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Brusterkrankungen bei Männern

Von

Irvin H. Hirsch

, MD, Sidney Kimmel Medical College of Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2019| Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Quellen zum Thema

Brusterkrankungen sind bei Männern selten. Sie umfassen im Folgenden:

  • Brustvergrößerung

  • Brustkrebs

Brustvergrößerung bei Männern

Eine Brustvergrößerung bei Männern wird entweder als Gynäkomastie oder Pseudogynäkomastie bezeichnet.

Unter Gynäkomastie versteht man die Vergrößerung des aus Drüsen bestehenden Brustgewebes.

Die Pseudogynäkomastie bezeichnet vergrößerte Brüste bei übergewichtigen Männern. Hier wird die Vergrößerung der Brüste durch eine vermehrte Fettgewebeansammlung an den Brüsten verursacht, nicht durch eine Vergrößerung des Drüsengewebes.

Manchmal kommt es während der Kindheit und Pubertät zu einer Gynäkomastie. Die Vergrößerung ist in der Regel normal und bildet sich nach wenigen Monaten oder Jahren in der Pubertät wieder zurück. Zu einer Brustvergrößerung kommt es auch gewöhnlich ab einem Alter von 50 Jahren.

Wussten Sie ...

  • Bei Jungen kommt es gelegentlich während der Pubertät zu einer vorübergehenden Vergrößerung der Brust.

Bei Männern kann eine Vergrößerung der Brust folgende Ursachen haben:

  • Bestimmte Erkrankungen (darunter einige Lebererkrankungen)

  • Bestimmte Arzneimitteltherapien (darunter die Anwendung weiblicher Sexualhormone und Anabolika sowie von Medikamenten zur Behandlung einer vergrößerten Prostata oder von Prostatakrebs)

  • Pflanzliche Präparate (wie Lavendelöl und Teebaumöl in Hautpflegeprodukten)

  • Starker Konsum von Marihuana, Bier, Alkohol oder Heroin

Weniger häufig resultiert das Brustwachstum aus einem hormonellen Ungleichgewicht, wie es von seltenen östrogenproduzierenden Tumoren in den Hoden oder den Nebennieren hervorgerufen werden kann.

Es kann eine Vergrößerung beider Brüste oder nur einer Brust auftreten. Die vergrößerte Brust kann berührungsempfindlich sein. Dann handelt es sich wahrscheinlich nicht um Krebs. Brustschmerzen bei Männern sind wie bei Frauen gewöhnlich kein Anzeichen für Krebs.

Der Arzt führt ein Gespräch und eine körperliche Untersuchung durch. Manchmal sind auch ein Bluttest oder eine Mammographie erforderlich.

Generell ist eine gezielte Behandlung nicht erforderlich. Eine Brustdrüsenvergrößerung geht oft von selbst wieder zurück oder sie verschwindet, nachdem ihre Ursache erkannt und behandelt worden ist. Eine chirurgische Entfernung des überschüssigen Brustgewebes ist möglich, jedoch nur in den seltensten Fällen nötig. Die Fettabsaugung (Liposuktion), bei der das Gewebe durch ein Rohr, das durch einen kleinen Schnitt eingeführt wird, abgesaugt wird, ist hierfür der bevorzugte chirurgische Eingriff; manchmal schließt sich ein kosmetisch-chirurgischer Eingriff an.

Brustkrebs bei Männern

Auch Männer können Brustkrebs bekommen, obwohl 99 Prozent der Betroffenen Frauen sind. Jedes Jahr entwickeln in den Vereinigten Staaten etwa 2.360 Männer Brustkrebs. Etwa 430 sterben. Da Brustkrebs bei Männern ungewöhnlich ist, wird er möglicherweise nicht als Ursache von Symptomen in Betracht gezogen. Bis es zu einer Diagnose kommt, ist der Brustkrebs bei Männern daher oft schon weit fortgeschritten. Die Prognose ist die gleiche wie für Frauen mit Krebs im selben Stadium.

Wie auch bei Frauen bilden sich bei Brustkrebs Knoten in der Brust, die untersucht werden müssen. Auch die Diagnoseverfahren sind dieselben wie bei Frauen.

Die Behandlungsmöglichkeiten für Brustkrebs sind bei Männern, wie auch bei Frauen, unter anderem eine Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie. Jedoch ist der Erhalt der Brust nach der Operation bei Männern nicht notwendig.

Bei manchen Brustkrebsarten führt Östrogen zu einem vermehrten Wachstum. Östrogen ist das zwar wichtigste weibliche Geschlechtshormon, es ist aber auch bei Männern in geringen Mengen zu finden. Ergibt eine Untersuchung von Gewebeproben, dass Östrogen zu einem Wachstum des Krebses führt, wird das Östrogen durch Medikamente, z. B. Tamoxifen, gehemmt.

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