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Übersicht zu Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen

Von

Josephine Elia

, MD, Nemours/A.I. duPont Hospital for Children

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2021| Inhalt zuletzt geändert Apr 2021
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Kurzinformationen

Angststörungen zeichnen sich durch Angst, Sorge oder Furcht aus, die die Lebensführung erheblich beeinträchtigen und nicht im Verhältnis zu den Umständen stehen.

  • Es gibt viele verschiedene Arten von Angststörungen, die nach dem Hauptschwerpunkt der Angst oder Phobie unterschieden werden.

  • Unter dem Vorwand körperlicher Symptome, wie Bauchschmerzen, weigern sich viele Kinder, zur Schule zu gehen.

  • Ärzte gründen ihre Diagnose gewöhnlich auf den Symptomen, können bei Bedarf jedoch auch Untersuchungen durchführen, um auszuschließen, dass die körperlichen Symptome durch andere Störungen verursacht werden.

  • Meist reicht eine Verhaltenstherapie aus, wenn die Angst jedoch zu groß wird, kann eine medikamentöse Behandlung indiziert sein.

Alle Kinder haben manchmal Angst. So fürchten sich 3- bis 4-Jährige oftmals vor der Dunkelheit oder vor Monstern. Ältere Kinder und Jugendliche haben Angst, wenn sie ein Referat vor ihren Klassenkameraden halten müssen. Solche Ängste sind keine Anzeichen einer Störung. Wenn die Angst des Kindes jedoch so groß wird, dass die Lebensführung eingeschränkt ist oder es eindeutig darunter leidet, kann eine Angststörung vorliegen. Studien zeigen, dass etwa 3 Prozent der 6-Jährigen, 5 Prozent der Jungen und 10 Prozent der Mädchen im Jugendalter Angststörungen haben. Kinder mit einer Angststörung haben ein erhöhtes Risiko für Depressionen Depression und Launenfehlregulationsstörung bei Kindern und Jugendlichen Depression ist ein Gefühl der Traurigkeit (oder bei Kindern und Jugendlichen: Reizbarkeit) und/oder Verlust des Interesses an Aktivitäten. Bei einer endogenen Depression dauern diese Symptome... Erfahren Sie mehr , Selbstmordverhalten Selbstmordverhalten bei Kindern und Jugendlichen Selbstmordverhalten bezeichnet gegen die eigene Person gerichtetes Verhalten und umfasst sowohl Selbstmordgesten, Selbsttötungsversuche als auch den vollendeten Selbstmord. Selbstmordgedanken... Erfahren Sie mehr , Alkohol Alkoholbedingte Lebererkrankung Mit alkoholbedingter Lebererkrankung werden Leberschädigungen bezeichnet, die durch den Konsum von zu viel Alkohol über einen längeren Zeitraum verursacht werden. Im Allgemeinen bestimmt die... Erfahren Sie mehr Alkoholbedingte Lebererkrankung und Substanzgebrauchsstörungen Überblick über substanzbezogene Störungen Medikamente und Drogen gehören zum Alltag von vielen Menschen, gleich, ob diese legal zu medizinischen Zwecken oder als Freizeitdrogen verwendet werden (siehe Tabelle Substanzen, die zu medizinischen... Erfahren Sie mehr und schulische Probleme Lern- und Entwicklungsstörungen Erfahren Sie mehr im späteren Leben.

Die Veranlagung zu Angststörungen kann vererbt werden. Ängstliche Eltern haben in der Regel ängstliche Kinder.

Zu den Angststörungen zählen

Symptome

Viele Kinder mit Angststörungen weigern sich, zur Schule zu gehen. Sie leiden möglicherweise unter Trennungsangst, einer sozialen Angststörung oder Panikstörung oder einer Kombination dieser Störungen.

