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Störungen der eosinophilen Granulozyten

Von

Mary Territo

, MD, David Geffen School of Medicine at UCLA

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2020| Inhalt zuletzt geändert Jan 2020
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Quellen zum Thema

Manchmal verursachen Eosinophile eine Entzündung in bestimmten Organen, die dann zu Symptomen führt.

Eosinophile machen weniger als 7 Prozent der zirkulierenden weißen Blutkörperchen (100 bis 500 Eosinophile pro Mikroliter Blut [0,1 bis 0,5 × 109 pro Liter]) aus.

Geringe Anzahl an Eosinophilen

Die verringerte Anzahl an Eosinophilen wird gewöhnlich zufällig entdeckt, wenn aus anderen Gründen ein großes Blutbild erstellt wird.

Durch die Behandlung der Ursache normalisiert sich die Anzahl der Eosinophilen wieder.

Hohe Anzahl an Eosinophilen

Die häufigsten Ursachen einer hohen Anzahl an Eosinophilen (als Eosinophilie oder Hypereosinophilie bezeichnet) sind

  • allergische Erkrankungen

  • durch Parasiten ausgelöste Infektionen

  • Bestimmte Krebsarten

Allergische Erkrankungen wie Arzneimittelunverträglichkeiten Medikamentenausschläge Medikamentenausschläge sind unerwünschte Wirkungen von Medikamenten, die sich in Form einer Hautreaktion zeigen. Medikamentenausschläge werden gewöhnlich durch eine allergische Reaktion auf... Erfahren Sie mehr Medikamentenausschläge , Asthma Asthma Bei Asthma sind die Atemwege – meist vorübergehend – als Reaktion auf bestimmte Reize verengt. Husten, keuchender Atem und Kurzatmigkeit nach dem Auftreten gewisser auslösender Stoffe sind die... Erfahren Sie mehr Asthma , allergische Rhinitis Allergischer Schnupfen Von einem Schnupfen (Rhinitis) spricht man, wenn sich die Nasenschleimhaut entzündet, anschwillt und vermehrt Nasensekret ausgeschieden wird oder die Nase aufgrund einer Erkältung oder einer... Erfahren Sie mehr Allergischer Schnupfen (allergischer Schnupfen) und atopische Dermatitis Atopische Dermatitis (Ekzem) Eine atopische Dermatitis (häufig als Ekzem bezeichnet) ist eine chronische, juckende Entzündung der oberen Hautschichten und tritt häufig bei Personen auf, die Heuschnupfen oder Asthma haben... Erfahren Sie mehr Atopische Dermatitis (Ekzem) (entzündliche Hauterkrankung) führen häufig zu vermehrten Eosinophilen. Viele Parasiten Überblick über Parasiteninfektionen Ein Parasit ist ein Organismus, der auf oder in einem anderen Organismus (dem Wirt) lebt und einen Nutzen (wie beispielsweise Nährstoffe) daraus zieht, wobei er den Wirt schädigt. Obwohl diese... Erfahren Sie mehr , insbesondere solche, die in das Gewebe eindringen, können eine Eosinophilie auslösen. Krebsarten, die eine Eosinophilie verursachen, sind das Hodgkin-Lymphom Hodgkin-Lymphom Das Hodgkin-Lymphom erkennt man an einer besonderen Art von Krebszellen, die „Reed-Sternberg-Riesenzellen‟ genannt werden. Die Ursache der Erkrankung ist unbekannt. Die Lymphknoten sind vergrößert... Erfahren Sie mehr , Leukämie Überblick über Leukämien Leukämien sind Krebserkrankungen der weißen Blutkörperchen oder der Zellen, die sich zu weißen Blutkörperchen entwickeln. Weiße Blutkörperchen entwickeln sich aus den sogenannten Stammzellen... Erfahren Sie mehr sowie bestimmte myeloproliferative Neoplasien Überblick über myeloproliferative Neoplasien Bei myeloproliferativen Neoplasien (myelo = Knochenmark, proliferativ = wuchernd, Neoplasie = krankhafte Gewebeneubildung) wachsen und vermehren sich die blutbildenden Zellen im Knochenmark... Erfahren Sie mehr .

