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Rumination

Von

Norton J. Greenberger

, MD, Brigham and Women's Hospital

Inhalt zuletzt geändert Mai 2018
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Unter Rumination versteht man das (in der Regel unfreiwillige) Regurgitieren von kleinen Speisemengen vom Magen (meist 15-30 min nach dem Essen), die wiedergekäut und in den meisten Fällen auch wieder geschluckt werden. Die Patienten klagen nicht über Übelkeit oder Bauchschmerzen.

Ruminieren wird normalerweise bei Kindern beobachtet. Die Inzidenz bei Erwachsenen ist nicht bekannt, da es nur in seltenen Fällen vom Patienten berichtet wird.

Ätiologie

Patienten mit Achalasie oder einem Zenker-Divertikel können unverdaute Nahrung ohne Übelkeit erbrechen. Bei der Mehrzahl der Patienten, die keine obstruktiven ösophagealen Bedingungen zeigen, ist die Pathophysiologie weitgehend unverstanden. Die umgekehrte Peristaltik bei Wiederkäuern ist für den Menschen nicht beschrieben. Die Störung ist wahrscheinlich ein angelerntes Maladaptionsverhalten und kann Teil einer Essstörung sein. Der Patient lernt den unteren Ösophagussphinkter zu öffnen und durch Steigerung des Magendrucks über rhythmische Kontraktion und Entspannung des Zwerchfells Mageninhalt in den Ösophagus und in den Rachen zu befördern.

Symptome und Beschwerden

Übelkeit, Schmerz und Dysphagie treten nicht auf. Während Stressperioden kann der Patient eine Rumination weniger gut unterdrücken. Wenn andere diesen Vorgang erstmals beobachten, schicken sie den Patienten zum Arzt. In seltenen Fällen regurgitieren und verlieren die Patienten so viel Nahrung, dass sie an Gewicht verlieren.

Diagnose

  • Klinische Untersuchung

  • Ggf. Endoskopie, Motilitätsuntersuchungen des Ösophagus oder beides

Die Rumination wird im Allgemeinen durch Beobachtung diagnostiziert. Eine psychosoziale Anamnese kann eine zugrunde liegende emotionale Ursache aufdecken. Eine endoskopische Untersuchung oder Röntgenbilder im oberen GIT sind notwendig, um einen mechanischen Verschluss oder ein Zenker-Divertikel auszuschließen. Eine Ösophagusmanometrie und Testverfahren zur Erfassung der Magenentleerung und der antralduodenalen Motilität können eingesetzt werden, um eine Motilitätsstörung zu diagnostizieren.

Therapie

  • Verhaltenstechniken

Die Therapie von Rumination ist unterstützend. Eine medikamentöse Therapie hilft in der Regel nicht. Motivierte Patienten sprechen möglicherweise auf Verhaltenstechniken an (z. B. Entspannung, Biofeedback, Training der Zwerchfellatmung [mit dem Zwerchfell statt der Brustmuskulatur atmen]). Eine psychiatrische Konsultation kann hilfreich sein.

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