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Orchitis

Von

Patrick J. Shenot

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Unter einer Orchitis versteht man eine Infektion des Hodens, die häufig durch ein Virus, z. B. Mumpsvirus, verursacht wird.

  • Der Orchitis liegt in der Regel eine Virusinfektion zugrunde.

  • Der Hoden schwillt an und schmerzt.

  • Zur Diagnosestellung wird der Patient untersucht und eine Urinanalyse wird durchgeführt.

  • Die Behandlung beinhaltet Bettruhe sowie Maßnahmen zur Schmerzlinderung.

Häufig liegt die Orchitis in Kombination mit einer Nebenhodeninfektion vor und wird dann als Epididymoorchitis bezeichnet. Sind nur die Hoden infiziert, wird dies als Orchitis bezeichnet.

Eine Orchitis wird häufig durch ein Virus, gewöhnlich durch das Mumpsvirus, hervorgerufen. In seltenen Fällen wird sie durch andere Infektionen bedingt. Etwa 20 bis 25 Prozent der an Mumps erkrankten Männer entwickeln eine Orchitis. Die meisten Fälle von Mumpsorchitis treten bei Jungen im Alter von bis zu 10 Jahren auf.

Die Orchitis kann einen oder beide Hoden betreffen. Langfristig gesehen kommt es durch eine Orchitis u. U. zu einer Schrumpfung des Hodens; die Produktion des männlichen Hormons Testosteron ist für gewöhnlich aber nicht beeinträchtigt. Insbesondere wenn beide Hoden betroffen sind und/oder die Entzündung nach der Geschlechtsreife auftritt, kann eine Orchitis die Fortpflanzungsfähigkeit vermindern. Eine Unfruchtbarkeit ist jedoch selten.

Symptome

Eine Orchitis entwickelt sich bei Jungen oder Männern mit Mumps zwischen 4 und 7 Tage nach dem Anschwellen der Speicheldrüsen. Der Hoden schwillt an und schmerzt. In manchen Fällen sind beide Hoden betroffen. Fieber, Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen können ebenfalls auftreten.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Urinanalyse und Bluttests

Die Orchitis wird in der Regel anhand einer körperlichen Untersuchung festgestellt. Manchmal werden zur Identifizierung des Mumpsvirus oder einer anderen Infektion Bluttests und Urinanalysen durchgeführt. Manchmal wird dringend eine Doppler-Sonographie durchgeführt, um die Durchblutung der Hoden zu untersuchen (und eine Hodentorsion auszuschließen, bei der es sich um einen Notfall handelt).

Behandlung

  • Maßnahmen zur Schmerzlinderung

  • Mitunter Antibiotika

Behandelt wird eine Orchitis in der Regel mit Bettruhe, Schmerzmitteln und Eispackungen für den Hodensack. Bakterielle Infektionen werden mit entsprechenden Antibiotika behandelt.

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