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Risse am Augenlid und Augapfel

Von

Ann P. Murchison

, MD, MPH, Wills Eye Emergency Department, Wills Eye Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2020| Inhalt zuletzt geändert Sep 2020
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Die meisten Schnitte (Lazerationen) um die Augen herum betreffen eher die Augenlider als den Augapfel.

Lidlazeration

Kleine Schnittwunden in der Haut rund um das Auge oder an den Lidern können genäht werden. Ist die Lidkante verletzt, sollte die Versorgung möglichst durch einen Ophthalmologen (einen Arzt, der sich auf die Untersuchung und operative wie nicht operative Behandlung von Augenkrankheiten spezialisiert hat) erfolgen, um sicherzustellen, dass der Lidschluss später nicht durch Fehlbildungen gestört wird, die eventuell über die Hornhaut (das Vordere des Auges) wachsen. Eine Verletzung, die dazu führt, dass das Lid herunterfällt, über die gesamte Breite des Lids verläuft oder die Tränendrüsen betrifft (Drüsen, die die Tränen aus dem Auge drücken), sollten ebenfalls vom Augenarzt behandelt werden. Die Tränendrüsen sitzen zur Nase hin auf dem unteren und oberen Augenlid.

Augapfellazeration

Lazerationen, die den Augapfel betreffen, sind häufig oberflächlich. Manche Schnitte gehen aber auch durch das Weiß des Auges (Sklera) oder die transparente Kuppel auf der vorderen Fläche des Auges (Cornea) hindurch und dringen bis ins Innere des Auges vor. Derartige Schnitte gelten als ein Riss des Augapfels (Globus). Der Augapfel kann aber auch durch stumpfe Gewalteinwirkung reißen. Die meisten Menschen mit einem angerissenen Augapfel haben sehen schlechter. Das Auge ist sichtbar gekrümmt und die Pupille hat eventuell die Form einer Träne. Manchmal tritt Flüssigkeit aus dem Auge aus. Eine übermäßige Einblutung unter der Bindehaut (der dünnen Schleimhautmembran, die die Hornhaut bedeckt) ist manchmal ein Symptom für einen eingerissenen Augapfel.

Augapfellazerationen können die Strukturen, die für das Sehvermögen notwendig sind, schwer beschädigen und führen häufiger zu einer Augapfelentzündung (Endophthalmitis).

Diagnose

  • Untersuchung durch den Ophthalmologen

  • Computertomographie (CT)

Bei einer Lazeration des Augapfels ist eine sofortige Untersuchung durch einen Ophthalmologen (einen Arzt, der sich auf die Untersuchung und operative wie nicht operative Behandlung von Augenkrankheiten spezialisiert hat) erforderlich. Zur Bestätigung der Diagnose wird eine CT durchgeführt und um zu überprüfen, ob Fremdpartikel ins Auge gelangt sind oder sich noch andere Schäden um das Auge herum ergeben haben.

Prognose

Schwere Lazerationen des Augapfels können trotz Behandlung zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust des Sehvermögens führen. In seltenen Fällen entzündet sich das unverletzte Auge nach einer Augenoperation des verletzten Auges oder nachdem das andere Auge eine schwere Lazeration erlitt (sympathische Ophthalmie). Dies kann mit einem teilweisen Verlust des Sehvermögens und sogar Blindheit einhergehen. Oft kann diese Reaktion durch Kortikosteroid-Tropfen wirksam vermieden werden. Die Ärzte entfernen ein unrettbar geschädigtes Auge, um eine sympathische Ophthalmie zu vermeiden.

Behandlung

  • Operation

Oft ist bei Lazerationen des Augapfels ein chirurgischer Eingriff notwendig, außer bei manchen Verletzungen, die nur einen kleinen Bereich der Schleimhaut betreffen, die die Hornhaut (Cornea) bedeckt (Bindehaut). Antibiotika werden schon vor dem chirurgischen Eingriff über die Vene (intravenös) verabreicht, um das Risiko einer Infektion im Auge zu reduzieren. Salben sollten vermieden werden.

Ein Augenschutz (entweder ein im Handel erhältliches Produkt oder der untere Teil eines Papierbechers) wird auf das Auge geklebt, um ungewollten Druck zu vermeiden, der den Augeninhalt durch die Lazeration drücken könnte. Wenn ein Fremdkörper aus dem Augapfel oder um den Augapfel herum hervortritt, muss dieser solange dort bleiben, bis der Betroffene von einem Ophthalmologen untersucht wird.

Schmerzmittel werden intravenös oder, wenn ein chirurgischer Eingriff nicht notwendig ist, oral verabreicht. Bei Bedarf kann Erbrechen mit Medikamenten behandelt werden, die die Übelkeit bekämpfen. So bald wie möglich wird eine Tetanusspritze verabreicht.

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