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Wenn der Tod naht

Von

Elizabeth L. Cobbs

, MD, George Washington University;


Karen Blackstone

, MD, George Washington University;


Joanne Lynn

, MD, MA, MS, Altarum Institute

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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An einem bestimmten Punkt ist es vermutlich für jeden, der im Sterben liegt und den Tod akzeptiert hat, sinnvoll, auf Herz-Lunge-Wiederbelebung (HLW – Notfallmaßnahme zur Wiederherstellung der Herz- und Lungenfunktion) zu verzichten. Sterbende, ihre Angehörigen und das Pflegeteam sollten auch weitere wichtige Entscheidungen über ihre medizinische Betreuung treffen bzw. dokumentieren (z. B. ob der sterbende Patient ins Krankenhaus kommen oder beatmet werden sollte). Die Umsetzung dieser Entscheidungen erfordert oft bestimmte Handlungen (z. B. Arzneimittel zu Hause haben oder in der Lage sein, mit Symptomen umzugehen).

Wenn ein Patient voraussichtlich zu Hause sterben wird, sollten die Angehörigen wissen, wen sie anrufen sollten (z. B. einen Arzt oder einen Hospizpfleger) und wen nicht (z. B. die Notfallambulanz). Sie sollten zudem bei rechtlichen Fragen sowie bei den Vorkehrungen für die Beerdigung oder Einäscherung unterstützt werden. Patient, Angehörige und Pflegeteam sollten vor bzw. direkt nach Eintritt des Todes über Organ- und Gewebespende sprechen, sofern Anlass dazu besteht. Das Pflegeteam ist in der Regel gesetzlich verpflichtet, diese Gespräche durchzuführen. Religionspraktiken haben ggf. Einfluss auf den Umgang mit dem Leichnam. Unübliche Praktiken sollten mit dem Patienten, den Angehörigen und dem Pflegeteam vor Eintritt des Todes besprochen werden.

Sterbende und ihre Angehörigen sollten auf Zeichen vorbereitet sein, die den Tod ankündigen. Der Patient kann immer häufiger bewusstlos sein. Die Gliedmaßen können kalt und bläulich werden oder Flecken aufweisen. Die Atmung kann unregelmäßig werden. Verwirrung und Schläfrigkeit können in den letzten Stunden auftreten.

Sekret im Rachen oder die Entspannung der Rachenmuskulatur kann Atemgeräusche hervorrufen, die als Todesröcheln bezeichnet werden. Die Atemgeräusche lassen sich verringern, indem man den Patienten anders lagert oder Medikamente gegen die Sekretabsonderung gibt. Diese Maßnahmen dienen eher der Beruhigung der Angehörigen und des Pflegepersonals, denn der Patient nimmt in diesem Stadium das Atemgeräusch selbst nicht mehr wahr. Das Todesröcheln verursacht beim Sterbenden keine Beschwerden. Diese Art der Atmung kann über Stunden dauern und bedeutet, dass der Tod in den nächsten Stunden oder Tagen eintritt.

Im Augenblick des Todes können sich die Muskeln einige Male zusammenziehen, und die Brust hebt sich wie bei einem Atemzug. Nachdem die Atmung ausgesetzt hat, schlägt das Herz ggf. noch ein paar Minuten weiter, und ein kurzer Krampf kann auftreten. Wenn der Sterbende nicht an einer gefährlichen ansteckenden Infektionskrankheit leidet, können ihn die Angehörigen auch nach Eintritt des Todes ohne Bedenken anfassen, streicheln und im Arm halten. Für nahestehende Menschen ist es meistens hilfreich, den Leichnam nach Eintritt des Todes zu sehen.

Die letzten Augenblicke im Leben eines Menschen können eine nachhaltige Wirkung auf Angehörige, Freunde und Betreuer haben. Der Sterbende sollte, sofern dies möglich ist, in einem friedlichen, ruhigen Bereich und körperlich bequem liegen. Angehörige sollten zu körperlichem Kontakt mit dem Sterbenden ermutigt werden, z. B. seine Hand zu halten. Falls der Sterbende dies wünscht, sollten Angehörige, Freunde und Geistliche bei Eintritt des Todes anwesend sein.

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