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Krupp

(Laryngotracheobronchitis)

Von

Rajeev Bhatia

, MD, Phoenix Children's Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2018| Inhalt zuletzt geändert Sep 2018
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Krupp ist eine Entzündung der Luftröhre (Trachea) und des Kehlkopfs (Larynx), die in der Regel durch eine ansteckende Virusinfektion hervorgerufen wird und zu Husten, einem lauten rasselnden Atemgeräusch (Stridor) und manchmal Schwierigkeiten beim Einatmen (Inspiration) führt.

  • Krupp wird durch Viren ausgelöst.

  • Zu den Symptomen gehören Fieber, eine laufende Nase und ein typischer bellender Husten.

  • Die Diagnose gründet auf den Symptomen.

  • Die meisten Kinder können zu Hause betreut werden. Diejenigen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, erhalten Flüssigkeit, Sauerstoff und Medikamente.

Von Krupp sind vor allem Kinder zwischen 6 Monaten und 3 Jahren betroffen.

Die meisten Kinder erleben nur eine einzige Krupp-Episode. Manche haben jedoch wiederholte Episoden (als spasmodischer Krupp bezeichnet), die durch Virusinfektionen ausgelöst werden und nach und nach in Häufigkeit und Schwere nachlassen. Allergien oder Atemwegsreaktivität (wie bei Asthma) kann bei spasmodischem Krupp eine Rolle spielen.

Ursachen

Krupp wird durch eine Virusinfektion ausgelöst, die dazu führt, dass die Schleimhäute der Atemwege anschwellen; besonders betroffen ist der Bereich direkt unterhalb des Kehlkopfs (Larynx).

Die häufigste Ursache von Krupp ist:

  • Parainfluenza-Viren

Krupp kann auch durch andere Viren, wie das Respiratory Syncytial Virus (RSV) oder einen Influenzavirus verursacht werden. Durch ein Influenzavirus ausgelöster Krupp kann besonders schwer verlaufen und auch jüngere bzw. ältere Kinder betreffen.

Auch wenn Krupp das ganze Jahr auftritt, sind saisonale Epidemien häufig. Durch Parainfluenza-Viren ausgelöster Krupp tritt tendenziell im Herbst auf, durch RSV und das Influenza-Virus verursachter Krupp eher im Winter und Frühjahr. Krupp wird in der Regel über eingeatmete infizierte Tröpfchen in der Luft oder direkten Kontakt mit kontaminierten Gegenständen übertragen.

Symptome

Krupp beginnt gewöhnlich mit den Symptomen einer Erkältung – einer laufenden Nase, Niesen, leichtem Fieber und Husten. Dann entwickelt das Kind Heiserkeit und einen starken, ungewöhnlich klingenden Husten, der als blechern oder bellend beschrieben wird. Der Schweregrad von Krupp kann stark variieren. Manchmal verursacht das Anschwellen der Atemwege Atemschwierigkeiten, die sich vor allem beim Einatmen (Inspiration) bemerkbar machen. Bei schwerem Krupp entsteht mit jeder Einatmung ein hohes pfeifendes Geräusch (Stridor). Etwa 50 Prozent der erkrankten Kinder haben Fieber. Gewöhnlich kommt es nachts zu einer erheblichen Verschlechterung der Symptome, die das Kind unter Umständen aufwecken. Morgens klingen die Symptome oft ab und verschlechtern sich nachts wieder.

Die schlimmsten Symptome dauern im Normalfall 3 bis 4 Tage an. Der Husten kann noch länger andauern, verändert sich jedoch im Klang. Manchmal sind Eltern aufgrund dieser Veränderung beunruhigt und denken, die Infektion habe sich auf den Brustraum ausgebreitet. Es handelt sich jedoch um den normalen Krankheitsverlauf.

Diagnose

  • Klang des Hustens

  • Röntgenaufnahme des Halses

Krupp lässt sich anhand seiner charakteristischen Symptome, vor allem am Klang des Hustens erkennen.

Röntgenaufnahmen des Halses und des Brustraums helfen, eine sichere Diagnose des Krupp zu stellen.

Prognose

Die meisten Kinder mit Krupp erholen sich vollständig.

Behandlung

  • Bei leichter Krankheit Flüssigkeitszufuhr und angefeuchtete Luft

  • Bei schwerer Krankheit Krankenhausaufenthalt, Sauerstoff, Epinephrin und Kortikosteroide

Wenn ein Kind eine heisere Atmung entwickelt, sollten die Eltern rasch einen Arzt kontaktieren, denn Kinder mit Krupp können sehr schnell sehr krank werden.

Ein nur leicht erkranktes Kind kann zu Hause versorgt werden und ist nach 3 bis 4 Tagen meist wieder gesund. Das Kind sollte bequem liegen, ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und sich ausruhen, denn Müdigkeit und Weinen können eine Verschlimmerung der Krankheit nach sich ziehen. Luftbefeuchtungsgeräte (wie etwa Kaltvernebler oder Luftbefeuchter) können helfen, ein Austrocknen der oberen Atemwege zu verhindern und das Atmen zu erleichtern. Die Luftfeuchtigkeit kann rasch erhöht werden, indem man die Dusche heiß aufdreht, um Dampf im Badezimmer zu erzeugen. Zudem kann es hilfreich sein, das Kind nach draußen zu bringen und kalte Nachtluft oder in der Küche die kalte Luft des Gefrierfachs atmen zu lassen.

Wussten Sie ...

  • Auch das Einatmen feuchter Luft aus einem feuchtheißen Badezimmer oder kalter Luft aus dem Gefrierfach kann helfen, Kruppsymptome zu lindern.

Wenn ein Kind sehr krank ist, kann der Arzt die Gabe einer Dosis eines Kortikosteroids empfehlen, um eine Verschlechterung der Symptome zu verhindern. Kinder mit sich verschlimmernden Symptomen sollten sofort von einem Arzt untersucht werden. Häufig wird in diesen Fällen die Verabreichung von Kortikosteroiden empfohlen und das Kind zur Beobachtung und Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Kinder mit anhaltenden oder stärker werdenden Atemschwierigkeiten, beschleunigter Herzfrequenz, Müdigkeit, Flüssigkeitsmangel oder einer Blauverfärbung der Haut müssen Sauerstoff und intravenös Flüssigkeit erhalten. Meist werden Kinder mit über den Vernebler gegebenem Epinephrin, und oral verabreichten oder injizierten Kortikosteroiden behandelt. Diese Medikamente lassen die Schleimhäute in den Atemwegen abschwellen. Kinder, die auf diese Behandlung ansprechen, können nach Hause geschickt werden. Kinder, die sehr krank sind, sollten jedoch noch eine Weile zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

Antibiotika werden nur dann gegeben, wenn eine bakterielle Infektion hinzugekommen ist. In seltenen Fällen kann ein Beatmungsgerät (ein Gerät, das dabei hilft, Luft in die Lunge und wieder heraus zu transportieren) erforderlich sein.

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