln manchmal vaginale Pilzinfektionen, die eine Behandlung erforderlich machen können.

Frauen, denen orale Antibiotika nicht helfen, können auf orale Verhütungsmittel (Pille), Spironolacton oder beides zurückgreifen.

Schwere Akne

Bleiben Antibiotika bei sehr schwerer Akne unwirksam, ist meist Isotretinoin zum Einnehmen die beste Therapie. Isotretinoin, das mit dem topischen Medikament Tretinoin verwandt ist, ist das einzige Medikament, das potenziell Akne heilen kann. Allerdings kann Isotretinoin sehr schwere Nebenwirkungen haben. Isotretinoin kann ein Ungeborenes schädigen, weshalb Frauen, die es einnehmen, vor, während und nach der Behandlung mindestens zwei Arten von Verhütungsmethoden anwenden müssen, damit sie sicher nicht schwanger werden. Es können auch andere, weniger schwere Nebenwirkungen auftreten.

Die Therapie dauert normalerweise 16–20 Wochen, manchmal jedoch auch länger.

Menschen mit Akne conglobata werden orale Antibiotika verschrieben. Wenn Antibiotika keine Wirkung zeigen, verschreiben Ärzte Isotretinoin.

Tabelle
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Medikamente zur Aknebehandlung

Medikament

Einige Nebenwirkungen

Anmerkungen

Tötet Bakterien ab (auf die Haut aufzutragen)

Clindamycin

Durchfall (selten)

Sollte bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen vermieden werden

Erythromycin

Gut verträglich

Häufige Entwicklung bakterieller Resistenz

Benzoylperoxid

Trockene Haut

Mögliches Ausbleichen von Kleidung und Haaren

Allergische Reaktionen (selten)

Insbesondere in Kombination mit Erythromycin und Clindamycin wirksam

Benzoylperoxid in Kombination mit Erythromycin: Manchmal ist Kühlung erforderlich.

Öffnet verstopfte Poren (auf die Haut aufzutragen)

Tretinoin

Gereizte Haut

Sensibilisierung der Haut gegenüber Sonnenlicht

Sichtbare Verschlimmerung der Akne zu Beginn der Behandlung mit Tretinoin; dauert mitunter 3 bis 4 Wochen, bis eine Besserung eintritt

Bei Sonnenexposition bedarf es schützender Kleidung und eines Sonnenschutzmittels

Sollte während der Schwangerschaft vermieden werden

Tazaroten

Gereizte Haut

Sensibilisierung der Haut gegenüber Sonnenlicht

Sichtbare Verschlimmerung der Akne zu Beginn der Behandlung mit Tazaroten; dauert mitunter 3 bis 4 Wochen, bis eine Besserung eintritt

Bei Sonnenexposition bedarf es schützender Kleidung und eines Sonnenschutzmittels

Sollte während der Schwangerschaft vermieden werden

Adapalen

Leichte Rötung, Brennen

Erhöhte Sensibilisierung der Haut gegenüber Sonnenlicht

Genauso wirksam wie Tretinoin, aber weniger reizend

Bei Sonnenexposition bedarf es schützender Kleidung und eines Sonnenschutzmittels

Azelainsäure

Kann die Haut aufhellen

Minimal reizend

Kann alleine oder mit Tretinoin angewendet werden

Sollte wegen der aufhellenden Wirkung bei Menschen mit dunklerer Haut vorsichtig angewendet werden, kann aber helfen, nach dem Heilungsprozess dunkler gewordene Hautstellen aufzuhellen.

Glykolsäure

Stechen

Leichte Hautreizung

Rezeptfreies Produkt in Form einer Creme, Lotion oder Lösung, das zusätzlich zu verschreibungspflichtigen Produkten verwendet wird

Salizylsäure

Stechen

Leichte Hautreizung

Rezeptfreies Produkt in Form einer Waschlösung, eines Peelings, einer Maske oder Lotion, das zusätzlich zu verschreibungspflichtigen Produkten verwendet wird

Tötet Bakterien ab (oral einzunehmen)

Tetrazyclin

Sensibilisierung der Haut gegenüber Sonnenlicht

Kostengünstig und sicher, muss aber auf leeren Magen eingenommen werden

Bei Sonnenexposition bedarf es schützender Kleidung und eines Sonnenschutzmittels

Doxycyclin

Sensibilisierung der Haut gegenüber Sonnenlicht

Bei Sonnenexposition bedarf es schützender Kleidung und eines Sonnenschutzmittels

Minocyclin

Kopfschmerzen

Schwindel

Hautverfärbung

Laut einigen Experten das wirksamste Antibiotikum. Es ist jedoch teuer.