Ist die Zahl der Eosinophilen nur leicht erhöht, kommt es für gewöhnlich zu keinen Symptomen und die hohe Anzahl an Eosinophilen im Blut wird nur entdeckt, weil aus anderen Gründen ein großes Blutbild erstellt wird. Insbesondere wenn die Zahl der Eosinophilen sehr hoch ist, kann es jedoch manchmal zu einer Entzündung des Gewebes und zu einer Organschädigung kommen. Meist sind Herz, Lunge, Haut sowie das Nervensystem betroffen, es kann aber grundsätzlich jedes Organ geschädigt werden.

Die Symptome hängen vom betroffenen Organ ab. Beispielsweise kommt es zu einem Ausschlag, wenn die Haut betroffen ist, zu Keuchatmung und Kurzatmigkeit, wenn die Lunge involviert ist, zu Kurzatmigkeit und Erschöpfung (Symptome einer Herzinsuffizienz Herzinsuffizienz (CHF) Bei einer Herzinsuffizienz (einem Herzversagen) kann das Herz nicht mit den Anforderungen des Körpers mithalten. Das führt zu einem verringerten Blutfluss, einer Stauung des Blutes in den Venen... Erfahren Sie mehr Herzinsuffizienz (CHF) ), wenn das Herz betroffen ist, sowie zu Hals- und Magenschmerzen, wenn die Speiseröhre oder der Magen betroffen sind. Demnach werden eosinophile Erkrankungen nach dem Bereich diagnostiziert, in dem die Werte der Eosinophilen erhöht sind:

Häufig werden die Patienten zunächst auf häufigere Ursachen ihrer Symptome getestet und entsprechend behandelt. Sie werden zum Beispiel auf Infektionen untersucht und erhalten Antibiotika, auch wenn keine Infektion festgestellt wurde. Da nach der Behandlung immer noch Symptome bestehen, wird häufig eine Gewebeprobe zur Untersuchung entnommen (Biopsie), womit Eosinophile im betroffenen Organ nachgewiesen werden.

Die Behandlung dieser Krankheiten umfasst häufig die Gabe oraler Kortikosteroide.

Hypereosinophilie-Syndrom

Bei dem Hypereosinophilie-Syndrom (einer seltenen Krankheit) liegt die Zahl der Eosinophilen über mehr als 6 Monate hinweg ohne ersichtlichen Grund bei über 1.500 Zellen pro Mikroliter Blut (über 1,5 × 109 pro Liter). Manche Betroffene leiden an einer seltenen chromosomalen Störung.

Zu den Symptomen gehören u. a. Gewichtsverlust, Fieber, Nachtschweiß, Erschöpfung, Husten, Schmerzen im Brustkorb, Schwellungen, Magenschmerzen, Ausschlag, Schmerzen, Schwäche, Verwirrtheit und Koma. Weitere Symptome richten sich nach den geschädigten Organen.

Das Syndrom wird vermutet, wenn bei Patienten mit diesen Symptomen die Eosinophilen bei wiederholten Bluttests anhaltend erhöht sind. Die Diagnose erhärtet sich, wenn die Eosinophilie nicht durch eine Infektion mit Parasiten, eine allergische Reaktion oder eine andere diagnostizierbare Krankheit ausgelöst worden ist und wenn mittels einer Biopsie Eosinophile in den Organen nachgewiesen werden können.

Ohne Behandlung sterben mehr als 80 Prozent der Patienten mit diesem Syndrom innerhalb von 2 Jahren, aber mit Behandlung überleben mehr als 80 Prozent. Herzschäden sind die häufigste Todesursache. Bei manchen Patienten reicht als Behandlung eine genaue Beobachtung über 3 bis 6 Monate hinweg aus, aber die meisten benötigen Medikamente wie Prednison, Hydroxyharnstoff oder Chemotherapeutika.

Einige Patienten mit Hypereosinophilie-Syndrom haben eine erworbene Anomalie eines Gens, das das Zellwachstum reguliert. Diese Art von Hypereosinophilie kann mit Imatinib behandelt werden, einem Medikament, mit dem auch Krebs behandelt wird. Bleibt die Therapie mit diesen Medikamenten erfolglos, weicht man auf verschiedene andere Medikamente aus, die mit einem Verfahren kombiniert werden können, bei dem die Eosinophile aus dem Blut entfernt werden (Leukapherese Zytapherese Bei der Apherese wird dem Spender Blut entnommen und ihm wieder verabreicht, nachdem bestimmte Stoffe aus dem Blut entfernt wurden. Die Apherese kann verwendet werden, um gesunde Blutbestandteile... Erfahren Sie mehr ).

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