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Hodentorsion

Von

Patrick J. Shenot

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Bei einer Hodentorsion haben sich Hoden und Samenstrang um die Längsachse verdreht, sodass die Durchblutung des Hodens blockiert ist.

  • Eine Hodentorsion verursacht plötzliche und starke Schmerzen sowie später eine Schwellung des betroffenen Hodens.

  • Zur Diagnosestellung kommen eine ärztliche Untersuchung sowie manchmal eine Ultraschalluntersuchung zum Einsatz.

  • Die Behandlung besteht in der Drehung des Samenstrangs in die normale Position.

Was versteht man unter Hodentorsion?

Was versteht man unter Hodentorsion?

Eine Verdrehung (Torsion) der Hoden tritt gewöhnlich bei Jungen im Alter von 12 bis 18 Jahren auf, manchmal auch in der frühen Kindheit. Prinzipiell kann eine Hodentorsion jedoch in jedem Alter auftreten. Durch eine abnormale Entwicklung des Samenstrangs oder der Membran, die den Hoden bedeckt, kann es zu einer Hodentorsion kommen. Bei einer Verdrehung (Torsion) stirbt das Hodengewebe in der Regel innerhalb von 6 bis 12 Stunden ab, nachdem die Blutzufuhr unterbrochen wurde, wenn die Verdrehung nicht behandelt wird.

Symptome

Es kommt zu plötzlichen, starken Schmerzen im Hoden, die bald von einer Schwellung begleitet werden. Die Schmerzen scheinen u. U. vom Bauch auszugehen, möglicherweise begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Manchmal kann Fieber auftreten. Betroffene haben u. U. einen häufigen Drang zum Wasserlassen.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Ultraschall

Eine ärztliche Diagnose stützt sich oft auf die Beschreibung der Symptome und die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung. Alternativ kann der Arzt für die Diagnosestellung auch bildgebende Verfahren, in der Regel Ultraschall, einsetzen.

Behandlung

  • Drehung des Samenstrangs, für gewöhnlich operativ

  • Operation, um eine zukünftige Torsion zu verhindern

Bei einer Hodentorsion handelt es sich um einen Notfall, da das Hodengewebe abstirbt, wenn die Verdrehung nicht schnell behoben wird. Der Arzt versucht möglicherweise den Hoden durch manuelle Rotation innerhalb des Hodensacks ohne Operation zurückzudrehen. In manchen Fällen ist diese Methode erfolgreich und eine Operation wird zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt. In den meisten Fällen ist dieses Verfahren jedoch nicht erfolgreich und die Drehung des Samenstrangs muss sofort operativ behoben werden. Bei diesem Eingriff, unabhängig davon, ob er unmittelbar oder später erfolgt, werden meist beide Hoden vom Urologen fixiert, um eine erneute Verdrehung zu verhindern.

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