Manche Kinder sprechen ihre Angst direkt an. Sie sagen beispielsweise Dinge wie „Ich habe Angst, dich niemals wieder zu sehen“ (Trennungsangst) oder „Ich habe Angst, dass mich die anderen Kinder auslachen“ (soziale Angststörung). Die Mehrheit der Kinder klagt jedoch über körperliche Symptome wie Bauchschmerzen. Dabei sagen diese Kinder oftmals sogar die Wahrheit, da Angst bei Kindern Magenbeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen hervorrufen kann.

Bei vielen Kindern setzt sich die Angststörung bis ins Erwachsenenalter fort. Mit frühzeitiger Behandlung können viele Kinder jedoch lernen, ihre Angst zu kontrollieren.

Diagnose

  • Symptome

Ärzte diagnostizieren eine Angststörung normalerweise, wenn das Kind und die Eltern typische Symptome beschreiben. Die körperlichen Symptome können den Arzt allerdings auf die falsche Fährte bringen und ihn dazu veranlassen, Untersuchungen aufgrund der körperlichen Symptome durchzuführen, anstatt eine Angststörung in Erwägung zu ziehen.

Behandlung

  • Verhaltenstherapie

  • Manchmal Arzneimittel

Bei leichten Angststörungen reicht eine Verhaltenstherapie Verhaltenstherapie Bei der Behandlung psychischer Störungen wurden außerordentliche Fortschritte gemacht. Als Ergebnis können jetzt viele psychische Gesundheitsstörungen fast so erfolgreich behandelt werden wie... Erfahren Sie mehr in der Regel aus. Der Therapeut kann das Kind der Situation aussetzen, die die Angst auslöst, und ihm helfen, mit der Situation umzugehen. Dadurch wird das Kind immer unempfindlicher und verspürt weniger Angst. Gegebenenfalls kann auch eine Behandlung der Angststörung bei den Eltern hilfreich sein.

Bei schweren Angststörungen können Medikamente erforderlich werden. Der erste Behandlungsansatz sind in der Regel Antidepressiva namens selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Selective serotonin reuptake inhibitors, SSRI) Die Störung der Depression ist ein Gefühl tiefer Traurigkeit, das so intensiv ist, dass es die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen und/oder zu einem verminderten Interesse oder verminderter Freude... Erfahren Sie mehr (SSRI), wie beispielsweise Fluoxetin oder Sertralin, wenn die medikamentöse Behandlung für eine lange Zeit fortgesetzt werden muss. Die meisten Kinder nehmen SSRI ohne Probleme. Manche Kinder klagen jedoch über Bauchschmerzen, Durchfall, Schlaflosigkeit oder Gewichtszunahme. Einige werden ruhelos oder sind impulsiver. Es wurde darüber diskutiert, ob Antidepressiva das Risiko von Selbstmordgedanken bei Kindern und Jugendlichen leicht erhöhen (siehe Antidepressiva und Selbstmord Antidepressiva und Selbstmord Depression ist ein Gefühl der Traurigkeit (oder bei Kindern und Jugendlichen: Reizbarkeit) und/oder Verlust des Interesses an Aktivitäten. Bei einer endogenen Depression dauern diese Symptome... Erfahren Sie mehr ).

Wenn eine nur kurzzeitige medikamentöse Behandlung benötigt wird (zum Beispiel weil ein Kind vor einem medizinischen Verfahren sehr ängstlich ist), wird normalerweise Benzodiazepin, ein Art von Sedativum, eingesetzt.

Insgesamt verbessern SSRI in Kombination mit einer Form von kognitiver Therapie Kognitive Therapie Bei der Behandlung psychischer Störungen wurden außerordentliche Fortschritte gemacht. Als Ergebnis können jetzt viele psychische Gesundheitsstörungen fast so erfolgreich behandelt werden wie... Erfahren Sie mehr (CBT) die Symptome am stärksten. CBT ist eine kurzfristige, strukturierte Art von Gesprächstherapie, die entwickelt wurde, um den Betroffenen dabei zu helfen, negative Denkmuster bei sich zu erkennen und damit umgehen zu lernen, um schwierige Situationen besser bewältigen zu können.

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