Erythromycin

Magenverstimmung

Häufige Entwicklung bakterieller Resistenz auf Erythromycin

Azithromycin

Magenverstimmung

Weniger Nebenwirkungen als Erythromycin

Häufige Entwicklung einer Azithromycin-Resistenz der Bakterien

Trimethoprim/Sulfamethoxazol

Magenverstimmung

Ausschlag

Entwicklung einer bakteriellen Resistenz gegenüber Trimethoprim/Sulfamethoxazol

Öffnet verstopfte Poren (oral einzunehmen)

Isotretinoin

Mögliche Gefahr für das ungeborene Kind

Mögliche Auswirkungen auf die Blutzellen, die Leber und die Fettstoffspiegel (Triglyzerid und Cholesterin)

Trockene Augen, aufgesprungene Lippen und trockene Schleimhäute

Schmerzen oder Steifigkeit größerer Gelenke und des Rückens bei hoher Dosierung

Wird mit Depression, Suizidgedanken, Selbstmordversuchen und (selten) vollzogenem Selbstmord in Verbindung gebracht, wobei jedoch nicht geklärt ist, ob Isotretinoin die tatsächliche Ursache darstellt.

Es ist unklar, ob es zu einer Verschlechterung von entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) führt

Bei sexuell aktiven Frauen sind vor Beginn der Behandlung mit Isotretinoin und danach für die Dauer der Einnahme des Medikaments in monatlichen Abständen Schwangerschaftstests erforderlich. Zusätzlich sind zwei Verhütungsmethoden oder sexuelle Abstinenz anzuwenden, beginnend einen Monat vor Beginn der Einnahme des Medikaments, über die gesamte Dauer der Einnahme bis zu einem Monat nach Absetzen des Medikaments

Bluttests müssen kontrollieren, ob das Medikament Blutzellen, Leber oder Fettstoffspiegel beeinflusst

Zystische Akne

Menschen mit großen, entzündeten Knötchen und Abszessen werden manchmal durch Injektion von Kortikosteroiden behandelt. Mitunter werden die Knötchen oder Abszesse aufgeschnitten, damit der Eiter ablaufen kann.

Aknenarben

Die Behandlung starker Aknenarben hängt von deren Form, Tiefe und Lage ab.

Viele, kleine, oberflächliche Narben können mit chemischen Peelings, Laserbehandlungen, Dermabrasion und/oder einer neueren Behandlung, die als Microneedling bezeichnet wird, behandelt werden. Beim Microneedling dringt eine kleine Nadel in die Haut ein und führt zu Veränderungen im Kollagen der Haut.

Dermabrasion ist ein Verfahren, bei dem die Hautoberfläche mit einem abrasiven Metallgerät abgerieben wird, um die oberste Schicht zu entfernen.

Einzelne oberflächliche oder tiefe Narben können herausgeschnitten und die Haut wieder zusammengenäht werden.

Breite, eingedellte Narben können mit einem Unterminierungsverfahren (Subzision) kosmetisch verbessert werden, bei dem unter der Haut kleine Schnitte gesetzt werden, um das Narbengewebe zu entspannen. Danach nimmt die Haut oft wieder ihre normale Kontur an. Mitunter werden Narben mit Kollagen, Fett oder unterschiedlichen synthetischen Substanzen unterspritzt. Diese Substanzen sorgen dafür, dass der vernarbte Bereich auf das gleiche Niveau wie die übrige Haut gebracht wird. Die Wirkung von Füllmaterialien wie Kollagen, Hyaluronsäure und Polymethylmethacrylat-Injektionen hält nur vorübergehend an und die Behandlungen müssen regelmäßig wiederholt werden. Einige der anderen Injektionen wirken dauerhaft.

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