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Zeckenbisse

Von

Robert A. Barish

, MD, MBA, University of Illinois at Chicago;


Thomas Arnold

, MD, Department of Emergency Medicine, LSU Health Sciences Center Shreveport

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2020| Inhalt zuletzt geändert Mai 2020
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Zecken sind wie Milben eng mit Spinnen verwandt. Diese kleinen Wesen, die manchmal als Parasiten auf den Körpern von Menschen und Tieren leben, können Krankheiten auf Menschen übertragen.

Zecken übertragen viele Krankheiten. Zum Beispiel können Hirschzecken Bakterien übertragen, die die Lyme-Krankheit übertragen, oder Protozoen, die eine Babesiose verursachen. Andere Zeckenarten können Bakterien mit sich tragen, die das Rocky-Mountain-Fleckfieber oder Ehrlichiosen verursachen.

Die Bisse der Pajaroello-Zecke, die es in Mexiko und im Südwesten der Vereinigten Staaten von Amerika gibt, entwickeln sich zu eitergefüllten Blasen, die aufplatzen und zu offenen Wunden mit schwarzem Schorf führen.

Bei den meisten Zeckenbissen werden keine Krankheiten übertragen und der Biss selbst ist schmerzlos. Häufig entsteht aber eine gerötete und juckende Beule an der Bissstelle, bei manchen Personen kann es auch zu allergischen Hautreaktionen kommen.

Hirschzecken

Hirschzecken

Zeckenlähmung

In Nordamerika sondern einige Zeckenarten in ihrem Speichel ein Toxin ab, das Zeckenlähmung verursacht. Jemand mit einer Zeckenlähmung fühlt sich schwach und müde. Manche Betroffenen werden unruhig, schwach und reizbar. Nach ein paar Tagen stellt sich eine langsame Lähmung ein, die in der Regel von den Beinen hochzieht. Die Muskeln, die die Atmung kontrollieren, können eventuell auch gelähmt werden.

Zeckenlähmung wird schnell geheilt, indem die Zecke oder die Zecken gefunden und entfernt werden. Bei Atembeschwerden ist eventuell eine Sauerstofftherapie oder ein mechanisches Atemgerät notwendig, um die Atmung zu unterstützen.

Behandlung

  • Entfernung der Zecke

  • Auftragen eines Antiseptikums

  • Manchmal Antibiotika, die oral verabreicht werden, um einer Lyme-Borreliose vorzubeugen

Zeckenbisse können manchmal verhindert werden, wenn man in den Bereichen, in denen Zecken verbreitet sind, Vorsichtsmaßnahmen ergreift ({blank} Preventing Tick Bites).

Die Zecken-Entfernung sollte möglichst rasch erfolgen. Am besten geschieht das, indem man die Zecke mit einer gebogenen Pinzette so nahe an der Haut wie möglich greift und direkt herauszieht. Der Kopf der Zecke, der möglicherweise nicht mit dem Körper herauskommt, sollte entfernt werden, da er eine anhaltende Entzündung verursachen kann. Die meisten der Hausmittel zum Entfernen einer Zecke, wie das Auftragen von Alkohol, Nagellack oder Vaseline oder die Verwendung eines heißen Zündholzes, sind unwirksam und können Hautschäden verursachen oder dazu führen, dass die Zecke infizierten Speichel in die Bisswunde abgibt.

Wussten Sie ...

  • Eine Zecke entfernt man am besten, indem man sie mit einer Pinzette direkt herauszieht.

Nachdem die Zecke entfernt wurde, sollte ein Antiseptikum aufgetragen werden. Falls es eine Schwellung und eine Verfärbung der Haut gibt, kann ein oral eingenommenes Antihistaminikum hilfreich sein. Wenn es so aussieht, als ob die Zecke über eine längere Zeit festsaß (die Zecke ist stark angeschwollen), oder wenn die Lyme-Krankheit in der Region verbreitet ist, können die Ärzte ein Antibiotikum verabreichen, um der Lyme-Krankheit möglichst vorzubeugen.

Wenn ein Zeckenbiss, etwa von der Pajaroello-Zecke, die Haut stark beschädigt hat, reinigt der Arzt die Haut gründlich und entfernt sämtliche tote Haut von der Wunde. Der Arzt kann Kortikosteroide oder Antiseptika auf die Fläche geben, um weiteren Hautschäden und einer Infektion vorzubeugen.

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