Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link

Verschluss der zentralen Arterien und Astarterien der Netzhaut

(Zentraler Arterienverschluss, Verschluss der Arterienäste)

Von

Sonia Mehta

, MD, Vitreoretinal Diseases and Surgery Service, Wills Eye Hospital, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen

Eine Arterie in der Netzhaut (der durchsichtigen, lichtempfindlichen Struktur im hinteren Teil des Auges) kann blockiert werden und einen plötzlichen, schmerzlosen Verlust des Sehvermögens zur Folge haben.

  • In der Regel erstellt der Arzt die Diagnose, indem er mit Hilfe eines Ophthalmoskops in das Auge hineinsieht, und manchmal durch Tests.

  • Normalerweise kann eine Behandlung das Sehvermögen nicht wieder herstellen.

Die zentrale Netzhautarterie ist das Hauptgefäß, das die Netzhaut mit Blut versorgt. Diese Arterie kann durch eine Embolie oder Thrombose (Bildung eines Blutgerinnsels in der Arterie) vollständig blockiert werden. Eine Blockierung kann in der Hauptarterie oder in den Ästen der Arterie auftreten.

Unable to find ViewModel builder for Vasont.Multimedia.

Manchmal ist die Ursache der Blockierung nicht bekannt.

Symptome

Das betroffene Auge erfährt einen plötzlichen, schweren, jedoch schmerzlosen Verlust des Sehvermögens über das gesamte Gesichtsfeld. Manchmal ist nur ein Teil des Gesichtsfelds betroffen.

Ein Verschluss der zentralen Arterie der Netzhaut kann auch das Wachsen abnormaler Blutgefäße auf der Netzhaut oder Iris zur Folge haben. Manchmal bluten diese abnormalen Blutgefäße oder rufen eine schmerzhafte Art des Glaukoms (bezeichnet als neovaskuläres Glaukom) hervor. Bei einem neovaskulären Glaukom verschließen anormale Blutgefäße, die sich in der Iris gebildet haben, den Raum zwischen der Iris und der Hornhaut, was den Abfluss der Flüssigkeit aus dem Auge blockiert und zu einem Druckanstieg im Auge führt (Glaukom Glaukom (grüner Star) Glaukome (grüner Star) ist ein Sammelbegriff für Augenkrankheiten, die durch einen fortschreitenden Schaden am Sehnerv gekennzeichnet sind (oft, aber nicht immer verbunden mit einem... Erfahren Sie mehr ).

Diagnose

  • Untersuchung des Auges durch den Arzt

  • Fluoreszenzangiographie

  • Optische Kohärenztomographie

  • Manchmal Echokardiographie, Dopplersonographie und/oder Blutuntersuchungen

Mit Einsatz eines Ophthalmoskops kann der Arzt Veränderungen in den Blutgefäßen und der Netzhaut erkennen. Wenn die zentrale Arterie blockiert ist, kann die Netzhaut blass erscheinen.

Prognose

Wenn der Verschluss in einem Ast der zentralen Netzhautarterie erfolgt ist, kann der Patient ein gutes bis ausreichendes Sehvermögen beibehalten.

Wenn der Verschluss in der zentralen Netzhautarterie selbst erfolgt ist, ist der Verlust des Sehvermögens oft auch mit einer Behandlung schwerwiegend.

Sobald das Gewebe der Netzhaut dauerhaft geschädigt wurde, was bereits 90 Minuten nach erfolgter Blockierung geschehen kann, ist der Verlust des Sehvermögens irreversibel.

Falls die Ursache eines Verschlusses der Netzhautarterie eine Riesenzellarteriitis Riesenzellarteriitis Die Riesenzellarteriitis ist eine chronische Entzündung der großen und mittleren Arterien in Kopf, Nacken und Oberkörper. Typischerweise sind die Schläfenlappenarterien betroffen... Erfahren Sie mehr ist, kann der Sehverlust bei sofortiger Diagnose und Behandlung möglicherweise bis zu einem gewissen Grad rückgängig gemacht und einer Schädigung des anderen Auges vorgebeugt werden.

Menschen mit Verschluss der Netzhautarterie können eine Verstopfung in den Venen haben, die das Gehirn versorgen. Diese Verstopfungen erhöhen das Risiko für Schlaganfall Überblick über den Schlaganfall Bei einem Schlaganfall verstopfen oder reißen die Arterien, die das Gehirn versorgen. Dadurch stirbt das Hirngewebe in einem Teil des Gehirns ab (Hirninfarkt) und es kommt sehr plö... Erfahren Sie mehr , insbesondere in den Wochen nach einem Verschluss der zentralen Netzhautarterie.

Behandlung

  • Vorbeugung durch Kontrolle der Risikofaktoren

  • Manchmal Maßnahmen, um den Augendruck zu senken, unter anderem Augentropfen, Augenmassage oder Entfernen von Flüssigkeit aus dem Auge mit einer Nadel

  • Manchmal eine Laserbehandlung der abnormalen oder einblutenden Blutgefäße

  • Bei Riesenzellarteriitis: Kortikosteroide

Da Behandlungen oft nicht sehr wirksam sind, ist es wünschenswert, solche Blockierungen durch die Kontrolle der Risikofaktoren (z. B. Bluthochdruck, Diabetes und andere Risikofaktoren für Atherosklerose) zu verhindern.

Eine sofortige Behandlung wird oft durchgeführt, um die Blockierung der Netzhautarterie zu öffnen. Dennoch sind Behandlungen selten wirksam. Der Augeninnendruck kann manchmal durch die Verabreichung von Medikamenten (wie zum Beispiel Timolol-Augentropfen oder oral eingenommenes Acetazolamid) verringert werden, die den Blutdruck senken, oder durch eine intermittierende Massage der geschlossenen Augenlider mit den Fingern.

Alternativ gelingt dies durch eine sogenannte Parazentese der Vorderkammer, welche den Augeninnendruck senken kann. Bei diesem Verfahren wird das Auge durch Augentropfen betäubt, anschließend eine Kanüle in die Vorderkammer eingeführt und etwas Flüssigkeit abgezogen, wodurch sich der Druck im Auge rapide senkt.

Sinkt der Augeninnendruck durch Massage oder die Parazentese der Vorderkammer, kann sich der Thrombus unter Umständen lösen und in einen dünneren Zweig des Gefäßes weiterwandern, sodass das Ausmaß der Netzhautschädigung geringer wird.

Bei einem Verdacht auf Riesenzellarteriitis werden so bald wie möglich hochdosierte Kortikosteroide entweder oral oder intravenös verabreicht.

Eine Laserbehandlung kann zur Zerstörung der abnormalen Blutgefäße eingesetzt werden, um ein neovaskuläres Glaukom zu behandeln oder um einen weiteren Verlust des Sehvermögens durch Blutung im Auge zu vermeiden, oder beides. Die Behandlung des neovaskulären Glaukoms ist jedoch schwierig.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Auch von Interesse

NACH OBEN